Einblick in die Eifeler Ateliers

Von: M.S.
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Nordeifel. Endlich zeigt „General Winter“ in der Eifel einmal längerfristig sein weißes Gesicht und teilt seine Herrschaft allenfalls mit Prinz Karneval – da gibt sich eine verschworene Gemeinschaft Kunstschaffender bereits Sommerträumen hin.

Die Künstlergruppe KADE („Kunst aus der Eifel“) lädt auf den kommenden 16. August zu ihrer 20. Jahresausstellung ins Einruhrer Heilsteinhaus.

Gemäß der Devise „Nichts auf der Welt ist so gut, als dass man es nicht verbessern könnte“, werden die Kreativen vom Dorf am See im Jubiläumsjahr ihr treues Publikum mit einem neuen, thematisch bereicherten Konzept voller Überraschungen erfreuen. Es wurde Donnerstagabend verabschiedet; alle seine Glanzlichter werden freilich an dieser Stelle noch nicht gezündet.

Soviel allerdings vorab: Nach der Vernissage, traditionell Sonntagfrüh inszeniert, wird die Exponateschau bis zum 30. August, täglich von zehn bis 17 Uhr, für das Publikum aus Einheimischen wie zahlreichen Touristen zu besichtigen sein. Unter der Schirmherrschaft des stellvertretenden Städte-Regionsrates Hans-Josef Hilsenbeck präsentieren folgende Nordeifeler Musen- und Kulturfreunde Werke ihrer aktuellen Schaffensperiode: Der Heimbacher Ernst Bernhauser ist mit Aquarellen, Pastell- und Mischtechniken vertreten, Heinz Nellessen (Dedenborn), wie Bernhauser ein „Art-Genosse“ der KADE-Gründerstunde, stellt in Ölgemälden Eifellandschaften aus.

Der Monschauer Leo Henz möchte die Betrachter seiner vielseitigen Arbeiten mit lokalen Szenen, per Zeichenstift festgehalten, erfreuen. Donata Reinhard aus Mechernich stellt Collagen aus Acryl vor. Zwei Gastaktricen erweitern diesmal die ideenreiche Runde: Marie Luise Grieß aus Erkensruhr mit ihren Tonarbeiten und Elfie Sortire-Steinmann. Die Gemünderin lässt sich in ihrem Atelier bildlich von in Australien kreierter Punkttechnik inspirieren.

„Bis zu 700 Besucher/innen“, entnimmt Heinz Nellessen der Statistik, „verzeichnete bis jetzt jede unser Ausstellungen.“ Das Gros der Interessenten stamme aus dem Großraum Aachen, den Benelux-Ländern und von der Rheinschiene.

Ein besonderer Clou: Zur Eröffnung wird der Lammersdorfer Frauenchor „Cantastic“ Kostproben seines beachtlichen Repertoires aus Musical, Gospel, Evergreens und internationalen Welthits geben: „Für uns ist Musik Leben pur“, bekennt das 25-köpfige Ensemble um das Ehepaar Michael und Kerstin Rieck.

Wie es sich zum runden Stiftungsfest gehört, hat sich der gastgebende Einruhrer Orts- und Verkehrsverein, vertreten durch seine Vorstandsmitglieder Karin Birkhoff und Christoph Poschen, ein originelles Präsent ausgedacht. Jeder 20. Gast, der die Werkschau betritt, erhält einfarbiges Kunstplakat des Nestors der Eifelmaler, Paul Siebertz (Motiv „Alt Breinig“). So manche KADE-Angehörige waren Schüler des unvergessenen Menzerather Venn-Verewigers.

Mit einem musikalischen Leckerbissen wird das Künstlervölkchen vom Heilsteinhaus zur Finissage einen geselligen Kehraus ihres Jahrestages feiern. Die Wahl-Hirschrotterin Caroline Dijkman wird ihr Auditorium einmal mehr mit Volksliedgut auf ihrem Saiteninstrument Scheitholt unterhalten.

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