Ein Wochenende im Mittelalter

Von: ale
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Stöbern im „Plündergut”: Diese Damen sind fasziniert von den kniffligen Spielen aus Holz und Metall, die ein Händler bei den Ritterspielen in Simonskall an seinem Marktstand ausgebreitet hat. Foto: Anneliese Lauscher

Simonskall. „Taragor”, „Bruchenbanner” oder „Welfelin” - diese Namen tragen Ritterschaften. Auch heute noch. Die neuzeitlichen Ritterschaften wollen das Mittelalter wieder aufleben lassen, mit seinen Gebräuchen, Handwerken, der Art zu essen, zu trinken und zu spielen. In Simonskall wurde am Wochenende das zweite Ritterfest gefeiert.

Auf einer großen Wiese am Ortsausgang wurde gezeltet. Es reisten Mittelalter-Fans aus Düren, Kreuzau, Stolberg und vom Niederrhein an. Viel fahrendes Volk war dabei, Händler aus der Umgebung - aber auch aus Süddeutschland - boten ihre Waren feil: Süßes und Herzhaftes aus der Bäckerei, ausgefallene Kleidung aus der Gewandschneiderei der Roten Zora und Spielzeug, das faszinierte, weil man seine Geschicklichkeit erproben konnte. Bezahlt wurde mit Talern.

Stöbern im Plündergut

In der mittelalterlichen Kleidung wurde es ganz schön warm. Kopftücher, lange Gewänder und Holzschuhe sah man bei großen und kleinen Mittelalterfans, ein Händler trug sogar ein Schaffell um die Schultern. Die Besucher konnten Met, Honig und Kräuter kaufen, im „Plündergut” stöbern, handgefertigte Pfeile ausprobieren, Musik hören und sich sogar strecken lassen. Ob das eine Entspannungsübung oder Folter war, müsste man die Probanden fragen.

Kinder fuchtelten mit dem Holzschwert herum oder probierten eine kleine Armbrust aus. Das „Perlenfädeln für die Kleynen” war ein sehr gern angenommenes Angebot, historische Brettspiele wie „Alquerque” und „Drey-Kelten-Rennen” wurden erklärt.

Am Nachmittag erfreuten sich die Gäste dann am mittelalterlichen Show-Turnier. Es wurde von der Ritterschaft vom Goldenen Vlies organisiert. Ritter Friedrich Graf von Moers und Saar erklärte die Regeln. Geschicklichkeit, Mut und reiterliches Können wurden verlangt. Frauen und Männer lieferten sich packende Wettkämpfe. Das Publikum verfolgte die spannenden und teils nicht ungefährlichen Spiele begeistert.
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