Simmerath - Ein Winter lang Arbeit für das Traumauto

Ein Winter lang Arbeit für das Traumauto

Von: Peter Offermann
Letzte Aktualisierung:
10489371.jpg
Der stolze Besitzer und sein Traumauto. Einen ganzen Winter Arbeit steckte Friseurmeister Steven Schmitz in die Instandsetzung seines „Bulli“. Foto: Peter Offermann

Simmerath. „Kein Porsche, kein Lamborghini – der VW Bulli war schon immer mein Traumauto. Ich habe auch vor zehn Jahren schon einmal einen Bulli besessen. Diesen habe ich aber aufgrund des anstehenden Friseurmeisterlehrgangs seinerzeit verkauft. Der Beruf ging vor. Aber schon damals habe ich mir das Ziel gesetzt, irgendwann wieder einen Bulli zu besitzen. Und diesen Traum habe ich mir erfüllt. Während der Suche sah ich zwar die Preise förmlich explodieren, aber vor eineinhalb Jahren bin ich endlich fündig geworden.“

In liebevoller Kleinarbeit hat sich der Simmerather Friseurmeister Steven Schmitz seinen Traum erfüllt und einen Volkswagen T1 aus dem Jahre 1966, im Volksmund „Bulli“ genannt, eigenhändig restauriert. Einen ganzen Winter lang setzte der Friseur mit Unterstützung eines Freundes den Wagen instand. Die Voraussetzungen waren gut, war doch die Karosserie in sehr gutem Zustand. Ein paar technische Erneuerungen hier, ein paar Optimierungen dort – wichtig war es, den Bulli in seinem Ur-Zustand zu belassen.

Aber nicht die Wiederinstandsetzung des Automobils war hierbei die größte Herausforderung. Die Suche nach einem der heißbegehrten Autos hat drei Jahre gedauert. Die Preise, die mittlerweile für den bei Sammlern und Fans beliebten Wagen abgerufen werden, sind astronomisch. Fündig geworden ist Schmitz letztendlich im Allgäu. Und auch der Erstbesitzer lebt noch in der Schweiz, wie Schmitz herausfand.

Arbeitsfreundlicher Motor

Danach begann die eigentliche Arbeit, die Schmitz die meiste Freude bereitet hat. Das „Schrauben“ am eigenen Traumauto. Was übrigens einfacher ist als viele vielleicht denken. „Der luftgekühlte VW ist sehr arbeitsfreundlich. Wenn ich als Friseur das hinbekomme, sollte das für andere Oldtimer-Fans auch kein Problem sein. Klar muss man sich ein wenig mit der Materie beschäftigen. Aber wenn man sich ein wenig damit auskennt, ist es deutlich einfacher als mit modernen Autos. Wobei ich schon immer gerne an Motoren gebastelt habe. Früher waren es die Mofas, heute die Oldtimer.“

Und auch der Fahrspaß kommt mit dem Camper nicht zu kurz. „Der diesjährige Urlaub in den Niederlanden war ein Erlebnis.“ Aber auch die Begegnung mit den Menschen ist für Oldtimerfahrer immer etwas Besonderes. „Das Schöne an dem Fahrzeug ist, dass keiner Neid empfindet. Die Wagen haben ja nun einmal einen gewissen Wert. Das darf man ja nicht außer Acht lassen. Nichtsdestotrotz grüßen einen die Leute, winken einem zu und man kommt sehr schnell ins Gespräch. Da werden dann Anekdoten erzählt und gefachsimpelt. Das hat man bei Neuwagen eher selten.“

Optisches Highlight

Oldtimer sind nicht einfach nur Autos. Sie sind ein optisches Highlight auf jeder Straße und eine mehr als gute Wertanlage. Wer einmal seine Leidenschaft für die charismatischen Wagen entdeckt hat, wird diese so schnell nicht mehr los.

„Der Trend geht dann schnell zum Viertwagen, quasi ein Oldtimer für jede Lebenslage“, merkte Steven Schmitz scherzhaft an.

Und das nächste Projekt ist auch schon in Planung. So wird im kommenden Jahr der VW 411 Schrägheck restauriert werden. Die VW-Familie, bestehend aus Bulli und Käfer wird also um den „Nasenbär“ erweitert.

Leserkommentare

Leserkommentare (1)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert