Ein trockener und kalter Frühlingsmonat

Von: kjl
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Die wilden Narzissen vertrugen die Kühle im April recht gut; sie blühten in diesem Frühjahr besonders lange, so wie hier am Westwallwanderweg bei Simmerath. Foto: P. Stollenwerk

Nordeifel. Nach warmem Start des April folgte bis zum Monatsende eine kalte Dusche mitten im Frühling, kurz vor Ostern kam die große Temperaturwende. Die Monatsmitteltemperaturen erreichten als Folge in Kalterherberg nur 4,9 Grad, in Mützenich 5,4 Grad, in Höfen nur 6,2 Grad und in Roetgen 6,5 Grad.

Rund um Monschau war es der kälteste April seit 1997. Die Abweichung im Vergleich zum Langzeitwert (1981-2010) betrug meist negative 0,9 Grad und fast überall war der April kälter als der März (wie 2012 und 1997 auch). Nur in der ersten Monatshälfte gab es einige frühsommerliche Tage, wobei es am 10. und 14. am wärmsten war, so z. B. 20-23 Grad in den Hochlagen und bis 25 Grad in den Börden rund um Aachen.

Viel nennenswerter waren die eisigen Nächte der zweiten Monatshälfte. Am Morgen des 20. April meldeten alle Stationen im Raum Aachen Luftfrost von -2,5 bis -4,0 Grad, am Erdboden bis -7 Grad. In den Mulden und Flusstälern der Rureifel sanken die Temperaturen noch tiefer: -7,5 Grad in Kalterherberg und -7,2 Grad in Höfen. Am Erdboden registrierten die Beobachter im oberen Rurtal und im Venn rekordverdächtige Werte für den fortgeschrittenen Frühling von bis zu -11,2 Grad (Kalterherberg).

Es war der niedrigste Bodenwert in der zweiten Aprilhälfte seit mindestens 25 Jahren. Die Folgen für die Landwirtschaft waren extrem. Viele Blüten von Obstbäumen erfroren trotz großer Anstrengungen. Die Wechselhaftigkeit des Monats April konnte die anhaltende Dürre in Eifel und Börde nicht beenden. In der Zeit vom 19. März bis zum 17. April fielen örtlich sogar weniger als 5 Liter pro Quadratmeter (l/qm) in 29 Tagen.

Es war die längste Trockenperiode seit 2007, damals blieb es zwischen dem 24. März und dem 6. Mai 44 Tage trocken. Ein Vergleich der Regensummen zeigt, dass alle Stationen im Raum Aachen zwischen 15 und 25 l/qm erreichten. Dies sind gerade mal 20-30 Prozent des Langzeitwertes. In den Hochlagen steigerten sich die Niederschlagssummen nur unwesentlich auf 25-30 l/qm, also ebenfalls viel zu wenig (Roetgen 30 l).

Die Sonnenscheindauer war noch ausreichend, teilweise überdurchschnittlich. Trotz fehlender Hochdruckperioden kamen folgende Summen im Kreisgebiet zusammen: Alsdorf-Warden 178 Stunden, Windpark Schöneseiffen 175, Kalterherberg 167, Mützenich 159 und am Windpark bei Schmidt 154 Stunden. Gewitter oder Sturmböen gab es im April diesmal nicht, aber dafür desto mehr Frostnächte (15 in Höfen und 19 in Kalterherberg).

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