Ein süßer Gruß vom Rotter Dorfladen

Von: ho
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Nur drei von insgesamt 680 Tüten, die als Werbeaktion für das „Rotter Lädchen“ (Nahkauf) in Rott verteilt werden, präsentieren hier Manfred Adrian (v.l.), Gottfried Nonhoff und Andreas Huebner vom Förderverein Rott „Saal Hütten“ e.V.. Foto: Karl-Heinz Hoffmann

Rott. Im Saal Hütten in Rott herrschte jetzt hektische Aktivität. Zehn Mitglieder des Fördervereines Rott „Saal Hütten“ e.V. kämpften sich durch eine Vielzahl von aufgestapelten Kisten mit Schokoladennikoläusen, Äpfeln, Printen, Marzipan und sonstigen Köstlichkeiten und füllten damit 680 Tüten, die in den nächsten Tagen in den Rotter Haushalten verteilt werden.

Grund der schweißtreibenden Packaktion ist der Rotter Dorfladen (Nahkauf), dessen Existenz gesichert werden soll. Das „Rotter Lädchen“, wie es vor Ort gerne genannt wird, war 2009 von der Konsumgenossenschaft Eicherscheid e.G. übernommen und wieder geöffnet worden. Neben Eicherscheid und Rott betrieb die Genossenschaft zu diesem Zeitpunkt auch noch einen Dorfladen in Rollesbroich, der jedoch in diesem Monat aufgrund schlechter Umsatzzahlen geschlossen wurde.

Umsatzsteigerung das Ziel

Dieses Schicksal wollten die Rotter mit ihrem Dorfladen, an dem immerhin 314 Personen finanziell beteiligt sind und der 2013 mit einem leichten Plus auf einen Umsatz von 470.000 Euro kam, nicht teilen. Auch wenn die Aussichten mit Blick auf den gesetzlichen Mindestlohn und die dadurch zusätzlich entstehenden Mehrkosten von rund 14.000 Euro nicht rosig waren, krempelte man in Rott im Kampf um den Laden die Ärmel hoch.

Schließlich galt es durch die vorgenannten Mehrkosten eine Umsatzsteigerung von gut zehn Prozent zu erzielen, um den Geschäftsbetrieb auch für die nächsten Jahre auf ein stabiles Fundament zu stellen. Hierbei ging es allen Beteiligten auch darum, den Dorfladen als sozialen Treffpunkt zu erhalten.

Je nach Wochentag kaufen 200 bis 300 Personen im Laden ein, in dem sich neben einer Annahmestelle für Pakete auch eine Reinigungsannahme befindet. Nachdem der Arbeitskreis „Rotter Lädchen“ mit einem Flyer die Werbetrommel gerührt hatte, beschloss auch der Vorstand des Fördervereins Saal Hütten im Kampf um den Erhalt des Dorfladens mit seiner nicht alltäglichen Tüten-Kampagne einzusteigen.

Deren Vorsitzender Gottfried Nonhoff hatte zuvor bereits per Infobrief die Rotter Bevölkerung zum Thema sensibilisiert und aufgerufen, den Nahkauf zur Haupteinkaufsstätte für den täglichen Bedarf zu machen. Hierbei wurde von ihm auch angeführt, dass man mit dem Laden dem Dorf wieder einen Mittelpunkt geben könne und zudem aufwendige Fahrten zu größeren Einkaufszentren entfallen.

„Wenn man 30 Cent Fahrtkosten je Kilometer rechnet, schont das nicht nur die Umwelt, sondern auch das Portemonnaie“. Allein bei einer Fahrt nach Roetgen würden immerhin Kosten von mehr als vier Euro entstehen, die sich im Vergleich mit den etwas teureren Warenangebotskosten vor Ort erst kompensieren, wenn man außerhalb für mehr als 50 Euro einkaufe.

Mit Hinweis auf die sicher nicht fallenden Benzinpreise sei allein dies für den Dorfladen ein schlagendes Argument vor allem bei kleineren Einkäufen.

Der Geschäftsführer des Fördervereins, Manfred Adrian, führt zudem an, dass man sich beim Einkauf vor Ort nicht nur selbst helfe, sondern auch den vielen älteren und behinderten Menschen. Die Verteilung der mit zahlreichen Leckereien gefüllten roten Tüten, die mit dem Aufdruck „Eine schöne Adventszeit Nahkauf Rott“ versehen sind, sollten daher auch ein Zeichen der Solidarität mit dem Dorfladen setzen.

„Wir wollen mit dieser Aktion die Rotter Bürger für den Einkauf in unserem Lädchen sensibilisieren“, erklärte Adrian gegenüber unserer Zeitung und ergänzte: „Wenn wir unser Ziel erreichen, ist der Geschäftsbetrieb des Rotter Lädchens auch für die nächsten Jahre auf ein gesundes Fundament gestellt“.

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