Ein starkes Stück Ostbelgien für ein ganzes Jahr

Von: P. St.
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„Täglich Ostbelgien“ heißt ein neuer Bildband , der jetzt im Eupener Grenz-Echo-Verlag erschienen ist. Bilder und kurze Texte begleiten den Betrachter durch alle Tage des Jahres. Foto: David Hagemann

Nordeifel. Ein starkes Stück Ostbelgien hat jetzt der Eupener Grenz-Echo Verlag (GEV) auf den Tisch gelegt: „Täglich Ostbelgien – Bilder und Gedanken für jeden Tag“ heißt der Bildband mit 366 Aufnahmen. Ergänzt wird das kompakte Werk mit nachdenklichen, meditativen, humorvollen oder philosophischen Zitaten.

Das Prinzip dieser Präsentation hat sich bereits vielfach bewährt. Jedem Tag des Jahres werden ein Bild und ein Zitat zugeordnet, das den Betrachter zum Schauen und Nachdenken anregen und ein Begleiter durch den Tag sein soll. „Man merkt nie, was schon getan wurde, man sieht immer nur, was noch zu tun bleibt.“ Dieses Zitat steht neben dem Bild vom 1. Mai, dem „Tag der Arbeit“. Daneben ist eine stimmungsvolle Abendaufnahme vom Parlamentsgebäude am Eupener Kehrweg zu bewundern.

„Täglich Ostbelgien“ ist schon rein äußerlich ein außergewöhnliches Werk: 768 Seiten stark, stolze 1,7 Kilogramm schwer und gedruckt im nicht alltäglichen 14-mal-21-Zentimeter-Querformat. Das Buch liegt tatsächlich schwer in der Hand, der Leser bekommt viel Abwechslung geboten: Jedem Tag des Jahres ist eine Doppelseite gewidmet, die rechts mit einem Bild und links mit Datum und einem Gedanken oder Zitat zum Tag versehen ist.

Die Fotoaufnahmen stammen überwiegend vom Grenz-Echo-Fotografen David Hagemann. Der 1977 in Eupen geborene Hagemann absolvierte eine Ausbildung bei Christian Charlier (xact photography) und war Assistent bei Hermann Weisweiler in Aachen/Eupen. Anschließend war er selbstständiger Fotograf in Hamburg. Zu seinen Kunden gehörten renommierte Häuser wie der Axel-Springer-Verlag und Sports Illustrated. Seit 2009 arbeitet er für die Tageszeitung Grenz-Echo und den Aachener Print‘n‘Press-Verlag.

Beträchtliche Bandbreite

Die Bandbreite seiner Motive ist beträchtlich: Die Landschaft Ostbelgiens spielt nur eine untergeordnete Rolle, mehr Platz wird Menschen und Alltagssituationen eingeräumt. Die journalistische Tätigkeit des Fotografen durchzieht den Band wie ein roter Faden. Zahlreiche Veranstaltungen, von Sport, über Kultur bis hin zu politischen Treffen, sorgen für eine in der Tat bunte Sammlung.

„Wir haben uns bemüht, eine ausgewogene Auswahl zu treffen und die Jahreszeiten sowie besondere Ereignisse in diesem ostbelgischen Jahreskalender zu berücksichtigen“, sagt GEV-Verlagsleiter Guido Bertemes. „Es war eine spannende Reise durch das Jahr, wir haben immer eine Auswahl treffen müssen. Schade, dass das Jahr nur 365 beziehungsweise 366 Tage hat, wir hätten ohne weiteres noch mehr Bilder berücksichtigen können“, sagt Bertemes.

Die Zitate zu den Aufnahmen hat Guido Bertemes zusammengetragen. Er bediente sich aus verschiedenen Quellen. Eine dieser Quellen waren die in den letzten Jahren vom Parlament der Deutschsprachigen Gemeinschaft mit dem Literaturpreis ausgezeichneten Werke. Hier fanden sich sehr oft spannende und informative Textpassagen. Aber auch humorvolle und einfach nur freche Sprüche sind im Buch vermerkt. Aber auch Autoren von Weltrang, wie Antoine de Saint-Exupéry, Victor Hugo odr William Shakespeare haben den Weg ins Buch gefunden haben.

Was man beim Durchblättern vermisst, ist die Zuordnung der Bilder. Da muss man raten oder sich auskennen. Wo hat der Fotograf den freundlichen Straßenkellner getroffen, welche Kirchtürme ragen da in Himmel, welcher Trainer steht da im Regen, und zu wem gehört eigentlich das hübsche Gesicht am 7. Februar? Kurze Bilderläuterungen hätte das gelungene Werk noch besser gemacht.

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