Ein skeptischer Blick in die Werkstatt

Von: Sarah Maria Berners
Letzte Aktualisierung:
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Ein Blick über die Schultern der Stukkateur-Lehrlinge: Beim Girls Day informierten sich Schülerinnen im BGZ und in Betrieben über Handwerksberufe. Foto: S.M. Berners, WVER

Nordeifel. So richtig geheuer sind den Schülerinnen die großen Werkstätten nicht. Es ist staubig und laut und überall - außer in der Bäckerei - sind nur Männer zu sehen. Fliesenleger, Schreiner, Stuckateure - aber keine „-innen”.

Doch gerade das gilt es mit dem Girls Day, der am Donnerstag in einigen Betrieben der Region und in den BGZ-Werkstätten stattfand, zu verändern. Der Tag wurde ins Leben gerufen, um Mädchen frühzeitig für Berufe im technischen, naturwissenschaftlichen oder eben handwerklichen Bereich zu begeistern.

„Unserer Mitgliedsbetriebe suchen viele talentierte Jugendliche als Lehrlinge”, sagt Ralf W. Barkey, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer. Gerade Frauen hätten gute Karrierechancen im Handwerk. Bei den Absolventen gehören sie nicht selten zu den besten. Trotzdem gibt es nur wenige Frauen in den noch immer klassischen Männerberufen. Aufgrund des demografischen Wandels sind die Handwerksbetriebe aber mehr denn je auf Nachfolger beider Geschlechter angewiesen.

Allein ihn zu finden ist noch nicht leicht. „Erstens weil wir immer ziemlich schmutzig sind und zweitens sind viele Tätigkeiten auch körperlich sehr anstrengend”, sagt Stuckateur-Ausbildungsmeister Michael Philippart, während seine Lehrlinge den Stuck von den Wänden schlagen und die Schülerinnen mit großen Augen daneben stehen. Ob das ein Beruf für sie sein könnte, das wissen sie noch nicht. Interessant sind die Gipsformen und die Möbelstücke in den Werkstätten allemal. Und bis sich die Schülerinnen für einen Beruf entscheiden müssen, ist es ja auch noch etwas hin. Einen ersten Einblick in das Handwerk hatten sie schon und vielleicht werden sie sich, wenn die Bewerbungen anstehen, daran erinnern.

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