Ein Schutzmann steht an der Ecke

Von: ess
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Toni Küffen (li.), neuer Leit
Toni Küffen (li.), neuer Leiter der Polizeiwache in Roetgen, freut sich auf seine neue Aufgabe und die Zusammenarbeit mit seinem Kollegen Hermann Pauls. Foto: Ernst Schneiders

Roetgen. Den Schutzmann an der Ecke, den man heute korrekt Bezirksbeamter nennt, hat es in Roetgen eigentlich immer gegeben. Zuletzt, nach der Pensionierung von Eugen Kaesler, stand Hermann Pauls alleine an der Ecke.

Seit Ende Oktober steht wieder jemand neben ihm: Anton (Toni) Küffen komplettiert als neuer Dienststellenleiter die Wache Roetgen. Aus 18 Bewerbern wurde der Polizeihauptkommissar (PHK) für die Vakanz ausgewählt.

Seit 1974 ist Toni Küffen bei der Polizei und begann seine Laufbahn in Linnich. Der Weg führte ihn nach Köln, sodann zurück nach Aachen, zunächst in den Streifendienst und anschließend zwölf Jahre in die Leitstelle im Polizeipräsidium. Weiter ging es nach Stolberg, wo Küffen fünf Jahre als Wachdienstführer tätig war und bis zu seiner Versetzung nach Roetgen zehn Jahre als Sachbearbeiter in der Führungsstelle, wo er, hauptsächlich als Innendienstler, die Einsätze in der gesamten Region organisierte. 1. PHK Wolfgang Robioneck lobte denn auch bei der Vorstellung des „Neuen” in der Roetgener Wache die große Erfahrung des 57-Jährigen, für den, so Robioneck weiter, Roetgen die letzte Station seiner Karriere werden dürfte.

Auf diese Tätigkeit in Roetgen freut sich Küffen sehr, der die kleine Gemeinde durch seine administrative Arbeit bereits gut kennt. „Die Zusammenarbeit mit Roetgen war immer ausgesprochen gut, und jetzt ist es schön, das auch persönlich feststellen zu können.” In den ersten Wochen hat Toni Küffen bereits das kollegiale Miteinander mit seinem Kollegen Hermann Pauls und die unkomplizierte Zusammenarbeit mit der Gemeindeverwaltung schätzen gelernt. Kein Wunder, man sitzt schließlich Tür an Tür im Rathaus, die Wege sind kurz.

Kontakt zu jungen Menschen

Überwiegend „auf der Straße” sein will Küffen, mit den Menschen reden, ihr Vertrauen gewinnen und ihnen vermitteln, dass die Polizei in der Tat Freund und Helfer ist. Ein fairer und vorurteilsfreier Umgang hat für ihn Priorität. Wichtig ist ihm auch der Kontakt zu jungen Menschen, zur Grundschule und zu den Kindergärten, eine Umgebung, die der zweifache Großvater bestens kennt, und er lacht, wenn er von seinem „schweren Stand” spricht, denn neben den beiden Enkeltöchtern komplettieren zwei Töchter und seine Ehefrau das „Fünf-Frauen-Haus” am Breinigerberg in Stolberg, wo Küffen Geschäftsführer beim Fußballclub ist und in der närrischen Session bei den „Brasselbrüdern” mitmacht, einer kleinen Karnevalsgesellschaft, die außerhalb der Stolberger Stadtmauern wohl kaum jemand kennen dürfte.

In der Gemeinde Roetgen wartet eine Menge Arbeit auf die beiden Bezirksbeamten, und wenn es, wie aktuell bei den Martinszügen, sehr viel wird, dann kann man sich auf die Feuerwehren aus Roetgen und Rott verlassen, und auf die Helfer des DRK, die fleißig mitmachen, um diese Veranstaltungen reibungslos über die Bühne zu bringen.

Niemand wird abgewiesen

Mit Neugier und guter Laune will Toni Küffen seine neue Aufgabe angehen: „Wenn man schon mit einem langen Gesicht zum Dienst kommt, dann haut das nicht hin.” Wer auch immer Rat oder Hilfe brauche, der könne sich vertrauensvoll an die Polizei in Roetgen wenden. Niemand werde abgewiesen, oder wie Hermann Pauls es formulierte: „Es gibt kein Thema, für das wir uns als nicht zuständig erklären.”

Der Kalterherberger geht im kommenden Frühjahr in Pension. Dann muss sich Toni Küffen nach einem neuen Kollegen umschauen.
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