Ein Riesenspaß auf dem Beifahrersitz quer durch die Eifel

Von: ani
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Vorfreude und Begeisterung schon vor der Tour: Menschen mit Handicap waren beim sechsten Motorrradausflug, den Siggi Kather (auf dem Motorrad) vom Motrorradclub Eicherscheid organisiert hatte, dabei. Einhelliger Tenor danach: „Nächstes Jahr fahren wir wieder mit!“ Foto: A. Hoffmann

Konzen/Eicherscheid. Viel Betrieb herrschte am Sonntagmorgen in der sonst so ruhigen Breite Straße in Konzen. Rund um das Haus von Siggi und Uschi Kather waren zwei Motorradgespanne, sechs Solomaschinen und fünf Trikes aufgefahren. Sie sollten noch eine 120 Kilometer lange Tour quer durch die Eifel hinlegen.

Siggi Kather, Sportleiter des Motorradclubs Eicherscheid, hatte erneut zum jährlichen Ausflug mit behinderten Menschen geladen, und im Garten der Kathers hatten sich 26 Tourteilnehmer, eingefunden, die der Ausfahrt entgegenfieberten. Kather erklärte: „Wir veranstalten diese Tour nun schon zum sechsten Mal und den Behinderten macht das immer wieder einen Riesenspaß.“

Bei der diesjährigen Ausfahrt waren 13 motorsportbegeisterte Menschen mit Handicap dabei, die schon vor der Abfahrt mit ihrer Begeisterung nicht hinter den Berg hielten. Die war besonders zu spüren, als die Trikes mit dröhnenden Motoren erschienen. Die chromblitzenden Dreiräder gehörten zu den „Rhein Erft Trikern“, die sich von Siggi Kather für die jährliche Ausflugstour gerne hatten gewinnen lassen. Im Garten der Kathers lagen im Übrigen für die gehandicapten Tourteilnehmer Helme, Jacken und Handschuhe zum Anprobieren bereit, so dass alle bestens ausgerüstet losfahren konnten.

Nachdem man sich vorab auf die Maschinen verteilt und jeder seinen Bikerpartner gefunden hatte, startete die Tour. Die von Siggi Kather ausgearbeitete 120 Kilometer lange Tour führte von Konzen über Nideggen, Wollerscheid, Satzvey, Kall, Schleiden, Dedenborn und Hammer wieder zum Startpunkt zurück. Auf der landschaftlich schönen Strecke legte man immer wieder Verschnaufpausen ein, wobei die Plätze getauscht wurden, so dass fast jeder in den Genuss kam, auf verschiedenen Motorrädern mitzufahren.

Am Ende kehrte man dann wieder bei Familie Kather in Konzen ein, wo sich ein reger Meinungsaustausch zwischen Bikerfreunden und den Menschen mit Handicap entwickelte. Deren leuchtende Augen und strahlende Gesichter waren für die Fahrer der Zwei- und Dreiräder sicher der größte Lohn für ihr Engagement.

Zur ursprünglichen Idee für die Motorradtour mit Behinderten merkte Andrea Hein von der „KoKoBe“ Nordeifel an, dass diese bei einem gemeinsamen Stammtisch mit dem Motorradclub Eicherscheid entstanden sei. Das Ziel der KoKoBe ist es im Übrigen, Menschen mit Behinderungen dabei zu unterstützen, ein möglichst selbstbestimmtes Leben zu führen. Da passt ein Ausflug mit dem „Moped“ ins Grüne sicher hervorragend.

Am Ende der diesjährigen Tour war es denn kein Wunder, dass von den Mitfahrern als einhelliger Tenor „Nächstes Jahr wieder...“ zu hören war. Fazit von Siggi Kather: „Das Wichtigste ist jedoch: Es hat wieder allen Beteiligten Spaß gemacht.“

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