Ein rekordverdächtiger Ausklang an der Krippe in Höfen

Von: Peter Stollenwerk
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Ein großartiger Ausklang an der Landschaftskrippe in der Pfarrkirche St. Michael Höfen: Die neue Rekordsumme 37.550 Euro kam für die Kinderkrebshilfe in der Region Aachen zusammen. Der singende Hirte Reiner Jakobs und Prof. Rolf Mertens (Mitte) freuen sich mit den vielen Helfern über das riesige Ergebnis. Foto: P. Stollenwerk

Höfen. Die große Bühne ist nicht unbedingt der Platz, wo Reiner Jakobs sich wohlfühlt. Aber am vergangenen Samstag kam der der singende Hirte nicht daran vorbei, seinen sicheren Platz in der Landschaftskrippe der Pfarrkirche St. Michael Höfen zu verlassen.

Es war ein großartiger Moment und ein phantastischer Ausklang nach fast neun Wochen Aufenthalt in der Krippe, als Reiner Jakobs, angekündigt durch Fanfarenklänge, das Ergebnis seines nimmermüden Engagements vor dem Altar enthüllte, ehe er dann rasch, aber auch gerührt und ergriffen von diesem riesigen Ergebnis, wieder in den Hintergrund trat.

Auch die zahlreichen Besucher in der Kirche staunten, als der 69-Jährige die mit weißen Tüchern verhüllte Spendentafel freigab. 37.550 Euro haben die über 10.000 Besucher der Landschaftskrippe in der Weihnachtszeit 2010/11 gespendet - eine wahrlich unglaubliche Summe.

Das ist ein neues Rekordergebnis bei der inzwischen 20. Aktion für den singenden Hirten und auch für die Kinderkrebshilfe in der Region, denn wie auch schon den Vorjahren geht der gesamte Ertrag der Aktion erneut an die Kinderkrebsstation des Klinikums in Aachen.

Spenden gut angelegt

Der Leiter der Station, Professor Dr. Rolf Mertens, war gerne nach Höfen gekommen, um die Summe entgegenzunehmen. „Das ist unglaublich, ich bin fast sprachlos”, brachte Mertens seine Bewunderung für das überdurchschnittliche Engagement von Reiner Jakobs zum Ausdruck, der in seinen Dank auch Ehefrau Irmgard einschloss.

Mertens versicherte, dass die Spenden gut angelegt würden und damit die Forschung, aber auch die familiengerechte Ausstattung der Station, unterstützt werde. 80 Prozent der an Krebs erkrankten Kinder könnten heute erfolgreich behandelt werden, und die Unterstützung von Reiner Jakobs sei auch gleichzeitig eine große Motivation für das gesamte Team der Station. Die hohe Spendensumme zeige, „dass die Menschen Ihnen vertrauen”. Der Dank galt aber auch den zahlreichen Helfern, „die diese einmalige Krippe mitgestaltet haben”.

Reiner Jakobs habe die Landschaftskrippe in der Höfener Kirche zu seiner „Herzensangelegenheit” gemacht, zeigte sich Pastor Karl-Heinz Stoffels vom Engagement des singenden Hirten begeistert. „So viel Zeit wie Sie verbringen nicht viele Menschen in der Kirche”, sagte der Höfener Seelsorger auch zukünftig seine Unterstützung zu. Mit dieser Aktion werde menschliche Not gelindert und zudem werde durch die Krippe die Menschwerdung Christi lebendig.

Genau 59 Tage und 472 Stunden hat Reiner Jakobs seit dem 4. Dezember in seiner Krippe verbracht. Zwei Wochen dauerte der Aufbau der sich über 20 Meter Breite erstreckenden Krippenlandschaft.

Die nachhaltige Wirkung der Landschaftskrippe auf die Menschen komme auch in vielen Einträgen im Gästebuch zum Ausdruck. „Es ist ein Genuss, die Krippe und die klangvolle Stimme zu erleben”, und anderer Stelle ist zu lesen: „Danke, lieber Gott, dass wir das jedes Jahr erleben dürfen.”

Gäste aus England, berichtet Reiner Jakobs, „konnten es gar nicht glauben als sie Krippe sahen”, und ein Ehepaar wählte sogar die Höfener Landschaftskrippe als Platz aus, um hier das Eheversprechen zu erneuern.

Zum Ausklang der Spendenübergabe nahm Reiner Jakobs dann noch einmal in der Krippe Platz und entließ die Besucher mit einigen ergreifenden Liedern, begleitet von Gitarre, Mundharmonika und Panflöte.

Das „Ave Maria der Berge” und „Ein schöner Tag” erfüllte den Kirchenraum, ehe dann heute das große Aufräumen beginnt, aber für Reiner Jakobs sind die Gedanken schon fast wieder in der kommenden Weihnachtszeit: „Damit kann man nicht einfach aufhören”, weiß der singende Hirte, um dann ganz in seiner bescheidenen Art anzufügen: „Es ist doch nur ein Hobby.”
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