Ein neues Haus für die Vereine am Dorfplatz

Von: dm
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Freuen sich auf das neue Vereinshaus am Dorfplatz, ganz nahe an Schule und Kindergarten (von links): Monschaus Beigeordnete Margareta Ritter, Schulleiterin Marion Wernerus, Kindergartenleiterin Silke Bongard, Stefan Herbst, Egon Kell, Bernd Mainz, Hartmut Förster und Ortsvorsteher und Vorsitzender des Musikvereins, Matthias Steffens. Foto: dm

Konzen. Mitte August soll mit den Bauarbeiten eines neuen Vereinshauses am Dorfplatz in Konzen begonnen werden. Zur Kleinkirmes im Mai nächsten Jahres, so der Wunsch von Ortsvorsteher Matthias Steffens, soll das Haus am dem Dorfplatz fertig sein.

Der kleine Saal innen hat Platz für 100 Leute. Zum Haus gehören eine Bühne, eine Teeküche, ein WC, ein Abstellraum im Keller und ein Raum für kleinere Gruppen im Obergeschoss sowie eine Empore mit Blick auf und in den Saal.

Nutzen können das Vereinshaus neben dem Musikverein Eintracht und dem Theaterverein Konzen (als Initiatoren des Projektes) vor allem die Schule und der Kindergarten sowie die interessierten Ortsvereine.

Das Haus gleich gegenüber der Turnhalle wird nach ersten Berechnungen 512.000 Euro kosten. Die Stadt Monschau fördert das neue „musisch-kulturelle Freizeit- und Bildungszentrum” mit 300.000 Euro aus dem Konjunkturprogramm des Bundes, Musikverein und Theaterverein bringen an Eigenmittel und Eigenleistung etwa 212.000 Euro auf.

Musik- und Theaterverein haben das Projekt nun im Pressegespräch vorgestellt. Dabei erläuterten für den Musikverein Matthias Steffens (Vorsitzender), Hartmut Förster (Geschäftsführer) und Bernd Mainz (Kassenwart) sowie Egon Kell und Stefan Herbst für den Theaterverein die Hintergründe und die Konzeption des neuen Vereinshauses.

Nach eifrigen Diskussionen haben Musikverein und Theaterverein als Initiatoren dieses Konzept entwickelt. Auf dem Platz an der Konrad-Adenauer-Straße zwischen der Treppe zum Pavillon und der Einfahrt zur Schule kann ein Haus gebaut werden.

Ausmaße und Größe nach dem ersten Planentwurf: das Haus wird 24 Meter lang, etwa neun Meter breit und gut 6,80 Meter hoch: Der Saal ist 90 Quadratmeter groß, die Bühne 37 Quadratmeter; dazu kommen eine kleine Empore und ein Raum im Obergeschoss (37 Quadratmeter groß), eine Teeküche und eine (barrierefreie) WC-Anlage, die auch bei Veranstaltungen auf dem Dorfplatz geöffnet wird.

Konjunkturpaket hilft

Im Keller unter der Bühne wird ein Lagerraum geschaffen. Vorgesehen ist auch, dass das Haus zum Schulhof hin eine große Fensterfront (sechs Meter breit) erhält, die bei Veranstaltungen auf dem Dorfplatz, besonders beim Monschau Marathon, geöffnet werden kann.

Musik- und Theaterverein haben sich frühzeitig mit dem Vorhaben an die Stadt gewandt, auch um zu klären, ob und wie die Stadt helfen kann. Dabei hat das Konjunkturpaket, das der Bund unlängst wegen der Finanz- und Wirtschaftskrise aufgelegt hat, das Projekt „einen guten Schritt weitergebracht”, freut sich Matthias Steffens, Vorsitzender der „Eintracht” und Ortsvorsteher von Konzen. Er sieht die große Chance, durch das Vereinshaus, das im Arbeitstitel noch „musisch-kulturelles Bildungs- und Freizeitzentrum” heißt (abgekürzt „Kleiner Muk”), die Konzener Ortsmitte deutlich aufzuwerten.

Kein anderer Ort in der Stadt könne in der Ortsmitte konzentriert so viele Einrichtungen anbieten wie eben Konzen: Schule, Kindergarten, Turnhalle, Gymnastikhalle, Dorfplatz samt Pavillon, den Jugendraum im Keller der Schule, einen Festplatz (für ein großes Zelt wie demnächst wieder beim Kreismusikfest).

Matthias Steffens machte aber deutlich: Die Kirmes wird weiterhin im Saal gefeiert. Daher werde auch keine „Vereinshalle” wie in anderen Orten errichtet, zudem werde auch das Vereinshaus nicht für private Feierlichkeiten vermietet, um so die örtliche Gastronomie zu schützen.

„Klassische Dorferneuerung”

Gleichwohl soll mit Hilfe des Hauses die Bildungs-Infrastruktur ausgebaut werden, das sozial-kulturelle Leben soll neue Impulse erfahren und sich dabei in der Ortsmitte und damit in der Nähe der Grundschule konzentrieren.

Monschaus Beigeordnete Margareta Ritter lobte bei der Vorstellung des Projektes das Vorhaben als „klassische Dorferneuerungs- und Bildungsmaßnahme”, sie wird das Projekt nach Kräften unterstützen: Dass Vereine sich gemeinsam auf den Weg machen zu einem neuen Zentrum, das ist „das Beste für das Dorf”, dabei sei die Integration von Schule und Kindergarten schon perfekt.

Stadt als Antragsteller

Die Stadt wird Bauherr und damit auch Antragsteller für die Fördermittel sein, später werden Musik- und Theaterverein für Betrieb und Verwaltung des Hauses eine eigenständige Gesellschaft gründen. Über eine Trägergesellschaft bringen beide Vereine zudem Eigenleistung, Bar- und Sachmittel ein. Gegen eine Gebühr (Kostenbeteiligung) können auch andere Vereine und Gruppen das Haus für ihre Zwecke und Ziele nutzen. Zwei Tage nach dem Kreismusikfest am 16. August sollen die Bauarbeiten mit dem Spatenstich beginnen.

Übrigens: Die „Konzener Kuh” erhält ein paar Meter neben dem Vereinshaus einen neuen Standort.
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