Nordeifel/St. Vith - Ein Meilenstein in der touristischen Infrastruktur

Ein Meilenstein in der touristischen Infrastruktur

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Gemeinsam für die Vennbahn (v.l.n.r): Minister Claude Wiseler, Ministerin Isabelle Weykmans, Berater Frédéric Razée und Städteregionsrat Helmut Etschenberg.
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Schon lange vor der in dieser Woche erfolgten offiziellen Eröffnung des Vennradweges im ostbelgischen St. Vith wurde die Strecke bereits von den Zweiradfahrer angenommen. Ganz nahe der Natur befindet man sich im Paustenbacher Venn.

Nordeifel/St. Vith. Jetzt ist der Weg frei: In St.Vith wurde der 125 Kilometer lange Vennbahn-Radweg, einer der längsten Bahntrassenwege Europas, offiziell eröffnet. An dem Festakt im Konferenzzentrum „Triangel“ in unmittelbarer Nähe zum Radweg nahmen etwa 150 geladene politische Gäste und die beteiligten Projektpartner teil.

Für Ostbelgien und die Nachbarregionen in Deutschland und Luxemburg bedeutet die Realisierung dieses Radweges mit Gesamtkosten von etwa 14,7 Millionen Euro einen Meilenstein in der touristischen Infrastruktur. Das betonte auch Isabelle Weykmans, Ministerin für Tourismus der Deutschsprachigen Gemeinschaft Ostbelgiens. Sie bezeichnete die Vennbahn als ein „gelungenes Beispiel für grenzüberschreitende Zusammenarbeit innerhalb Europas.“

Von Aachen nach Luxemburg

„Als die touristische Nutzung der Vennbahn im Jahr 2001 zu Ende ging, wurde ein neues Projekt geschaffen. Die Vennbahn wurde als Rückgrat für den regionalen Tourismus konzipiert und erweitert das bestehende Angebot“, sagte die Ministerin. Die Deutschsprachige Gemeinschaft (DG), die Region Wallonne und die Gemeinde Weismes investierten zusammen etwa 5,8 Millionen Euro in das Interreg-Projekt.

Helmut Etschenberg von der Städteregion Aachen sagte, er sei stolz darauf, nun eine Strecke von der Kaiserstadt Aachen zur Europastadt Luxemburg vorweisen zu können. Er hob die Vermittlerrolle der DG bei der Planung hervor: „Ohne sie lägen die Pläne wohl noch in der Schublade. Die Vennbahn ist ein Symbol von Frieden und Freundschaft“, so der Städteregionsrat.

Weitere Radwege sollen folgen

Die Luxemburger Infrastruktur-Minister Claude Wiseler und Marco Schank bezeichneten die Vennbahn als ein wichtiges Mosaikstück zur Ergänzung des engmaschigen Radwegenetzes auf ehemaligen Bahntrassen in der Region. Die RAVeL-Strecke endet am Bahnhof von Troisvierges, von dort ist eine schnelle Bahnverbindung in Richtung Luxemburg-Stadt möglich.

Frédéric Razée sagte als Vertreter des Wallonischen Ministers für öffentliche Arbeiten, dass „die Grenzen, die die Regionen Europas einstmals teilten, sie heute verbinden“. Er betonte, dass weitere grenzüberschreitende Radwege folgen sollen. So hätten auf deutscher Seite die Arbeiten zur Verlängerung des Kylltalradweges in Richtung belgische Grenze begonnen, die von Jünkerath ausgehend auf Höhe von Weismes an die Vennbahn anschließt. Auch auf belgischer Seite seien die Pläne zur Erweiterung der Vennbahn-Route nach Deutschland bereits sehr weit gediehen.

Mit einem Film über die wechselvolle Geschichte der Vennbahn hatte die Veranstaltung begonnen. Als Gastgeberin erläuterte Sandra De Taeye, Direktorin der Tourismusagentur Ostbelgien und Vertreterin der Eifel-Ardennen-Marketing EWIV, die erfolgreichen Bemühungen der insgesamt 13 Projektpartner aus drei Ländern. Später stellte sie das eigenständige Vermarktungskonzept der Vennbahn vor.

Bürgerfest in Bütgenbach

Der Schlussakt wurde durch eine zeitgenössische Interpretation der Compagnie Irene K. und einen musikalischen Beitrag des Pianisten Dave Michels aufgewertet. Symbolisch wurde die Bündelung der Kräfte aller beteiligten Partner durch die Nationalflaggen verdeutlicht. Die Vennbahn gilt damit offiziell als eröffnet.

Im Rahmen der Veranstaltung „Le Beau Vélo de RAVeL“ am 3. August in Bütgenbach ist die dann Bevölkerung zur Eröffnungsveranstaltung eingeladen.

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