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Ein Marathon auch für die 400 Helfer

Von: Heiner Schepp
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Der vollbesetzte Konzener Dorfplatz und die traditionelle Marathonfete bildeten den richtigen Rahmen für die Siegerehrungen anlässlich des 37. Monschau Marathons. Foto: Heiner Schepp
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Markus Breuer (Bergwacht Rohren) und Marion Braun (Germania Eicherscheid) liefen beim Ultra-Marathon jeweils auf den zweiten Platz und waren damit auch beste Eifeler über die 56 Kilometer.
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Mächtig stolz ist man beim TV Konzen auf den Laufnachwuchs. Gleich vier Staffeln, zwei davon gemischt, gingen beim 37. Monschau Marathon an den Start und alle vier blieben unter vier Stunden Gesamtlaufzeit.
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Die Naturstrecke des Monschau Marathon – hier das Vennstück des Ultralaufes – ist das größte Pfund, mit dem der Lauf wuchern kann und Jahr für Jahr Sportler aus Deutschland, Europa und aller Welt anlockt.

Konzen. Als die Sportler sich längst von ihren Strapazen ausruhten oder stolz von ihren ganz persönlichen Siegen berichteten, erreichten die „Helden im Hintergrund“ ihr Marathon-Ziel. Getreu dem Motto „Viele Hände, schnelles Ende“ machten sich die fast 400 fleißigen Helfer ans Aufräumen rund um den Dorfplatz und an den Versorgungsständen.

Der Riesenstab an Ehrenamtlern aus allen Abteilungen, aus dem Umfeld des TV Konzen und aus anderen Orten war auch in diesem Jahr der Garant für das Gelingen des größten Sportfestes in der Eifelregion.

TV-Vorsitzender Oliver Krings und sein Organisationsteam strahlten, bei aller Arbeit, schon am Sonntagnachmittag mit dem angenehmen Sommerwetter um die Wette. Wieder einmal war die – diesmal sogar auf vier Tage ausgedehnte – Großveranstaltung weitgehend reibungslos über die Bühne gegangen.

„Das ist einfach unbeschreiblich und jedes Jahr ein tolles Erlebnis“, sprach Kurt Koll, Läufer vom SC Komet Steckenborn, sicherlich für viele Sportler und Besucher der 37. Auflage des „MoMa“. Ob auf der Strecke oder im Zieleinlauf, an den Imbiss- und Getränkeständen oder in der reichhaltigen Cafeteria, im schattigen Ergebniskeller oder bei der wuseligen Anmeldung in der Gymnastikhalle, beim Aufbau oder kräftezehrenden Abbau hinterher – die Mammut-Organisation ist einfach eingespielt und wird auf Anregung jedes Jahr weiter optimiert.

Und natürlich müssen an dieser Stelle auch die Sponsoren Erwähnung finden, ohne die eine Veranstaltung dieser Größenordnung nicht zu stemmen wäre.

Unter dem Strich steht ein sportliches Volksfest mitten in den großen Ferien, dass auch ein immenses touristisches Potenzial besitzt.

Viele, die Monschau beim Marathon erstmals erlebten, kehrten als Urlaubsgäste wieder, am späteren Sonntagnachmittag genossen auffallend viele Gäste in sportlicher Kleidung oder gar mit dem giftgrünen diesjährigen Marathon-Shirt ihren Kaffee auf dem Marktplatz in der Altstadt. Und dass am Marathon-Wochenende das Hotelbett in und um Monschau rar wird, ist schon seit Jahren die Regel.

Auffällig dabei ist, wie die Herkunftsliste der Starter Jahr für Jahr bunter wird. Waren noch vor zehn Jahren Italiener oder Briten die „Exoten“, so war in diesem Jahr Australien als einziger Erdteil nicht in Konzen vertreten. Das führt für die lokale Presse hier und da zu etwas beschwerlicheren Interviews mit den weit gereisten Gästen. Ein – offensichtlich asiatischer Läufer fasste seine Eindrücke kurz nach dem Zieleinlauf in einem Wort zusammen, dass er circa 16 mal wiederholte: „Amazing...!“

Bei Oliver Krings klang das so: „Wir sind mit dem Verlauf des Marathonwochenendes sehr zufrieden, und ich freue mich über die wieder einmal fantastische Unterstützung durch die vielen, vielen ehrenamtlichen Helfer in Konzen und in den umliegenden Orten, die den Sportlern einen wirklich herzlichen Empfang überall bereitet haben. Sie haben ganz besonders für die familiäre Atmosphäre rund um den Marathon gesorgt.“

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