Ein Lied für Monschau: Liebeserklärung an Senf und Altstadt

Von: Andreas Gabbert
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Bei ihnen dreht sich alles um Musik, Monschau und den Senf: Gerrit Schneider, Heiko Valentin-Krebs, Julia Reitz, Simon Dick, Annika Mathar, Adalbert van Londen, Leonie Schreiber, Daniel Wiegand und Dylon Frings (von links) schreiben Songs über Monschau.

Monschau. Alles dreht sich bei ihnen um die Musik, um die Stadt Monschau und zurzeit auch um den Senf: Die Schüler-AG des St.-Michael-Gymnasiums schreibt Lieder über die Altstadt. „Mein Song für Monschau“ heißt das Projekt, ein Auftritt ist geplant.

Jede Woche treffen sich die sieben Schüler und Schülerinnen des St.-Michael-Gymnasiums in Monschau nach der Schule im Musikraum mit dem Musiker Daniel Wiegand und dem Journalisten Adalbert van Londen, um Melodien zu komponieren, Texte zu schreiben oder in der Altstadt gemeinsam auf die Suche nach Inspirationen für neue Lieder zu gehen. „Mein Song für Monschau“ heißt das Projekt. Gefördert wird es im Rahmen des Landesprogramms „Kulturrucksack NRW“. Der Kontakt kam über die Kulturreferentin der Städteregion, Dr. Nina Mika-Helfmeier, zustande.

Gestartet ist das Projekt nach den Herbstferien. Bis Ende Februar will die Projektgruppe drei bis vier Lieder einstudieren. Über das Rote Haus, den Lernort Natur, eventuell über den Weihnachtsmarkt und eben über den Monschauer Senf.

Wenn die musikbegeisterten Schüler ihr Senflied im Stil einer Pop-Ballade anstimmen, klingt es wie eine Liebeserklärung. Sie wiegen sich im Takt der Musik, sind ganz bei der Sache und gehen völlig in der Musik auf – auch wenn es sich nur um Senf handelt.

„Ein Lied über Senf zu schreiben, ist nicht ganz leicht, umso erstaunlicher ist es, was dabei herauskommt“, sagt Bert van Londen.

Zu Beginn stand erstmal ein Besuch und eine Führung in der Senfmühle an, um erste Eindrücke zu sammeln. „Wir hatten dann auch schnell einen Refrain, den haben wir aber wieder verworfen“, sagt Simon Dick aus Kalterherberg, der die 6. Klasse besucht. „Danach haben wir angefangen, das Lied zu schreiben“, erzählt der zwölfjährige Dylon Frings aus Strauch. „Mit verschiedenen Programmen haben wir versucht Melodien zu komponieren, wir haben Ideen auf der Tafel gesammelt und auch zu Hause überlegt, bis wir einen zusammenhängenden Text hatten“, berichtet Julia Reitz (13) aus Monschau.

Im Februar wollen sie ihre Lieder beim Schulkonzert erstmals öffentlich aufführen. „Wenn das gut ankommt, können wir ja weitermachen“, sagt Julia.

Die Begeisterung für die Musik ist bei allen Beteiligten groß, schließlich opfern sie für das Projekt auch ihre Freizeit. Annika Mathar (12) aus Konzen und Leonie Schreiber (12) aus Mützenich hatten an den verschiedenen anderen AGs nicht so viel Spaß, weil ihr Herz eben für die Musik schlägt, und haben sich von Julia mitnehmen lassen. Die drei Mädchen machen gerne zusammen Musik. Remixes, bei denen sie verschiedene Lieder miteinander mischen, mögen sie besonders. „Mit Musik kann man eben alles ausdrücken Wut, Trauer, Liebe und vieles mehr“, sagt Leonie.

Heiko Valentin-Krebs (13) aus Imgenbroich hört in jeder freien Minute Musik und ihm war es in der Bücherrei-AG zu langweilig. Gerrit Schneider (12) aus Eicherscheid spielt gerne Schlagzeug, remixt Lieder und macht Dubstep auf dem Computer. Dylon hat Klavier gespielt und wollte gerne etwas mit Musik machen. Da fiel die Entscheidung leicht.

Begeistert sind die Schüler aber nicht nur von ihrem Projekt, sondern auch von den beiden Projektleitern. „Die haben Ahnung“, sagt Annika. „Die lassen uns Freiräume“, findet Leonie und Dylon ergänzt: „Die machen sich richtig Mühe, auch zu Hause.“

Daniel Wiegand gibt die Komplimente gerne zurück. „Die sprudeln nur so vor Ideen.“

Ein ähnliches Projekt betreuen Daniel Wiegand und Adalbert van Londen auch an der Sekundarschule in Simmerath. Bis Weihnachten wollen sie mit Schülern der 6. Klasse ein Lied über den Rursee im Kasten haben.

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