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Ein Haus für Springer und Türme

Von: nap
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Jetzt haben die neuen Schachfi
Jetzt haben die neuen Schachfiguren am Monschauer St. Michael Gymnasium endlich ein trockenes Zuhause. Der Konzener Zimmermeister Guido Huppertz baute ehrenamtliche eine Kiste, in der die Figuren nun sicher verstaut werden können. Foto: Nadine Palm

Monschau. Die neuen Schachfiguren auf dem kleinen Schulhof des Monschauer St. Michael Gymnasiums müssen nun nicht mehr in Regen stehen. Der Konzener Zimmermeister Guido Huppertz der Konzener Firma „Gebrüder Huppertz Zimmerei und Sägewerk”, dessen zwei Söhne das Monschauer Gymnasium besuchen, baute ehrenamtlich eine stabile Holzkiste, in der die schmucken Spielfiguren nun sicher verstaut werden können.

„Wir wissen ja alle, dass nach spätestens zwei Wochen mindestens ein Spielstein fehlt, wenn man diese unbeaufsichtigt auf dem Pausenhof stehen lässt”, sagt Schulleiter Dr. Lothar Stresius mit einem Augenzwinkern. Die neue Kiste soll also nicht nur vor schlechten Witterungsverhältnissen schützen, sondern auch Langfingern das Stehlen der Spielfiguren unmöglich machen.

Lothar Stresius und Lehrer Max Theißen, der einen erheblichen Teil zur Neugestaltung des kleinen Schulhofes beitrug, sind von Guido Huppertz ehrenamtlichen Engagement begeistert und Stresius versichert, dass „solch eine ehrenamtliche Arbeit einfach unbezahlbar sei und einen großen Teil zur Verbesserung des Schullebens beitrage”. Max Theißen betont, dass die Zusammenarbeit zwischen Eltern und Schule hervorragend sei, da man gemeinsam das Projekt „Neuer Schulhof” umgesetzt habe. „Darauf können wir wirklich stolz sein”, freut sich der langjährige Lehrer des St. Michael Gymnasiums.

Die kleine Aufmerksamkeit, die der Schulleiter Dr. Lothar Stresius Guido Huppertz mitgebracht hatte, wollte der bescheidene Zimmermeister erst gar nicht annehmen, da „man sich auch ehrenamtlich engagieren müsse”, wie er und seine Frau Renate Huppertz, die sich seit acht Jahren ehrenamtlich an der Aktion „Grüne Pause” beteiligt, betonen

Gesunde Leckereien

Die Mütter der „Grünen Pause” waren es auch, die die Anschaffung der Schachfiguren und die Materialkosten für den Bau der Holzkiste erst ermöglichten. Seit Mai 1992 werden jeweils dienstags und donnerstags in der ersten großen Pause am Monschauer St. Michael Gymnasium gesunde Frühstücksleckereien zu günstigen Preisen an die Schülerschaft verkauft. Auf die Mädchen und Jungen wartet dann immer ein reichhaltiges und abwechslungsreiches Angebot von Obst- und Gemüsespießen, Vollkorn-Bananenwaffeln, Quarkspeisen, Vollkornpizzen, Hirsebällchen, Apfel-, Bananen- und Nusskuchen und Vollkornbrotschnitten mit selbst gemachten Brotaufstrichen.

„Die Kinder stürmen teilweise in die Mensa, um auch ja noch ein Stück Vollkornpizza oder eine Bananenwaffel zu ergattern”, freuen sich die engagierten Mütter über den großen Zuspruch seitens der Schülerschaft. Wichtig sei es auch, dass die Angebote für nur 30 Cent verkauft würden, damit sich jedes Kind ein gesundes Frühstück leisten könne.

Jeden Dienstag und Donnerstag werden etwa 140 bis 170 Rationen verkauft, so dass auch bei dem geringen Preis auf die Dauer ein erheblicher Überschuss erwirtschaftet werden kann. In den vergangenen Jahren seien so durch das Elternprojekt „Grüne Pause” eine Litfaßsäule, ein Kühlschrank für die Kühlpads im Sekretariat und mehrere Bücher für das Selbstlernzentrum der Oberstufe angeschafft worden. Jetzt gab es dank der „Grünen Pause” neben den Schachfiguren und der Holzkiste auch einen neuen Prospektständer für das Selbstlernzentrum.

„Die Mütter der Grünen Pause tun enorm viel für die Schule”, unterstreicht Lothar Stresius. Daher gebe es am Monschauer Gymnasium auch ein Fast-Food-Verbot, was eine starke Fraktion der Schülerschaft aufheben möchte. „Ich persönlich sehe darin einen Widerspruch, wenn an unserer Schule zweimal wöchentlich ein gesundes Frühstück angeboten wird und sich einige Schüler doch Döner bestellen”, macht Stresius deutlich, dass dies nicht vertretbar sei.

Da jetzt wieder Mütter mit der „Grünen Pause” aufhören, weil ihre Kinder die Schule nach dem Abitur verlassen, werden wieder neue Helferinnen gesucht. „Wir würden uns aber auch freuen, wenn sich auch einmal ein Vater als Helfer an der Grünen Pause beteiligen würde”, sagen die Frauen und schmunzeln dabei.

Alle vier bis sechs Wochen kommen die fleißigen Helferinnen der „Grünen Pause” für zweieinhalb Stunden in die Mensa des Gymnasiums, um die Vorbereitungen zu treffen und die Speisen an die Schülerinnen und Schüler zu verkaufen. Auch berufstätige Eltern, die keine Zeit dazu haben, morgens die gesunden Sachen in der Schule zu verkaufen, können sich an dem Projekt beteiligen, indem sie Sachen zubereiten, die dann von den Helferinnen der Grünen Pause abgeholt werden. Wer gerne mitmachen möchte, der kann sich am Monschauer St. Michael Gymnasium melden.

Die Mütter der werden auch am ersten Schultag nach den Sommerferien wieder einen Infostand haben, an dem sich Interessenten, die mitmachen wollen, melden können.
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