Ein großer Tag für das Ehrenamt in Simmerath

Von: ale
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Groß war auch in diesem Jahr
Groß war auch in diesem Jahr wieder die Schar jener Simmerather. die für würdig befunden worden waren, am Tag es Ehrenamts für ihre Tätigkeit zum Wohle der Allgemeinheit ausgezeichnet zu werden. Foto: Anneliese Lauscher

Eicherscheid. In der Tenne in Eicherscheid würdigte die Gemeinde die Verdienste von Bürgern, die sich unentgeltlich und nachhaltig für das Gemeinwohl eingesetzt haben. Die Leistungen waren vielfältig.

Einem „neuen” Ehrenamtler dankte Bürgermeister Hermanns anlässlich der Feierstunde zum Tag des Ehrenamts in Eicherscheid: Dr. Ulrich Albert. Der pensionierte Mediziner hat eine Sprechstunde im Simmerather Rathaus eingerichtet (donnerstags zwischen 15 und 18 Uhr), in der er beispielsweise einem Patienten Erläuterungen zu dessen Befund oder tiefergehende Informationen über Krankheiten geben kann. Nach über 30 Jahren Erfahrung als Arzt bietet er den Menschen etwas an, was sehr wertvoll ist: seine Zeit.

„Ehrenamtspreisträger” aus den elf Ortsteilen von Simmerath waren (über die Ortskartelle) von den Ortsvorstehern vorgeschlagen worden, und diese stellten ihre Kandidaten nun ausführlich vor.

Hans-Josef Hilsenbeck aus Dedenborn war es ein Anliegen, Helmut Kaulard zu ehren: Er präge das Vereinsleben und das dörfliche Leben in Dedenborn; für zahlreiche Verdienste um das Schützenwesen sei ihm bereits das St. Sebastianus-Ehrenkreuz verliehen worden. Der lebendige Kontakt zu dem Ort Wenns im Pitztal sei ihm eine Herzensangelegenheit, große internationale Freundschaftstreffen würden seit 1986 von ihm organisiert, ebenso Jugendzeltlager an der Rur in Dedenborn, teils mit 100 Kindern.

In der Eicherscheider „Tenne” habe Wilfried Huppertz ein Heimspiel, so meinte Günter Scheidt. Er hob dessen Engagement im Sportverein Germania hervor, wo er maßgeblich den Bau des Rasenplatzes vorangetrieben habe. Er gehörte zu den vier Vereinsvorsitzenden, die 1996 den Bau des „Mammutprojekts Tenne” in Angriff genommen und diesen unermüdlich begleitet haben, er kenne jeden Stein und jede Leitung in diesem Haus.

Aus Einruhr stellte Christoph Poschen eine bekannte Persönlichkeit vor: Siegbert Heup, der sich im Orts- und Verkehrsverein seit jeher für den Tourismus engagiert habe, dessen Herz für den Eifelverein schlage. Seit 1966 hat er verschiedene Funktionen im Eifelverein übernommen, er ist zurzeit Vorsitzender der Ortsgruppe Einruhr-Erkensruhr, hat etliche Wanderwege mitgestaltet, so auch im Nationalpark Eifel und auf dem Eifelsteig.

In Kesternich war die Wahl auf Karl Lutterbach gefallen. Ulrich Offermann sagte: „Über ihn könnte man stundenlang nur Gutes erzählen.” Im Sport und in der Politik habe er den Ort mitgeprägt; bei der Neugründung der Schützenbruderschaft sei er 1954 dabei gewesen, er war zweimal Schützenkönig und 1975 Prinz Karneval in Kesternich; bis heute sei er Mitglied in allen Kesternicher Ortsvereinen. Stets sei es seine Leitlinie gewesen, für die Kesternicher Bürger da zu sein.

Robert Johnen stellte den Lammersdorfer Hartmut Kreutz vor: Dieser hat 1965 die Judo- und Ju-Jutsu-Abteilung im TuS Lammersdorf geleitet, aus der später ein eigener Verein hervorging. Als er 1994 eine „Ü-45-Gruppe” im Judo- und Ju-Jutsu-Club gründete, gab er damit wieder einen entscheidenden Impuls für Sportlerinnen aus Lammersdorf und den umliegenden Orten.

Mit Jürgen Siebertz ist nun ein weiterer Lammersdorfer Bürger Ehrenamtspreisträger. Seit Jahren bietet er kostenlose Malkurse für Kinder und Erwachsene an. Sein Engagement in Sachen Heimatgeschichte ist beispielhaft: Das Lammersdorfer Bauernmuseum hat er initiiert, hat zahlreiche Exponate gesammelt. Und er hat sich als Buchautor einen Namen gemacht, sein jüngstes Werk über die Pockenepidemie ist wird zurzeit eifrig diskutiert.

Aus Rollesbroich betrat Marc Topp die Bühne, er nannte seinen Kandidaten ein „Urgestein im Trevvel-Land”: Josef Nießen habe sich in Rollesbroich seit Jahrzehnten unentbehrlich gemacht. Ob bei der Renovierung der Kirchenbänke, dem Neubau des Pfarrheims, der Pflege der Gedenkgrotte im Kalltal - „er kümmert sich”. Er sei langjähriges Mitglied im Trommler- und Pfeiferkorps, im Musikverein Harmonie und in der Freiwilligen Feuerwehr.

Heiner Jansen aus Rurberg stellte Erwin Lutterbach vor, den Motor des Bauprojekts „Antoniushof”. In der Feuerwehr sei er seit 28 Jahren aktiv, im Rurberger Sportverein habe er einige Ämter bekleidet und sei Gründungsmitglied der Motorsportabteilung. Im November 2007 habe er die Bauleitung beim Antoniushof übernommen. Und in diesem Frühjahr, „als die Helden müde geworden waren”, habe er erneut Mitstreiter motiviert, damit auch die Außenanlage schön werden konnte.

In Simmerath kennt ihn jeder: Ortsvorsteher Stefan Haas brachte Erwin Finken mit auf die Bühne. Die Liste seiner Aktivitäten und Verdienste um Simmerath scheint kein Ende zu nehmen: Als Geschäftsführer der Hansa Simmerath, Schriftführer des „Gelooch”, Vorsitzender des Ortskartells, Verfasser von zwei Chronikbüchern „weiß er fast alles über die Leute in Simmerath”.

In Huppenbroich haben sie einen „Hans Dampf in allen Gassen”, das ist Hans Keutgen. Er engagiert sich im Pfarrgemeinderat und im Kirchenvorstand. Sein Wissen über Natur und Geschichte der Eifeldörfer prädestinierte ihn, ein WDR-Team bei Filmaufnahmen zu begleiten. Dem Kapellenverein steht er vor, hier hat er mit dazu beigetragen, dass die schmucke Kapelle von Huppenbroich zu einem Ziel für Wanderer und Ausflügler wurde.

Aus Steckenborn stellte Alex Stiel jemanden vor, dessen „Brust schon kräftig dekoriert ist”: Otto Stollenwerk, ein „Allrounder” im Steckenborner Dorfleben. Für seinen Einsatz für die Mobile Verkehrsschule, seine langjährige aktive Mitgliedschaft in der Freiwilligen Feuerwehr, die Mitbegründung des Reit- und Fahrvereins, für seine Blutspenden ist er bereits geehrt worden. Den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland hat ihm Johannes Rau überreicht. Nun kommt der Ehrenteller der Gemeinde Simmerath hinzu.

In Strauch wurde Dieter Schersching ausgewählt. Bruno Löhrer nannte ihn „das Gesicht der BMV”. Denn die Musikfreunde kennen ihn als Tubaspieler und langjährigen Geschäftsführer. Insgesamt hat er 57 Jahre lang Musik gemacht, dabei in 35 Jahren Vorstandsarbeit bei der Blasmusikvereinigung unzählige Konzerte und Musikfeste organisiert sowie Konzertreisen in die USA.

In Vertretung des Ortsvorstehers von Woffelsbach war Bruno Nellessen gekommen, der dem Ortskartell vorsteht. Er stellte Guido Haas vor, dessen Leidenschaft die Musik ist und dessen unermüdlicher Einsatz dem Verein „Rurseeklänge Woffelsbach” gilt. Er habe eine positive Entwicklung im Musikverein angeschoben, junge Menschen, auch Mädchen, angeworben und für die Musik begeistert und schließlich sich auch als Handwerker beim „Haus Rurseeklänge” mit aller Kraft eingesetzt.
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