Nordeifel - Ein gebrauchter Spieltag für die Eifeler B-Ligisten

Ein gebrauchter Spieltag für die Eifeler B-Ligisten

Von: kk
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Mit seinem Team im Pech: Achim Sarlette, Trainer des SV Kalterherberg, haderte nach dem 2:3 in Hörn mit dem Fußball-Schicksal.

Nordeifel. Für die Nordeifeler B-Ligisten in der Aachener B2 war der 22. Spieltag ein gebrauchter Tag, denn nur der TuS Lammersdorf holte einen Punkt, während der SV Kalterherberg, die Zweite des TV Konzen und der TuS Mützenich leer ausgingen.

TuS Mützenichs Trainer Stefan Carl durchlebte von Donnerstagabend bis Sonntagnachmittag ein Wellenbad der Gefühle, denn nach der Klassepartie beim 4:0-Erfolg gegen den TuS Lammersdorf waren die Vennkicker bei der 1:4-Niederlage gegen den Tabellenzweiten FV Vaalserquartier chancenlos. „Diesen Leistungsunterschied kann ich nicht verstehen; schlechter als wir uns heute präsentiert haben, geht eigentlich nicht.“

In der ersten Halbzeit erlebten die Zuschauer kaum Höhepunkte, die Gäste nutzten aber eine ihrer wenigen Möglichkeiten zur Führung. Zu dem Auftritt seiner Mannschaft in den ersten Minuten der zweiten Halbzeit, in denen die Mannschaft von der niederländischen Grenze drei Tore erzielte, fiel dem TuS-Coach kaum etwas ein. „Dass eine Mannschaft in fünf Minuten drei Tore macht, habe ich zuletzt in der Jugend erlebt.“ Durch den Treffer zum 1:4-Endstand, den Mario Casselmann erzielte, wurde die Laune des TuS Trainers auch nicht mehr besser. „Bei uns hat auch der Einsatzwille gefehlt, unser Gegner war uns in allen Belangen überlegen.“

Bei der Mützenicher Namenscousine in Lammersdorf wusste Georg Bauer nach dem Abpfiff, dass gegen den Tabellendritten mehr drin war als „nur“ ein 2:2. „Der Ausgleichstreffer kurz vor Schluss ist für die Burtscheider schmeichelhaft, denn wir stellten die bessere Mannschaft und hatten auch die besseren Chancen.“

Sven Ewald hatte für die Pausenführung gesorgt, die die Gäste mit der ersten Aktion nach dem Seitenwechsel egalisierten. Als Aldin Gegic neun Minuten vor Spielende die erneute Führung besorgte, schien der Sieg des TuS in trockenen Tüchern. In der Nachspielzeit kamen die Gäste aber durch einen strittigen Foulelfmeter noch zum glücklichen Ausgleich.

Den verpasste die Zweitvertretung des TV Konzen beim VfJ Laurensberg und musste leider eine 1:2-Niederlage im Aufsteigertreffen quittieren. Rainer Brammertz erzielte in der 3. Minute die Führung für die Schwarz-Gelben, die danach gut ins Spiel fanden. Mit ihrer rustikalen Spielweise kamen die Gastgeber in der 20. Minute zum Ausgleich. „Die haben uns mit ihrer robusten Körpersprache etwas den Schneid abgekauft“, gab Konzens Trainer Raimund Scheffen zu. Für beide Mannschaften ergaben sich in der ersten sowie in der zweiten Halbzeit noch einige gute Möglichkeiten. Die Laurensberger zeigten sich im Abschluss cleverer und erzielten nach einer Stunde den etwas glücklichen Siegtreffer. „Wir waren in der Abwehr phasenweise unaufmerksam und in der Offensive nicht kaltschnäuzig genug“, wusste der Konzener Coach, warum die drei Zähler im Aachener Stadtteil blieben.

Leider brachte der SV Kalterherberg, der jeden Punkt im Abstiegskampf braucht, auch keine Punkte aus der Kaiserstadt mit. Bei den Sportfreunden Hörn mussten die Schwarz-Roten eine 2:3-Niederlage verdauen. Nach torloser erster Hälfte, in der die Zuschauer mehr einen Sommerkick erlebten, gingen die Gastgeber in Führung. Ingo Maschke erzielte in der 66. Minute zwar den Ausgleich, aber schon im Gegenzug trafen die Sportfreunde zum 2:1. In der 70. Minute war Maschke dann erneut zur Stelle und besorgte das 2:2. Eine Minute vor dem Abpfiff kamen die Gastgeber noch zum 3:2-Endstand.

„Vielleicht wäre es glücklich gewesen wenn wir hier einen Punkt geholt hätten, aber die Mannschaft ist zweimal nach einem Rückstand zurückgekommen, dann musste sie eigentlich mit einem Punkt belohnt werden“, haderte Kalterherbergs Trainer, Achim Sarlette, mit dem ungerechten Fußballschicksal.

Kreisliga B Düren

In der Dürener Kreisliga B agierten die beiden Nordeifelvertreter SG Vossenack-Hürtgen und die Zweitvertretung des TuS Schmidt erfolgreich. Die Schmidter landeten am Samstag einen 2:1-Sieg im Abstiegskampf gegen den TSV Stockheim, der aber auch bitter nötig war, denn am Sonntag legte Mitkonkurrent Jugendsport Wenau einen 3:1-Sieg gegen Alemannia Lendersdorf II nach.

Nach einer beiderseits schwachen ersten Halbzeit an der Schmidter Eichheckstraße kamen die Gäste in der 44. Minute zur Führung. Durch einen verwandelten Foulelfmeter erzielte Dustin Deuster nach einer guten Stunde den Ausgleich. Drei Minuten vor dem Abpfiff traf Nico Breuer zum viel umjubelten 2:1. Der Torschütze feierte sein Erfolgserlebnis zu übermütig, zog sein Trikot aus und kassierte dafür die Ampelkarte. Trotz der unnötigen personellen Dezimierung fand Trainer André Offermann lobende Worte für sein Team. „Wir stellten die bessere Mannschaft und hätten noch zwei Strafstöße mehr bekommen müssen. Spielerisch und konditionell haben wir in den letzten Wochen einen Schritt nach vorne gemacht“.

Kräftig Beton angerührt hatte Columbia Drove vor dem Gastspiel bei Ligaprimus SG Vossenack-Hürtgen. „Die hatten zehn Spieler vor dem eigenen Sechszehner aufgebaut, da war es schon schwer, eine Lücke zu finden“, erlebte SG Trainer Nils Degenhardt einen total auf Abwehr eingestellten Gegner. Der gab seine defensive Variante auch nicht nach der Führung der Rureifeler auf, für die Christian Offermann nach einer Standardsituation verantwortlich zeichnete. Erst in den letzten zehn Minuten trauten die Gäste sich mal einen Ausflug in die Hälfte der SG zu, dafür wurden sie aber umgehend bestraft. Markus Möller und Alexander Wirtz machten in der Schlussphase den hoch verdienten 3:0-Endstand klar.

„Es ist zwar legitim wenn eine Mannschaft so defensiv spielt, aber mittlerweile hat meine Mannschaft auch die Ruhe gefunden und kann auf die Chancen warten“, lobte Nils Degenhardt die Disziplin seines Teams und konnte sich nicht an eine brenzlige Situation der Gäste in der Hälfte der Spielgemeinschaft erinnern.

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