Ein Frauenkarneval mit langer Tradition

Von: M. S.
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Mützenichs „Katholische Frauen“ mit „jecke Tön“. Vorsitzende Gertrud Steffens (links) und ihre christliche Vereinsgemeinschaft unterhielten zum Karnevals-Nachmittag 160 fröhliche Gäste. Foto: Manfred Schmitz

Mützenich. „Seit mehr als 30 Jahren feiert unsere Frauengemeinschaft Karneval, schon meine Mutter versäumte kein Treffen in der ´fünften Jahreszeit´.“ Gertrud Steffens, Vorsitzende des Mützenicher Ortsvereins im „Verband Katholischer Frauen Deutschlands“ (K.F.D) freut sich über dessen stete Aufwärtsentwicklung in ihrem Heimatort.

„Wir sind ein eigenständiger, christlicher Verein!“ Aus einem eher beschaulichen „Altennachmittag“ erwuchs dank Kreativität und Frauen-Power eine inzwischen 17-köpfige, immens aktive Damenriege mit treuem Publikum. Eines ihrer Ziele im Jahreskreis: Zünftig „Fastelovend fiere“, und zwar mit einem für Frauen und Männer aller Generationen und Konfessionen gleichermaßen ansprechenden Programm. Freilich blieben die Herren der Schöpfung Freitagnachmittag, zur Karnevalsfeier im Schützenhaus, eine freundlich tolerierte Minderheit aus unauffälligen „Quotenmän“.

160 Feiernde im Schützenhaus

Rund 160 Gäste waren der Einladung der Vorsitzenden Steffens und ihres Vorstandkollegiums gefolgt. Und während draußen ein eisiger Vennwind wehte, ging es im Innern des zur festlich geschmückten Faschingshochburg umfunktionierten Schützendomizils mit Schunkelliedern und Humor heiß her.

Gertrud Steffens, obwohl von den Tücken der Mikrotechnik geplagt, moderierte ein schwungvolles Unterhaltungsprogramm für Groß und Klein, das aus Besuchersicht keine Wünsche offen ließ. Nach beschwingtem Einmarsch der Matadore zu Trommelwirbel und Schneewalzertakt, von einer froh gestimmten KFD-Schar mit Klatschmarsch willkommen geheißen, folgte gleich ein Programmhöhepunkt in Blaugelb.

Die Simmerather KG „Sonnenfunken“ rückte in großer Formation in den Saal und erwiesen den gastgebenden Venn-Dörflerinnen Reverenz. Schließlich ist Sessionsprinz Frank ein waschechter Mützenicher Jong. Die Sömmerter Majestät kam selbstredend nicht allein, sondern in charmanter Begleitung seiner Prinzessin Jessica und Märchenprinzessin Anne aus Eicherscheid.

Dann ging eine bunte Vortragsmischung aus Sketch, Büttenrede, witzigen Dialogen, Gesang und Tanz über die Bühne. Alle närrischen Nummern wurden mit karnevalistischen Kräften aus den eigenen Reihen bestritten. Dorelies Küpper spielte die „Unschuld vom Lande“, Elisabeth Evers und Renate Schulte waren in der Reitschule „Gut Sitz“ zum närrischen Kursus. Heidi Nießen und „Helga, die Gastarbeiterin aus Imgenbroich“ amüsierten ihr Auditorium mit Ameröllchen aus der Arztsprechstunde.

Tanzende Piratenbräute

Nach ausgiebiger Kaffeepause – dazu fehlten selbstverständlich Fastnachtsleckereien wie Muzen und Waffeln nicht – ging es Schlag auf Schlag weiter im unterhaltsamen Spaß.

Bruni Steffens machte ihren Zuhörern klar, was „ene echte „Mömmes“ ist. Die Frauen des Musikvereins „Eintracht“ Mützenich kamen unter Leitung von Eva Scheuer als fesche Piratenbräute tanzend daher. „Emil“ warb für Billigflüge, auf dem Standesamt ging es hoch her, Heike und Marlene berichteten vom „Los einer Klofrau“.

Zum großen Finale sang „der ganze Saal“ das Lied von den Bomberhosen. Dessen Klänge waren aber keineswegs als Aufbruchssignal zu deuten; im Schützenhaus war es gar so gemütlich. Und „Klevbotze“ gibt es schließlich nicht nur in Rollesbroich, sondern auch im Venndorf.

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