Einruhr - Ein Fest rund um die gute "Prummetaat"

Ein Fest rund um die gute "Prummetaat"

Von: M. S.
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Zeigt her eure Preise! Die Juroren Karl–Heinz und Franz–Josef Breuer (Mitte, von links) haben ihr Urteil gefällt. Anneliese Wollgarten (links) präsentiert ihren Sondergewinn „Sahne mit Pflaume“. Karin Birkhoff zeigt die Kreationen der abwesenden Erstplatzierten. Foto: Manfred Schmitz

Einruhr. „Immer, wenn wir Einruhrer unser Pflaumenfest feiern, herrscht gutes Wetter!“ Heilsteinhaus–Herrin Karin Birkhoff behielt Recht. Sonntag strahlte die Sonne „zwischen zwei Tiefs“ über dem Rurtal. Der rechte Ansporn für das erfahrene Jurorenteam, die Bäckermeister Karl–Heinz und Franz–Josef Breuer, nicht verwandt, aber gut befreundet und mit der Materie des Tages bestens vertraut. Das kompetente Duo hatte einmal mehr die Frage zu beantworten: „Wer backt diesmal die beste Prummetaat?“

Die Besucher strömten in Scharen herbei, um die spannende Entscheidung zu erleben, welche der zwölf konkurrierenden, lecker und optisch ansprechend belegten Böden wohl den strengen Kriterien des Wettbewerbs optimal entsprach?! Auch in einer Sonderklasse Sahne, Früchte oder Cremestücke gab es Punkte und Preise zu gewinnen.

Das Publikum aus Nah und Fern erlebte überdies eine Premiere: Ein Gefühl, wie auf dem „kleinen Simmerather Herbstmarkt“, Buden und Verkaufsstände mit Nahrungs– und Genussmitteln, Textilien, Hausrat und Dekorativem dicht gedrängt rund um die Austragungsstätte des lustigen Wettbewerbs.

Auch die Jüngsten kamen auf ihre Kosten: „Für sie hat unsere Dorfgemeinschaft eine flammneue Hüpfburg zum Spielen und Toben angeschafft.“ (Birkhoff). Im Atrium des Heilsteinhauses, im Duett mit dem plätschernden Brunnen, spielte die Show– und Swingband „Melano“ in kleiner Besetzung dem um zahlreiche Eifeltouristen bereicherten Auditorium Evergreens von Udo Jürgens und den Beatles auf. „Eine Wohlfühl-Atmosphäre wie im Urlaub und zum Tanzkränzchen“, empfand ein Ehepaar aus den Niederlanden.

„Wir küren heute zum 24. Mal die Sieger in diesem originellen Vergleich“, errechnete Karl–Heinz Breuer. Im kommenden Jubiläumsjahr schwebt ihm vor, alle bisherigen Preisträger zu besuchen, ihre errungenen Pflaumenbäume in einem Bildband vorzustellen, um zu sehen, „was aus den einstigen winzigen Siegprämien für stattliche Gewächse wurden“. Karl–Heinz Breuer, er feierte just zum Tortenfinale seinen 80. Geburtstag, appellierte an die Einruhrer Bevölkerung, insbesondere an jüngere Bäckermeister/innen, die spaßige Herausforderung anzunehmen und ihrerseits zu backen.

Karl–Heinz Breuer erinnerte an die Begründung des Pflaumenfestes: „In lustiger Bierrunde mit unserem früheren Ortsvorsteher Norbert Becker kam im Gespräch der Wunsch auf, liebe, aber in Vergessenheit geratene Dorfbräuche wieder mit Leben zu füllen. Das Pflaumenfest feierte so Premiere.“

Das mittags mit Spannung erwartete Urteil des Preisgerichtes war eindeutig, es sprach Lydia Karbig den Hauptgewinn zu. Sie freute sich – Nomen est Omen – über ein einen Meter hohes Hauszwetschgenbäumchen.

Der zweite Preis geht an Luise Itzerodt, die einen jungen Himbeerstrauch nun ihr Eigen nennt. Johannes Müller (Eifelhaus) nahm Bronze in Form von Waldbeersträuchern mit in den heimischen Garten.

Der Sonderpreis (ein guter hochgeistiger Tropfen) ging an Anneliese Wollgarten. Sie hatte einen fantasievollen und geschmackvollen Sahnekuchen mit Pflaumen appetitlich garniert.

Nach stürmischem Applaus für die Siegerin und Platzierten gab es kein Halten mehr, die Gäste machten Einruhrs „gute Stube“ im Nu zum aromatisch duftenden Kaffeehaus. Da blieb kein Kuchenkrümel, noch das kleinste Pfläumchen übrig…

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