Konzen - Ein „Eifel-Blick“ der ganz besonderen Art

Ein „Eifel-Blick“ der ganz besonderen Art

Von: jb
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Hans-Josef Hilsenbeck von der Städteregion, der 1.Vorsitzende des Eifelvereins Konzen, Karl-Heinz Huppertz, Ortsvorsteher Matthias Steffens, Bürgermeisterin Margareta Ritter und der Betriebsleiter des Wasserwerks Perlenbach Derk Buchsteiner eröffnen den „Eifel-Blick“ auf der Hohe in Konzen und genießen im Anschluss die Aussicht. Foto: Julia Bäumler

Konzen. Nachdem am 23. August 2011 der erste Spatenstich erfolgt war, stand noch ein langer Weg vor der Ortsgruppe Konzen des Eifelvereins. Annähernd 1000 Arbeitsstunden von bis zu 30 aktiven Helfern dauerte es, bis – zwei Jahre später – das Werk vollendet war. Und bei der Einweihungsfeier galt es dann zu staunen: Der „Eifel-Blick“ der Ortsgruppe Konzen auf der Hohe war endlich vollendet.

Karl-Heinz Huppertz, 1.Vorsitzender der Ortsgruppe, umriss in einem Begrüßungswort den Aufwand der betrieben wurde um hier in Konzen einen solchen Aussichtspunkt, aber auch mit Sicherheit Blickfang an sich, wie er es beschrieb, zu errichten. Ehrenamtliche Unterstützung kam von der Familie Pauls, die noch vor wenigen Wochen eine Streuobstwiese angelegt hatte. Auch Metallbau Martin Krings unterstütze das Projekt, so dass Martin Krings selbst die Bauleitung übernahm. Unterstützt habe ihn auch vor allem Ernst Palm als fleißiger Helfer. Und auch die Bauunternehmung Peter Rader und die Familie Simon Krings standen dem Vorhaben stets zur Seite. Dazu kamen noch sämtliche Spender. Als Förderer galten die Stadt Monschau, die Städteregion und der Naturpark Nordeifel.

Erinnerung an Raimund Palm

Ganz besonders erinnerte man sich an diesem Tag an einen Mann, der zur Einweihungsfeier nicht mehr unter ihnen war – Raimund Palm, der am 1. Juni „viel zu früh verstorben ist“, bedauerte Karl-Heinz Huppertz. Palm sei es gewesen, der 2008 mit viel Elan und Ideenreichtum das Projekt ins Rollen gebracht habe. Und auch er habe die Verbindungen zu den fördernden Instanzen herstellen können, erklärte der 1.Vorsitzende. Huppertz lobte das große Engagement von Raimund Palm, und weiß, dass dieser hier am „Eifel-Blick“ in Konzen seine Spuren hinterlassen hat. Denn zwei Schautafeln, die als Teil des Wanderweges aufgestellt wurden, der sich bis ins Hohe Venn erstreckt, weisen Texte alter Legenden, Historisches und Ortstypisches auf. „Raimund Palm hat hierfür die Recherche betrieben und auch die Texte geschrieben.“, erklärte Karl-Heinz Huppertz.

Neben den Wandertafeln, der Obststreuwiese und natürlich dem Eifelblick sind auch noch eine Liege und eine besonders große Bank errichtet worden.

Karl-Heinz Huppertz hob hervor, dass die Aussichtsplattform in Konzen unter den zahlreichen „Eifel-Blicken“, so ziemlich die einzige sei, die auf einem Gebäude errichtet worden sei. In diesem Sinne richtete er seinen Dank an den Wasserverband des Wasserversorgungs-Zweckverbandes Perlenbach. Auch der Betriebsleiter des Wasserwerks Perlenbach, Derk Buchsteiner, war zu diesem Anlass gekommen. Ebenfalls erschienen waren Sabine Jakobs, die den Entwurf für die Aussichtsplattform anfertigte, und Daniela Scheidt, die als Architektin tätig war. „Und dafür, dass neben der Optik auch die Akustik stimmt, sorgt das Jugendorchester des Musikvereins „Eintracht“ Konzen“, freute sich Huppertz über die Anwesenheit der jüngeren Konzener.

Als Kinder versteckt

Ortsvorsteher Matthias Steffens erinnerte sich auch noch gut an seine Kindheit mit Karl-Heinz Huppertz in Konzen. „Damals haben wir hier oben gespielt und mussten uns schnell verstecken, wenn das Auto vom Wasserwerk kam, weil wir hier oben nicht spielen durften“, so Steffens. Heute sei das anders, und der Ortsvorsteher dankte dem Eifelverein für das, was hier für die Bevölkerung geschaffen wurde. „Ich wünsche mir, dass hier an diesem Ort noch viele schöne und gesellige Stunden verbracht werden“, wünschte sich Matthias Steffens. Hier sei „eine ganz tolle Sache geschaffen“ worden, die zu alledem auch noch behindertengerecht sei. Es sei auch wichtig, dass der Eifelverein die Patenschaft des „Eifel-Blicks“ übernehme, so dass keine Folgekosten entstehen würden.

Auch Bürgermeisterin Margareta Ritter gratulierte dem Eifelverein und seinen Helfern für diese tolle Leistung. Sie betonte, wie herausragend das Ehrenamt in Monschau sei. „Wenn man schon kein Geld hat, soll man die Motivation hochhalten“, sagte sie.

Hans-Josef Hilsenbeck, der in Vertretung von Städteregionsrat Helmut Etschenberg erschienen war, sagte von sich selbst, er komme ins Schwärmen über das geschaffene Umfeld und das bürgerliche Engagement. Für die Städteregion sei es 2011 selbstverständlich gewesen, dass sie eine Förderung des Projekts in Höhe von 19 000 Euro zur Verfügung stellte, wisse man doch, dass „aus Monschau immer vernünftige Ideen kommen“. Und Hilsenbeck weiß jetzt schon: „Das macht euch so schnell kein Zweiter nach“.

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