Monschau - Ein(e) Sozialarbeiter(in) für jede Schule?

Ein(e) Sozialarbeiter(in) für jede Schule?

Von: hes
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Monschau. Es klingt wie ein Weihnachtsmärchen in Zeiten knapper Kassen und gestutzter Sozialausgaben: Die neue nordrhein-westfälische Landesregierung hat in ihrem Haushaltsentwurf offenbar einen Ansatz vermerkt, der an jeder Schule des Landes die Einrichtung einer Sozialarbeiterstelle finanzieren soll.

Dies berichtete Micha Kreitz (CDU) nun im Schulausschuss aus einer Sitzung beim Städte- und Gemeindebund NRW. Voraussetzung sei allerdings, dass der Landeshaushalt der Düsseldorfer Minderheitsregierung überhaupt eine Mehrheit finde.

Die schulpolitische Initiative stieß im Monschauer Schulausschuss durchweg auf positive Resonanz, da die Sozialarbeit an Schulen heute wichtiger sei denn je, wie auch Bürgermeisterin Margareta Ritter bekräftigte.

Sie bezog sich dabei auf die Städtische Elwin-Christoffel-Realschule, wo seit dem Schuljahr 2001/2002 Bernadette Tambornino im Sozial- und Erziehungsdienst im Rahmen des Projektes „Begleitende, unterstützende Jugendarbeit an Schule” tätig ist.

„Frau Tambornino war dort mit zunächst zehn, seit 2005 aufgrund der großen Nachfrage ist sie mit 15 Stunden pro Woche tätig”, berichtete die Verwaltung. „Sie ist die Seele der Schule”, misst die Bürgermeisterin der Sozialarbeiterin noch weit höhere Bedeutung bei als die bloße Stundenzahl aussagt.

Schwerpunkte der begleitenden, unterstützenden Jugendarbeit sind die Beratung von Schülern, Vermittlung, Kontaktaufnahme und Begleitung zu anderen Institutionen, begleitende Arbeit im Klassenverband, Krisenintervention, Eltern-, Präventions- und Kooperationsarbeit sowie Mitarbeit in den Gremien der Schule.

Die entstehenden Kosten von zurzeit rund 12000 Euro jährlich wurden bisher aus Mitteln des Fördervereins der Schule aufgebracht. „Der Förderverein hat mit entsprechend großer bewundernswerter Eigeninitiative in den ganzen Jahren diese Kosten durch Mitglieds-beiträge und Spenden aufgebracht”, wie es in der Verwaltungsvorlage hieß.

Geld für andere Aufgaben

Da der Förderverein aber auch Mittel für andere (fördervereinstypische) Maßnahmen benötigt, wurde im Sommer ein Antrag auf teilweise Übernahme der Kosten aus Mitteln der öffentlichen Jugendhilfe an die Städteregion Aachen gestellt. Der Kinder- und Jugendhilfeausschuss der Städteregion hat im September beschlossen, diesem Antrag zu entsprechen und dem Förderverein ab 2011 einen Zuschuss von bis zu 6000 Euro jährlich zu gewähren, dies vorbehaltlich der Bereitstellung von Haushaltsmitteln.

„Die Bezuschussung des Projektes durch die Städteregion sichert den Schülerinnen und Schülern unserer Realschule ein bewährtes Beratungsangebot und ist sehr zu begrüßen”, freute sich die Bürgermeisterin. Auf Anregung von Hans Kirch, Schulausschussmitglied und selbst Lehrer an der ECR, wird Bernadette Tambornino in der nächsten Sitzung über ihre vielfältige Schulsozialarbeit berichten.
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