Tiermaler Udo Bongard schenkt dem Nationalpark Eifel ein Biber-Gemälde

Ein Biber für den Nationalpark Eifel

Von: Peter Stollenwerk
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Ein Biber in Öl: Der Tiermaler Udo Bongard vermachte jetzt dem Nationalpark Eifel ein Biber-Motiv. Neben Michael Lammertz (re.) von der Nationalparkverwaltung freuten sich auch Astrid Joraschky (Mi.) und Cornelia Freuen von der Rursee-Touristik, die ebenfalls im Nationalparktor Rurberg untergebracht ist, über die Geste. Foto: P. Stollenwerk

Rurberg. „So natürlich und so detailgetreu wie möglich“: Von diesem Anspruch lässt sich Udo Bongard leiten, wenn er ein neues Bild in Angriff nimmt. Der Hobbymaler aus Steckenborn konzentriert sich seit vielen Jahren nur noch auf Tiermotive, die teilweise auch in ein passendes landschaftliches Umfeld eingebunden werden.

Fotovorlagen bilden die Grundlage für das kreative Schaffen des 46-Jährigen. Die Ölbilder von Udo Bongard haben im Laufe der Zeit immer mehr Liebhaber gefunden. Dazu trägt sicherlich auch die Tatsache bei, dass er seit zehn Jahren in Verbindung mit dem Rurberger Weihnachtsmarkt eine Ausstellung veranstaltet.

Vor fünf Jahren ist er vom Veranstaltungsort eigentlich etwas zu weit entfernt liegenden Antoniushof ins Nationalparktor Rurberg umgezogen, und damit mitten hinein ins Geschehen. „Das war eine echte Erfolgsgeschichte“, sagt Udo Bongard, der mitten in den Vorbereitungen für die ab dem kommenden Wochenende beginnende nächste Ausstellung an den drei Weihnachtsmarktwochenenden in Rurberg ist. Zuvor aber hatte er noch eine angenehme Pflicht zu erfüllen.

Weil die Nationalparkverwaltung ihm seit fünf Jahren die bestens frequentierten Räumlichkeiten am Eiserbachdamm zur Verfügung stellt, revanchierte sich der Maler jetzt mit einem Geschenk. Wie sollte es anders sein, handelte es sich um ein Tiermotiv. Das 40 mal 50 Zentimeter große Ölbild zeigt einen Biber bei der Arbeit. Udo Bongard überreichte das Werk an Michael Lammertz, den Fachgebietsleiter Kommunikation beim Nationalpark Eifel.

Endgültiger Platz noch gesucht

Die Biberpopulation spielt eine wichtige Rolle im Nationalpark Eifel, und die Dauerausstellung „Lebensadern der Natur“ widmet dem Biber großen Raum. Wo das Bild seinen endgültigen Platz finden wird, konnte Michael Lammertz noch nicht sagen, wohl aber versicherte er, dass dem Biber als bedeutendem Vertreter der regionalen Tierwelt ein angemessener zuteil werde. Es sei zu begrüßen, dass die Thematik des Naturerlebens in den fünf Nationalparktoren von einer immer stärkeren Ausstellungstätigkeit begleitet werde.

Lammertz berichtete, dass einige Biberpärchen im Jahr 1980 von der Landesforstverwaltung in der Rureifel ausgesetzt worden seien. Seitdem habe sich der Bestand stark entwickelt, und auch die mit der Ausbreitung verbundenen Probleme, insbesondere Anstauungen durch Dämme, seien sichtbar geworden. „Der Biber ist ein Riesenthema für uns“, sagte Lammertz, der daran erinnerte, dass der Biber vielerorts fast ausgestorben war, unter anderem weil die Modebranche starkes Interesse an den Fellen zeigte.

Diese Gefahr besteht inzwischen nicht mehr. Selbst am Nationalparktor siedelte sich vor einigen Jahren der Biber an und begann doch tatsächlich, den Eiserbachdamm zu untergraben. Nachdem der Wasserverband dann am Ufer wachsende Weiden gefällt hatte, verlor der Biber seine Arbeitsgrundlage und damit auch das Interesse am Weiterbau.

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