Ein Bekenntnis zum Junker-Standort Lammersdorf

Von: P. St.
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Es kann losgehen: Mit dem symbolischen ersten Spatenstich startete bei der Firma Junker in Lammersdorf der Bau von zwei neuen Produktionshallen. Schon heute starten die Bauarbeiten. Foto: P. Stollenwerk

Lammersdorf. „Wenig Übung“ mit Spatenstichen habe man bei der Firma Junker, musste am Donnerstag Markus D. Werner, Vorsitzender der Geschäftsführung, einräumen, aber das sollte sich in wenigen Minuten ändern, denn gleich zehn fabrikneue Spaten standen bereit, um symbolisch den Baubeginn von zwei Produktionshallen zu markieren.

Nach jahrelanger Vorlaufzeit stand für den Lammersdorfer Anlagenbauer einen Tag nach dem 92. Geburtstag die seit vier Jahrzehnten größte Investition in der Firmengeschichte an. Das Firmengelände wird um mehr als zehn Prozent erweitert. Auf grüner Wiese entstehen bei einer Investitionssumme von vier Millionen Euro die Hallen 12 und 13. In Anwesenheit von rund 30 Gästen wurde der offizielle Akt des Spatenstichs vollzogen. Der Bau der neuen Halle, betonte der Junker-Chef, sei ein Ausdruck von Zuversicht in das Unternehmen Otto Junker wie auch in den Standort Lammersdorf.

Um weiterhin weltweit konkurrenzfähig bleiben zu können, heißt es von Seiten des Unternehmens, würden am Standort Lammersdorf zwei neue Produktionshallen errichtet. Dort sollen künftig Spulen – die eine der Kernkomponenten von Induktionstiegelofenanlagen darstellen – an zentraler Stelle optimiert und den Marktanforderungen entsprechend produziert.

Die Fertigstellung ist für die zweite Jahreshälfte in 2017 geplant. Durch den Neubau verfügt Otto Junker künftig über eine weitere Produktionsfläche von 3440 Quadratmetern; aktuell sind es 30.300 Quadratmeter. Weitere 1,5 Millionen Euro werden in ein neues Sozialgebäude sowie in Gießereitechnik investiert. Für das ausführende Bauunternehmen Goldbeck aus Frechen zeigte sich Niederlassungsleiter Markus Kroner überzeugt davon, „dass wir in der Wachstumsregion Aachen hier in Lammersdorf ein tolles Gebäude realisieren werden“.

CDU-Bundestagsabgeordneter Helmut Brandt sprach von einer Investition, die die Zukunft des Standortes Lammersdorf sichere. Brandt lobte die Unternehmenskultur bei Junker, die in der hohen Wertschätzung der Mitarbeiter zum Ausdruck komme. SPD-Landtagsabgeordneter Stefan Kämmerling sprach ebenfalls von einer beachtlichen Investition in die Zukunft „an den Wurzlen des Unternehmensstandortes“. Auch er hob die soziale Komponente bei Junker hervor, was unter anderem auch in der Beschäftigung einiger Flüchtlingen zum Ausdruck komme.

Aachens Oberbürgermeister Marcel Philipp (Junker ist der Stadt durch die Kooperation mit der RWTH engstens verbunden) sah die Investition als signifikantes Beispiel für die Stärke der Wirtschaftsregion Aachen und betonte, dass die Entwicklung von Unternehmen längst nicht mehr an die Grenzen von Gebietskörperschaft gebunden sei. Simmeraths stellvertretender Bürgermeister Bernd Goffart sah im Neubau der Produktionshallen eine wichtige Entscheidung für die Gemeinde Simmerath und Lammersdorf. Diese Investition sei auch eine Antwort auf den demografischen Wandel.

Lammersdorfs Ortsvorsteher Franz-Josef Hammelsetein sah in der Investition mehr als nur einen Hallenneubau sondern eine Untermauerung von Otto Junker für Standort Lammersdorf. Dem Vorstand bestätigte er, dass diese „lokal denkt und global handelt“.

Nach getaner Arbeit ging es in das sogenannte Teehaus auf dem Firmengelände, wo Firmengründer Otto Junker schon besondere Momente für sein Unternehmen zu würdigen wusste.

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