Ein Alleskönner für die Roetgener Wehr

Von: Helga Giesen
Letzte Aktualisierung:
5049289.jpg
Über die Einweihung des neuen Rüstwagens für Technische Hilfeleistung freut sich mit der Roetgener Wehrleitung Joachim Grefen, Reiner Graff und Joachim Wynands (von links) auch Kreisbrandmeister Bernd Hollands. Rechts Bürgermeister Eis zwischen den beiden Pfarrern Schornstein und Köhne. Foto: Helga Giesen

Roetgen. Anlass zur Freude hatte am Freitagabend die Roetgener Freiwillige Feuerwehr: Im Gerätehaus hatten sich die Mitglieder der Löschzüge Roetgen und Rott zu einer Feierstunde versammelt, um den neuen Rüstwagen für Technische Hilfeleistung einzuweihen.

Neben dem Roetgener Wehrführer-Trio Joachim Wynands, Joachim Grefen und Reiner Graff sowie Kreisbrandmeister Bernd Hollands konnte Bürgermeister Manfred Eis dazu auch Vertreter aus Politik und Verwaltung willkommen heißen.

Ebenso galt sein Gruß den Pfarrern Wolfgang Köhne (evangelisch) und Hans-Georg Schornstein (katholisch), die gekommen waren, um das neue Fahrzeug unter den Segen Gottes zu stellen.

Viele Stunden lang habe sich ein Arbeitskreis Gedanken darüber gemacht, wie ein Fahrzeug aussehen müsse, das die spezifischen und ortstypischen Anforderungen der Roetgener Feuerwehr erfüllt, würdigte der Bürgermeister den ehrenamtlichen Einsatz zusätzlich zum normalen Dienst. Eine der Herausforderungen bestand auch darin, dass das Fahrzeug mit seinen beeindruckenden Ausmaßen in das Gerätehaus passen musste.

Deshalb stehe hier jetzt kein Wagen „von der Stange“, der deutlich mehr gekostet hätte als die rund 248.000 Euro, die die Gemeinde investiert hat. Dies sei auch ein Beitrag der Feuerwehr zur Haushaltskonsolidierung, zeigte sich der Verwaltungschef erfreut.

Mit Stolz und voller Begeisterung stellte der Wehrleiter, Gemeindebrandinspektor Joachim Wynands, den neuen Rüstwagen vor, der ein Fahrzeug aus dem Jahr 1984 ersetzt. Sicherheitsgurte seien damals noch kein Thema gewesen, von Airbags, ABS oder anderen sicherheitsrelevanten Ausrüstungen ganz zu schweigen, stellte er die Verbesserung heraus, die das neue Fahrzeug auch für den persönlichen Schutz jedes einzelnen Aktiven während eines Einsatzes bedeutet.

Dank des perfekt ausgetüftelten, multifunktionellen Konzepts ist der neue Rüstwagen jetzt für technische Hilfeleistungen von den häufigen Einsätzen bei Ölschäden und Verkehrsunfällen bis hin zu Großschadensereignissen wie Sturm und Hochwasser bestens ausgestattet. Neben einer gewissen Geländegängigkeit gehören dazu auch die jetzt vorhandene Möglichkeit einer optimalen Ausleuchtung der Einsatzstelle und ausreichend Platz für die zweckmäßige Unterbringung aller für die unterschiedlichen Zwecke benötigten Materialien.

In einer kurzen Andacht mit Gebeten, Fürbitten und einer Lesung aus dem Römerbrief des Apostels Paulus segneten die beiden Geistlichen das neue Fahrzeug ein. „Sie selbst sind ein Segen“, hob Pfarrer Köhne das Engagement der Wehrleute hervor und betonte, dass zwar technisches Gerät nötig sei, aber dass man vor allem dankbar sein müsse, dass Menschen bereit sind, sich für den Schutz anderer einzusetzen. Pfarrer Schornstein hatte das Gleichnis von dem einen Leib mit vielen Gliedern gewählt, die alle verschiedene Funktionen haben, aber doch eins sind. So bringe sich auch in ihre Gemeinschaft jeder mit seinen unterschiedlichen Fähigkeiten ein zum Wohle aller.

An 22 Kameraden konnte Joachim Wynands zum Abschluss der Feierstunde noch Urkunden für die erfolgreiche Absolvierung von Aus- und Fortbildungen als Maschinisten überreichen. Der Dank des Wehrführers galt dabei auch dem Ausbilder Berthold Schröder.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert