Nordeifel - Eifler Wetter-Rückblick: Sehr nass und selten sonnig

Eifler Wetter-Rückblick: Sehr nass und selten sonnig

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Erst in der letzten Dekade zeigte der September sich von seiner schöneren Seite. Dieses Bild vom Altweibersommer entstand am Morgen des 24. September unweit der Rochusmühle bei Imgenbroich. Foto: Heiner Schepp

Nordeifel. Trotz der heißen Tage zum Monatsanfang und dem sonnigen Ausklang war der Herbstauftakt in diesem Jahr in unserer Region keineswegs gelungen. An vielen Orten war es so trüb wie lange nicht mehr und 14 Tage gab es bei regnerischem Wetter einen Vorgeschmack auf die dunklen und kühlen Tage des Spätherbstes.

Die monatliche Mitteltemperatur erreichte in Kalterherberg einen Wert von 11,5 Grad, in Simmerath 12,8 Grad, in Höfen 13,2 Grad, sowie 14,3 Grad im Raum Aachen und Alsdorf. Damit betrug die negative Abweichung 0,5 bis 1,0 Grad, der September war zu kalt. Und dabei hatte es so viel versprechend warm begonnen, Teil sogar rekordverdächtig heiß am 5. und 6. September.

Mit 33,6 Grad wurde in Aachen-Sief die höchste Septembertemperatur seit 1900 nur knapp verfehlt (Rekord am 8. September 1911 mit 34,3 Grad in Aachen-Stadt). Meist lagen die Maximalwerte zwischen 30 und 32 Grad, das ist selten besonders auf den Eifelhöhen (hier 28,3 Grad am Windpark Schöneseiffen und in Höfen). Mit drei bis vier Sommertagen rund um Monschau und Aachen wurde das normale Soll erreicht. Die niedrigsten Temperaturen des Monats konnten die Wetterbeobachter am 30. September messen. Kalterherberg war mit einer Lufttemperatur von 0,4 Grad kältester Ort.

Am Erdboden meldeten einige Talstation Bodenfrost bis -3 Grad, nichts außergewöhnliches für Ende September. Die Sonnenscheinbilanz des Monats ließ zu wünschen übrig, besonders in den Niederungen.

Folgende untypische Steigerung von Nord nach Süd war im Kreis Aachen zu beobachten: Deponie Aachen in Warden 172 Stunden, Aachen-Orsbeck 140, Kalterherberg 150, Schöneseiffen 163 und Monschau-Schulzentrum 173 Stunden. Als Ursache für die sonnenarmen Tage dürften die vielen Tiefdruckgebiete zur Monatsmitte genannt werden. Zum Monatsende hin setzte sich dann aber endlich ein Hoch mit sonnigem Wetter durch, so wurde die „gefühlte“ Bilanz wenigstens verbessert. Vom 7. bis zum 19. September regnete es täglich und damit wurde die Niederschlagsbilanz deutlich überdurchschnittlich gestaltet, eigentlich untypisch für diesen Monat.

Nach der zweitägigen Hitzewelle fiel am 7. September sogar mehr Regen als in den sechs Wochen vorher (verbreitet 30 bis 45 l/qm). Im Raum Eschweiler und Schöneseiffen wurden sogar 47 l/qm abgelesen und damit der höchste Septembertageswert seit 1987 mit 66 l/qm in 24 Stunden. Die Monatssummen des Niederschlags lagen um 20 bis 40 Prozent über den langjährigen Mittelwerten.

Für unsere Leser hier als Auswahl die niederschlagreichsten Stationen: Mützenich 143 l/qm, Kalterherberg 137 l und Höfen 123 Liter. In den Niederungen waren es 66 l/qm in Aachen-Sief, 80 l in Orsbeck und 109 l in Eschweiler. Es scheint so als hole der Oktober mit herrlichen Farben der Blätter und viel Sonnenschein die Defizite des Septembers wieder auf.

Auch die zweite Oktoberwoche war bis Mittwoch von hohem Luftdruck bestimmt, ab Donnerstag wird die Frostgefahr durch einen ersten leichten Wintereinbruch stärker. In der Nacht von Donnerstag zu Freitag kann es sogar Schneeregen oder Schneefall bei zwei Grad in den höchsten Lagen geben. Deshalb sollte man unbedingt an die Winterreifen denken.

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