Mützenich - Eifelvereins-Kinder auf Erkundungstour im Sägewerk

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Eifelvereins-Kinder auf Erkundungstour im Sägewerk

Von: aha
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Ehe die spannende Führung durch das Sägewerk in Mützenich begann, durften sich die Kinder beim Aktionstag des Kalterherberger Eifelvereins in den Holzspänen austoben. Foto: Anna Harings

Mützenich. Was passiert eigentlich in einem Sägewerk? Dieser Frage ging jetzt die Ortsgruppe Kalterherberg des Eifelvereins mit ihren jüngsten Mitgliedern auf den Grund, als man das Säge- und Hobelwerk Steffens in Mützenich besuchte.

Einmal im Jahr veranstaltet der Eifelverein Kalterherberg einen Aktionstag für deren jüngste Mitglieder. Das Ziel dieser Aktionstage ist es, dass die Kinder dabei etwas über ihre Heimat und ihre nächste Umgebung lernen, beispielsweise durch Besichtigungen. „Wozu kilometerweit fahren, wenn man gleich vor der Haustür schon so etwas Spannendes hat?”, erklärte Vorsitzende Elfriede Conrads.

Markus Kneer, Betriebsleiter des Sägewerks, begrüßte die Kinder im Alter von 4 bis 14 Jahre und ihre erwachsenen Begleiter und erzählte kurz die Geschichte des Sägewerks, das 1950 von Heinrich Steffens gegründet wurde. Später übernahmen die Gebrüder Steffens das Werk, das 2003 aus finanziellen Gründen durch Martin Krings und 2009 schließlich von Markus Kneer übernommen wurde.

Bei einer Führung zeigte der Betriebsleiter dann den Kindern den Weg eines Baumstamms durch ein Sägewerk, beginnend auf dem Rundholzplatz, auf dem die Stämme zuerst einmal von den Langholztransportern geladen werden. Die Bäume werden im Wald gefällt und dort schon entrindet, „dann können wir sie hier besser bearbeiten”, erklärte Kneer.

Damit weniger Schneidearbeit getan werden müsse, würden die Stämme vom Langholztransporter aus mit Hilfe eines Krans in Stapel der Länge nach geordnet. „Wir arbeiten mit Lärchen, Douglasien und Fichten. Das Holz der Lärchen und Douglasien verwendet man beispielsweise für Terrassen, das Fichtenholz für Dachstühle”, so Kneer.

Der Weg eines Baumstamms

Vom Rundholzplatz aus führte der Betriebsleiter die Gruppe weiter in die Sägehalle. Mit großen Augen schauten sich die Kinder um, wussten aber gar nicht, wo sie zuerst hingucken sollten. Das Team vom Sägewerk war mitten bei der Arbeit, was die Besichtigung noch interessanter machte.

Markus Kneer zeigte, wie die Holzstämme mit einem Kran auf Schienen fertig zugeschnitten eingeliefert wurden. Die an der Decke befestigten Deckenschienen machten den Kindern und Erwachsenen deutlich, dass Vieles, was heute Maschinen machen, früher von Hand betrieben wurde. Heute drückt ein Mann auf verschiedene Knöpfe, um die Stämme über einen Kettenzug in die Gattersäge zu bringen.

Anschließend wird das Holz auf Rollen zu einem Kettenzug transportiert. Darüber gerät es in die nächste Station, in der das Holz auf die perfekte Größe und Form angepasst wird. Über eine Kettenbahn wird das Holz schließlich zu einer Lagerstätte befördert; dort wird es nach Güteklasse, Verwendungszweck und Größe sortiert.

Markus Kneer startete später noch eine weitere Führung, in der alles noch einmal genau betrachtet werden konnte. Doch bevor es zu dieser zweiten Führung kam, lud der Betriebsleiter Kneer die Kindern und auch Erwachsenen zu einer Fahrt mit dem Schienenkran ein.

Mit einem kleinen Buffet ließ der Eifelverein den spannenden Nachmittag ausklingen. Nach der aufregenden und anstrengenden Besichtigung war der Hunger groß, und ein kleiner Sägewerksgast meinte gar: „Ich hätte auch den dicken Baumstamm gegessen, so viel Hunger hab ich!”
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