Eifelverein sichert gefährliches Teilstück des Jahrhundertwegs

Von: V.M.
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Steil, eng und wunderschön: Wegewart Benno Weber (re.) und Vorstandmitglied Arnold Kommer (li.) vom Eifelverein Monschau auf dem gesicherten Teilstück des Jahrhundertweges und Eifelsteigs zwischen Engelsley und Perlenau. Foto: V. Monterey

Monschau. „Wir haben den Weg auch für nicht so geübte Wanderer sicherer gestaltet”, berichtet Arnold Kommer, Vorstandsmitglied des Eifelvereins, Ortsgruppe Monschau.

Die Maßnahmen, die der Eifelverein zur Sicherung vorgenommen hat, fanden auf einer steilen Wegstrecke zwischen Teufelsley und Perlenau statt, die sowohl zum Jahrhundertweg, als auch zum Eifelsteig gehört, ein steiler enger Pfad über Stock und Stein, entlang an bizarr anmutenden Felsformationen, durch eine wilde Landschaft, hinab zum Fluss.

Rund acht Wochen dauerten Planung und Ausführung des Projektes, materiell und tatkräftig unterstützt durch den Eifelverein und mit Unterstützung der Firmen Hermanns (Schmiede) und Gamo (Bau) sowie des Forstamtes der Stadt Monschau.

Im oberen Bereich des Teilstückes wurde der Weg mit einem rund zehn Meter langen Holzgeländer gesichert und der verwurzelte Boden mit Schutt aufgefüllt, eingefasst von großen Baumstämmen. „Fünf große Eichenstämme”, so Wegewart Benno Weber, habe das Forstamt der Stadt Monschau zur Verfügung gestellt, die dann, entsprechend verarbeitet, an den steilen Abhang längs des Pfades verlegt wurden, damit Sturm und Regen den Schutt nicht fortspülen.

Stolperfallen beseitigt

Die einstige Stolperfallen, riesige Baumwurzeln und glitschiger Fels, sind nun von einer dicken Lage Schutt bedeckt. Mit dem Trecker von Walter Leufer aus Menzerath wurde das Material herangeschafft, so weit es möglich war, der Rest mit reiner Muskelkraft und der tatkräftigen Hilfe der Mitglieder des Eifelvereins transportiert, allen voran Wegewart Weber.

Ein zweites Geländer, für einen Sonderpreis geschmiedet, sichert einen hervorspringenden Felsen, und noch ein Stückchen weiter bietet nun ein Handlauf Sicherheit auf dem nackten Fels, der insbesondere bei schlechter Witterung oder Schnee und Eis schon so manchen Wanderer zu Fall gebracht hatte.

Der Weg bietet nun eine „dem Gelände angepasste Wanderung mit alpinem Charakter”, so Weber.

Zum 100. Geburtstag geschenkt

Den Jahrhundertweg mit einer Steigung von 460 Metern und einer Länge von mehr als 18 Kilometern schenkte der Eifelverein allen Wanderern anlässlich seines 100. Geburtstages. Eine Gedenktafel am offiziellen Start der Rundwanderung am Parkplatz Burgau erinnert daran. Von hier aus geht es an der Mädchenrealschule vorbei zur Kapelle am Grindel und weiter die kopfsteingepflasterte Straße hinauf gen Höfen. Beim Hotel „Aquarium” geht es rechts über die Wiesen mit einem schönen Blick in die Ferne bis zu einer vom Eifelverein neu errichteten Schutzhütte, dann durch den Wald hinab bis Engelsley und Teufelsley, einem Ort, wo der Sage nach noch Kobolde leben.

Während der Wanderung trifft man immer wieder auf Informationstafeln, auf denen die Sehenswürdigkeiten und die Geschichte Monschaus beschrieben sind. Bei dem Aussichtspunkt Engelsley, einem riesigen Felsvorsprung, hält der Wanderer sich links und folgt einem engen Pfad durch Mischwald hindurch und biegt schließlich rechts ab.

Hier geht es steil hinunter zum Hotel Perlenau, ein romantischer Pfad, der nun Dank des Eifelvereins auch für nicht so geübte Bergwanderer zu überwinden ist. Am Perlenbach entlang geht es weiter bis zum Stausee, über Damm und Straße hinüber in den Wald hinein. Weiter geht es durch Feld, Wald und Wiesen bis zur Kreuzung Messeweg, Richtung Kalterherberg bis zur Rur. Dieser entlang folgend, ist bald die Norbertuskapelle erreicht.

Nun geht es die Straße bergauf bis zur Einfahrt des Klosters Reichenstein und dann wieder hinunter über eine Fußgängerbrücke bis zum Hermesbach und zur Rur. Auf einem holperigen verschlungenen Pfad geht es zurück am Fluss entlang bis zur einstigen Fischerhütte und von dort steil bergauf, teilweise über Treppen, zur Ehrensteinsley, einem riesigen Felsen, gekrönt von einem stählernen Kreuz mit einem wunderschönen Blick ins Rurtal. Von hieraus geht es dann einen schmalen Waldweg wieder hinunter in die Altstadt Monschau und zum Parkplatz Burgau.

Ausschilderung gelobt

„Auch die Ausschilderung finde ich hervorragend”, bestätigt ein Wanderer aus Würselen, begeistert von der wilden Natur und dem Eifelsteig folgend, der sich über 313 Kilometer von Trier nach Aachen schlängelt, eben im Begriff, den nun gesicherten Abstieg zur Perlenau in Angriff zu nehmen.
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