Eifelverein fährt nach Frankreich: Noch Plätze frei

Von: heg
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Roetgen. Zur jährlichen Versammlung hatte der Roetgener Eifelverein seine Mitglieder in das Restaurant Brunnenhof eingeladen, um Bilanz zu ziehen und über neue Projekte zu berichten. Vorsitzender Rolf Vogel freute sich, dass sich am Dienstagabend unerwartet viele Wanderfreunde durch den Schnee gekämpft hatten.

In einem kurzen Bericht ließ er die Ereignisse des vergangenen Jahres Revue passieren. Neben den regelmäßigen Wanderungen wurden auch die „Großereignisse“ wie das Wanderwochenende an der Mosel, der Seniorenausflug nach Bonn und die Städtefahrt nach Mechelen sowie die Adventsfeier sehr gut von den Mitgliedern angenommen. Riesig sei auch in diesem Jahr wieder das Interesse an der von Hubert und Elfriede Baumsteiger organisierten Wanderwoche im Harz, blickte er voraus.

Aus der Vorstandsarbeit berichtete Rolf Vogel, dass 2012 die jahrelangen Bemühungen um das Kulturdenkmal „Genagelter Stein“ zum Erfolg geführt haben. Der Vennwacken in der Nähe des Grölisbachs, der einst mit drei eingeschlagenen Nägeln die Grenze zwischen dem Herzogtum Limburg, der Abtei Kornelimünster und dem Herzogtum Jülich markierte, war in einem desolaten Zustand und nicht mehr zugänglich. Der Grenzstein und die Umgebung konnten wieder aufgearbeitet und mit einer neuen Zuwegung versehen werden.

Sobald die Witterung es zulässt, wird auch eine Informationstafel aufgestellt. Die offizielle Einweihung wird mit der Ausrichtung des Kulturwandertags für die Bezirksgruppe Monschauer Land am 7. Juli gefeiert. Noch in Planung befindet sich eine Infotafel für den unweit gelegenen Grenzstein aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges, der die Inschrift „Beirbvm“ (Birnbaum) sowie das Korneliushorn trägt. Da der namengebende Baum verschwunden ist, wurde eine neue Wildbirne gesetzt.

Mitglieder der Ortsgruppe haben sich an Veranstaltungen der Bezirksgruppe und des Hauptvereins beteiligt. Auf der Frühjahrstagung wurden der Vorsitzende Rolf Vogel und Geschäftsführer Herbert Steffens für 50-jährige Vorstandsarbeit mit der goldenen Verdienstnadel des Hauptvereins ausgezeichnet. Die Fachwarte für Kultur, Wege, Naturschutz und Medien besuchten die Fachtagungen des Hauptvereins. Wanderungen wurden von Wanderführern der Ortsgruppe unter anderem geführt für die Ortsgruppe Berlin und den TV Roetgen.

Das positive Fazit des Vorsitzenden untermauerte Wanderwartin Helga Giesen mit einigen Zahlen. Mit 924 Teilnehmern an Wanderungen und Fahrten konnte die Ortsgruppe das in ihrer 51-jährigen Geschichte beste Ergebnis erzielen. Damit wurde das bisherige Rekordergebnis aus dem Jubiläumsjahr (843 Teilnehmer) noch einmal übertroffen und im Verlauf von fünf Jahren konnte sogar eine Steigerung von rund 200 Teilnehmern verzeichnet werden.

Traditionelle Städtefahrt

Die Seniorenfahrt finde am 27. Juni statt, gab die Wanderwartin bekannt. Mit Bus und Schiff wird den Städten Lüttich und Maastricht ein Besuch abgestattet. Im Oktober führt die traditionelle Städtefahrt mit der Eisenbahn nach Löwen. Auch die Jugendgruppe kann sich über stabile Teilnehmerzahlen bei ihren Veranstaltungen freuen, berichtete Jugendwart Hartmut Giesen.

Neben den traditionellen Sommerveranstaltungen, einem Zeltlager in Prüm und der Deutsch-Französischen Begegnung in Agde und Paris mit je rund 50 Teilnehmern, wurde im vergangenen Jahr das Jubiläumsfest der französischen Partnergruppe in Laval besucht sowie ein erfolgreiches Theaterprojekt mit Theaterpädagogin Petra Knittel durchgeführt. Für die diesjährige Begegnung vom 20. Juli bis 4. August, wieder in Agde und Paris, sind noch neue Interessenten willkommen (Infos unter www.eifelverein-blog.de).

Viel Arbeit haben die Wegewarte Manfred Knittel und Hubert Baumsteiger neben der Neumarkierung von Ortswanderwegen auch als Wegepaten in die Betreuung des Eifelsteig-Abschnitts zwischen Vichtbachbrücke und Schwerzfeld sowie der Struffelt-Route gesteckt. Zu ihren Aufgaben gehöre es dabei, Mängel an die Gemeinde zu melden, diese würden dann jedoch sehr schleppend behandelt, berichtete Hubert Baumsteiger. Vor allem betreffe dies den besonders bei Nässe sehr gefährlichen, steilen Abstieg von der Talsperre (frühere K 24) zur L 238 in Höhe Filterwerk. Hier sei trotz mehrfacher Meldung nichts geschehen. „Wenn Roetgen sich ‚Tor zur Eifel’ nennen will, muss noch viel passieren“, zeigte sich der Wegewart verärgert.

Über die finanzielle Lage gab Kassenwartin Doris Berger Auskunft, die Kassenprüfer Achim Gebler und Hans-Peter Breiten zollten ihr großes Lob für ihre akribische Arbeit und somit stand der einstimmigen Entlastung nichts im Wege. Allgemeine Vorstandswahlen standen in diesem Jahr nicht auf der Tagesordnung, mit der nach einer Satzungsänderung möglich gewordenen Wahl von Beisitzern stellte die Ortsgruppe jedoch die Weichen für die Zukunft.

Mit Peter Trottenberg zeigte sich ein junges Mitglied bereit, sich in die Vereinsführung einzuarbeiten. Der Vorstand hofft, in Kürze auch die zweite Beisitzerstelle mit Nachwuchs besetzen zu können.

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