Nordeifel - Eifelmuseen tragen ihre Schätze zusammen

Eifelmuseen tragen ihre Schätze zusammen

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„Eifelschätze” wurden am Eröffnungstag von den Museen und Paten vorgestellt. Unser Bild zeigt (v. li.) Ruth Breuer von der Historischen Senfmühle in Monschau mit ihrem Paten Bernd Stelter, Moderatorin Britta Mersch, Pate Hubert vom Venn, Burghard Kaufmann (Leiter Kreismuseum Bitburg-Prüm) sowie FIFA- und Bundesliga-Schiedsrichter und Pate Herbert Fandel. Foto: Ingrid Peinhardt-Franke

Nordeifel. Und es funktioniert doch - die Eifel ist tatsächlich eine Einheit und nicht etwa ein Gebilde aus vier einsamen Inseln in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, der deutschsprachigen Gemeinschaft Ostbelgiens und Luxemburg.

Am Wochenende wurde unter der Schirmherrschaft der Ministerpräsidenten Kurt Beck (Rheinland-Pfalz), Jürgen Rüttgers (NRW) und Karl-Heinz Lambertz (Deutschsprachige Gemeinschaft Ostbelgien) im historischen Bahnbetriebswerk in Gerolstein von 55 lokalen Museen die Aktion „Eifelschätze” ins Leben gerufen und erstmalig der Öffentlichkeit gezeigt.

Ein besonderes Exemplar

Die Idee: Jedes Eifeler Museum sollte ein besonderes Exponat aus seiner Sammlung nach Gerolstein schicken, um es dort als ureigenen „Eifelschatz” zu präsentiert. Doch damit nicht genug. Die Museen musste für ihren Eifelschatz auch einen Paten finden. Schon bald bekannten sich - um nur einige zu nennen - Margarete Schreinemakers, Jean Pütz, Wolfgang Niedecken, Henning Krautmacher, Ex-Bundesminister Hans Friedrichs und Jacques Berndorf zur Eifel.

Lediglich Top-Model Claudia Schiffer konnte für das Töpfereimuseum Raeren nichts ins Boot geholt werden - ihr Ururgroßvater war der Raerener Heimatdichter Hubert Schiffer. Dieser produzierte Nachbildungen, die heute noch als „Schiffer-Krüge” bezeichnet werden.

Natürlich war auch die Nordeifel mit Museen, musealen Einrichtungen und Paten vertreten. Einen Torf-Spaten (Pate Bürgermeister Theo Steinröx) hatte die „Uraalt Scholl” aus Mützenich nach Gerolstein geschickt, das Imgenbroicher Druckereimuseum (Pate Georg Weiss) steuerte einen Setzkasten mit Winkelhaken bei und fand vor allen Dingen mit der Aktion „Hieroglyphendrucken für Kinder” großen Zuspruch.

Ruth Breuer von der „Historischen Senfmühle” in Monschau (Pate Kabarettist Bernd Stelter) war mit einem Senftöpfchen nach Gerolstein gereist, und das Wasser-Info-Zentrum aus Heimbach brachte eine Hansa-Schüssel (Pate Prof. Dr. Frank Günther Zehnder ) aus dem 12.-13. Jahrhundert ein, die in der Heimbacher Burgruine entdeckt wurde. Hubert vom Venn aus Roetgen stellte als Pate für das St.-Vither „Schieferstollenmuseum” im Ortsteil Recht ein Öl-Auffangbecken aus Blaustein zum Mahlen von Bucheckern und Leinsamen vor.

Die Ausstellung in Gerolstein ist noch bis zum 1. Juni zu sehen, täglich begleitet von vielfältigen Aktionen. Anschließend wird eine Eifelschatzkarte mit den Museen, den Ausstellungsstücken und den Paten erscheinen.
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