Eifelklinik verabschiedet sich von Dr. Wiechmann

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Abschied und Neubeginn: Die Eifelklinik St. Brigida Simmerath verabschiedete jetzt den langjährigen Ärztlichen Direktor, Dr. Hartmut Wiechmann (Mi.). Ihm folgen in der Leitung der Gynäkologie Dr. Dieter Sohr (re.) und Dr. Andreas Cousin. Foto: P. Stollenwerk

Simmerath. Fast drei Jahrzehnte lang war Dr. Hartmut Wiechmann mit dem Simmerather Krankenhaus eng verbunden. Wie kaum ein anderer Mediziner des Hauses erlebte er eine intensive und wechsevolle Phase des Hauses.

Jetzt fand die feierliche interne Verabschiedung statt: Nach 28 Jahren verabschiedet sich Dr. Wiechmann von seinen Posten als Chefarzt der Gynäkologie und Geburtshilfe sowie als Ärztlicher Direktor der Eifelklinik St. Brigida.

In fast drei Jahrzehnten habe er sich nicht nur in fachlicher Hinsicht unermüdlich für alle Belange des Hauses eingesetzt, hieß bei der kleinen Feierstunde in der Cafeteria.

Es war der 1. November 1983, als der Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe nach seinem Studium der Humanmedizin in Köln und Tätigkeiten als Stabsarzt bei der Bundeswehr sowie im St. Anna Hospital Köln und vor allem am Heilig-Geist-Krankenhaus Köln die Chefarzttätigkeit im Simmerather Krankenhaus übernahm, dessen Geschicke er später mit großer Tatkraft, kompetentem Auftreten und viel Menschlichkeit auch als Ärztlicher Direktor mit leitete.

„Nachdem wir das Haus erst im September 2010 übernommen haben, waren uns leider nur wenige Monate der Zusammenarbeit mit Dr. Wiechmann vergönnt”, bedauert Dr. Sören Eichhorst, Geschäftsführer der Eifelklinik St. Brigida. „Doch auch in dieser kurzen Zeit durften wir ihn nicht nur als hervorragenden Mediziner, sondern vor allem als Mitarbeiter und Menschen erleben, der sich stets für die Belange des Hauses und der Eifelbevölkerung eingesetzt hat. Für dieses Engagement sind wir ihm zu großem Dank verpflichtet.”

Diese Einschätzung stieß auch bei den Eifelklinik-Mitarbeitern durchweg auf Zustimmung: Sei es die aktive Mitarbeit in der damaligen Krankenpflegeschule, sein Talent als Büttenredner oder als Schiedsrichter, auf Dr. Wiechmann war stets Verlass, so die einhellige Meinung.

In besonderem Maße zeigte sich sein Einsatz jedoch, wenn es um den Fortbestand der Geburtshilfe am Simmerather Krankenhaus ging, die der Chefarzt über die letzten Jahre hinweg durch viele Höhen und Tiefen begleitet hat und trotz aller negativen Prognosen mit in die neue Trägerschaft retten konnte. Dass der Geburtshilfe nun unter anderem durch eine ansprechendere und modernere Raumgestaltung zu neuer Blüte verholfen werden soll, dürfte ihn dementsprechend ganz besonders freuen. Die ersten Schritte sollen noch in diesem Jahr erfolgen.

Auch die Nachfolgeregelung steht bereits fest: „Mit den beiden bisherigen Oberärzten Dr. Andreas Cousin und Dr. Dieter Sohr werden in Zukunft zwei Kollegen die Leitung der Station übernehmen, die über langjährige Erfahrung verfügen und mit den Prozessen im Haus bestens vertraut sind”, erklärt Dr. Sören Eichhorst. „So können wir die familienorientierte Gynäkologie und Geburtshilfe in der Eifelklinik St. Brigida ganz im Sinne Dr. Wiechmanns, jedoch mit der eigenen Handschrift der Nachfolger fortführen.”

Dr. Wiechmann wird sich zum Zeitpunkt der Umsetzung der Maßnahmen bereits im hochverdienten Ruhestand befinden, wo zunächst endlich einmal seiner Familie seine volle Zeit und Aufmerksamkeit zuteil werden sollen. Das Krankenhaus vermissen wird er trotzdem. Schließlich hat er hier weit über 10 000 Geburten miterlebt - insgesamt entspricht das in etwa der Einwohnerzahl von Eicherscheid, Kesternich, Lammersdorf, Rollesbroich, Rurberg und Simmerath zusammen.

Besonders wichtig ist es ihm deshalb auch, sich nochmals bei allen Patientinnen zu bedanken, die ihm über viele Jahre hinweg ihr Vertrauen geschenkt haben, sowie bei den niedergelassenen Kollegen für die hervorragende Zusammenarbeit. „Ich möchte das gerne in den Worten Wilhelm Buschs ausdrücken, der meinte: ,Meistens hat, wenn zwei sich scheiden, einer etwas mehr zu leiden. In diesem Falle bin ich das”, betont Dr. Hartmut Wiechmann. Jedoch sei er ja auch nicht aus der Welt, schließlich wohne er weiterhin in Simmerath und werde dem Krankenhaus als Freund und Förderer treu bleiben.

Ein fester Termin wartet bereits am 14. September auf ihn: Hier ist in der Eifelklinik ein wissenschaftliches Symposium unter dem Titel „Entwicklung von Gynäkologie und Geburtshilfe in den letzten Jahrzehnten mit Ausblick in die Zukunft” geplant, das gleichzeitig als Abschiedsveranstaltung für den Arzt fungiert, der die Entwicklung seines Fachbereichs in der Eifel über Jahre hinweg maßgeblich vorangetrieben hat.
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