Eicherscheid - „Eifelklänge“ machen Appetit auf das Fest

„Eifelklänge“ machen Appetit auf das Fest

Von: M.S.
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Die „Eifelklänge“ Eicherscheid – ein in allen Registern gut besetztes Blasorchester, konzertierten im Golddorf zum Advent. Foto: Manfred Schmitz

Eicherscheid. „Musik macht Freude! Wer musiziert, spielt sich Akkord für Akkord den Alltags-Stress aus Körper und Seele!“ Kredo des niederländischen Vollblut-Musikpädagogen Harry Schaeps. Er übernahm vor just zehn Jahren die künstlerische Leitung des Eicherscheider Musikvereins „Eifelklänge“.

Und seither weckte der Kerkrader Dirigent das Orchester aus seinem konzertanten Dornröschenschlaf und führte es mit Schwung und Pep in obere euregionale Leistungsränge. Die bestechende Eigenschaft und Erfolgsgarantie des Orchesters ist ein systematisch entwickeltes Repertoire der Vielfalt: Es umfasst Werke der Klassik und Volksmusik ebenso wie moderne Kompositionen, populäre Hits, Jazzelemente wie Evergreens einer Showband.

Dies zeigte sich einmal mehr zum sonntäglichen Adventskonzert. Hierzu hatten die Golddorf-Blasmusikanten in die Pfarrkirche Sankt Lucia geladen. Dort begrüßte „Eifelklänge“-Vorsitzender Jochen Jansen eine stattliche Zuhörerschaft („Im Fußball-Stadion würde man sagen: fast ausverkauft!“). Jansen empfahl seinem Auditorium, zu Gehör gebrachte, weltbekannte Weihnachtslieder und Liedgut der Völker durch kräftiges Mitsingen zu verstärken.

Das ließ sich die Gotteshaus-Besucherschar nicht zweimal sagen. Bald huschte das Christkind nach Noten durch den rieselnden Schnee im Winterwald, preschte Sankt Nikolaus auf seinem von Karibu Rudi gezogenen Schlitten daher, steppte der friedliche Kanada-Bär mit himmlischen Engeln märchenhaft um die Wette.

In einstündigem Programm, durch mehre von den Zuhörern geforderte Zugaben bereichert, zog das rund 50-köpfige , instrumental bestens besetzte Eifelklang-Ensemble alle Register seines Könnens, von brausendem Beifall aus den Rängen belohnt. Die kredenzte Programmfolge hätte bekömmlicher nicht sein können.

Nach der rechten Einstimmung auf die Geburt Christi („Nun freut euch, ihr Christen“) als weihnachtliches Vorspiel zur Melodie „Adeste Fidelis“ neu bearbeitet, folgten besinnliche und temperamentvolle Weisen nonstop und im Wechsel. So die alte englische Volksweise „Greensleves“ (Musik aus dem Himmel). Andächtiges Lauschen im Kirchenschiff bei Vertonung einiger Szenen um das still behütet schlummernde Jesuskind.

Dann ging die Schlittenfahrt über Landesgrenzen und Kontinente hinweg. Nach Wales, wo „Merry Christmas everyone“ auf dem an den Gottessohn und „Santa“ gerichteten Wunschzettel stand. Anspruchsvolle Kost: das getragene „Omra mai fu“ aus Händels dem Perserkönig Xerxes gewidmeter Oper. Mit ausgezeichneten, physisch wie psychisch Kondition und Konzentration fordernden Trompetensoli erfreuten Rolf Baumgarten, Markus Bertram und Wolfgang Wischrath die andächtig Lauschenden ringsum.

Verlockende Köstlichkeiten

Nach besinnlich und „leise rieselndem Schnee“, mehrsprachig interpretierten Festgrüßen und der ultimativen Zugabe „Stille Nacht“ zog das Gros der Konzertbesucher ins Pfarrheim und das davor errichtete Budenensemble. Hier erwartete die Gäste der dritte Luciamarkt in Folge mit seinem Sortiment verlockender Köstlichkeiten, überwiegend „handmade in Nordeifel“. Die Verkaufserlöse des fröhlichen Treibens und nachbarschaftlicher Kommunikationsbörse waren zur Sanierung und Unterhalt des Lucia-Pfarrheims bestimmt.

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