Eifelkabarett und Irish Folk kombiniert

Von: P. St.
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Jupp Hammerschmidt (li.) und Georg Kaiser sind „ne Biebes unn ne Oaß“: Am 15. Oktober wollen sie im Pfarrheim Strauch mit Kabarett und Musik zeigen, dass Höfener und Kalterherberger zumindest auf der Bühne zueinander finden können. Foto: Peter Stollenwerk

Strauch. Wenn „ne Biebes ne Oaß“ trifft, dann trifft ein Schmetterling einen Ochsen, man könnte auch sagen: Ein Höfener trifft einen Kalterherberger. Und wenn „ne Biebes ne Oaß“ trifft, ist grundsätzlich der Bär los. Das hat mit genetischen Gründen zu tun, denn Höfen und Kalterherberg, das ist wie Köln und Düsseldorf.

Man braucht nur den Perlenbach durch den Rhein zu ersetzen. Und wenn der Biebes dann auch noch Geschichten, Gedichte und Anekdoten aus der schönen guten alten Eifel präsentiert – und der Oaß dazwischen immer wieder zur Gitarre greift und die Stimme erhebt, um seine Irish-Folk-Songs zum Klingen und Schwingen zu bringen, dann sollte logischerweise sogar der Bär los sein.

„Eifel-Kabarett und Irish-Folk – wie passt das denn zusammen?“, wird sicher der eine oder andere fragen. „Am besten mal gucken kommen“, empfehlen Eifelkabarettist Jupp Hammerschmidt und der Folkmusiker Georg Kaiser, die inzwischen auch als Duo erste Erfolge feiern konnten. Die nächste Gelegenheit dazu ist am Sonntag, 15. Oktober, in Strauch.

Der eine, Jupp Hammerschmidt, ist durch sein treffsicheres Eifelkabarett bekannt, der andere, Georg Kaiser, ist ein Stimmungsgarant mit seinen Irish-Folk-Songs. Jupp Hammerschmidt, der aus Höfen stammt, und Georg Kaiser, ein geborener Kalterherberger, zeigen auf der Bühne, dass mit gutem Willen der Dialog zwischen den beiden Orten funktionieren kann.

Die biografische Note, dass die beiden Künstler aus zwei Eifeldörfern stammen, die von ihrer Historie her ein sehr spezielles Verhältnis miteinander pflegen, macht eigentlich eine gedeihliche Zusammenarbeit unmöglich, erst recht wenn es um Kultur geht.

Hitze der Jugend kontrolliert

Hammerschmidt (70) und Kaiser (55), die inzwischen über eine gewisse Lebenserfahrung verfügen, können die Hitze ihrer Jugend inzwischen kontrollieren und haben es geschafft, schier unüberbrückbare Hindernisse aus dem Weg zu räumen: Nach einem geglückten gemeinsamen Start außerhalb ihres Dunstkreises, in der Galerie Eifelkunst in Gemünd in diesem Frühjahr, haben sie als Duo auf der Bühne zueinander gefunden, und mit dem Programm „Ne Biebes unn ne Oaß – Eifelkabarett meets Irish Folk – Jupp Hammerschmidt trifft Georg Kaiser“ nicht nur einen Beitrag zu Integration und Völkerverständigung geleistet, sondern auch mit der Kombination aus Musik und Humor eine verträgliche Mischung gefunden.

Höfener und Kalterherberger verbindet eine traditionell gewachsene Hassliebe. Die Rivalität zwischen den beiden Orten spielt selbstverständliche eine Rolle im Programm, „weil die Leute das erwarten“, sagen Hammerschmidt und Kaiser. Jupp Hammerschmidt übernimmt den Text-Part, Georg Kaiser ist für das musikalische Gelingen zuständig. Gemeinsam wollen sie auch ein Eifellied singen und Eifeler Anekdoten musikalisch verpacken.

„Vor 50 Jahren wäre das nicht möglich gewesen, dass ein Höfener und ein Kalterherberger gemeinsam auf der Bühne stehen“, sagt Jupp Hammerschmidt, und Georg Kaiser kontert: „Normalweise geht das überhaupt nicht“. Die Zuschauer sind nun eingeladen, selbst zu sehen, was geht.

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