„EifelFam”: Kleine Dienste können große Hilfe sein

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Der Verein EifelFam wächst: Ziel seiner Mitglieder ist es, Familien mit finanziellen Problemen zu unterstützen, Menschen bei Verwaltungsgängen zu begleiten oder auch alleinerziehenden Müttern unter die Arme zu greifen.

Nordeifel. Der Verein „Eifeler Netzwerk für Familien e.V.” - kurz EifelFam - besteht seit fast zwei Jahren, ist im Altkreis Monschau aktiv und zählt inzwischen rund 65 Mitglieder. Inzwischen ist man auch mit der Caritas, den Eifeler Christen, den „Smarties”, dem SKF und der Monschauer Tafel vernetzt, um die sozialen Angebote künftig enger miteinander abzustimmen.

Immer mal wieder erreichen den Verein Spenden von Menschen, denen die Idee der „organisierten Nachbarschaftshilfe” gefällt. So wurde kürzlich der Überschuss aus der Kasse der leider aufgelösten Kindergruppe in Imgenbroich von den Initiatoren Alice Klein und Bettina Hilgers an EifelFam gespendet - immerhin rund 300 Euro.

Darüber hinaus gingen zweckgebundene Spenden ein, die es behinderten Kindern finanziell schwacher Eltern ermöglichen sollen, fast kostenlos an therapeutischem Reitunterricht im benachbarten Belgien teilzunehmen. EifelFam-Vorsitzender Andreas Giebler aus Eicherscheid: „Solche Reitstunden sind üblicherweise von finanziell eher schwächer gestellten Familien kaum zu finanzieren, weil die Krankenkassen diese Kosten nicht übernehmen.”

Trotz dieser positiven Entwicklung ist der erste Vorsitzende Andreas Giebler noch nicht ganz zufrieden: „Junge Familien sind für den Verein nur schwer zu gewinnen. Oft schweben junge Eltern in den ersten Monaten ihrer Elternschaft noch auf Wolke sieben und sehen deshalb den Sinn eines Beitritts nicht.”

Dabei sieht Giebler durchaus die Möglichkeit, auch hier bei alltäglichen Problemen hin und wieder Abhilfe zu schaffen - und sei es nur durch die Förderung gegenseitiger Hilfe unter jungen Müttern oder durch die Vermittlung einer „Paten-Oma”, die junge Eltern je nach Wunsch und Absprache stundenweise unterstützen könnte.

Durch die Mitgliedschaft im Verein sinkt erfahrungsgemäß die Hemmschwelle, Hilfe anzunehmen. Denn wer traut sich heute schon, in der Nachbarschaft zu erkennen zu geben, dass man froh über eine helfende Hand, ein ablenkendes Gespräch, ein wenig Verständnis und Unterstützung im Alltag wäre. EifelFam gegenüber werden diese Hilferufe schon eher geäußert. Hier wird zunächst anonymisiert nach einer passenden Hilfe innerhalb des Vereins gesucht. Giebler: „Sofern eine in Frage kommende Hilfe gefunden wird, erfolgt die Vermittlung nach Rücksprache und mit dem Einverständnis des Hilfesuchenden”.

Auch aktuell gibt es Bedarf: Gesucht wird beispielsweise eine Fahrgelegenheit für ein Kleinkind zur KiTa nach Dedenborn in den frühen Morgenstunden und auch wieder zurück am frühen Nachmittag.

Wer bereit ist evtl. einen kleinen Umweg in Kauf zu nehmen, wird gebeten sich zu melden. Außerdem werden für eine junge Familie in Roetgen eine gelegentliche Ersatzoma und Familienkontakte gesucht.

EifelFam sucht nicht nur Mitglieder, denen geholfen werden kann, sondern auch solche, die zu helfen bereit sind. Dazu bedarf es nicht unbedingt großer Spenden, obwohl diese natürlich auch willkommen sind. „Aber schon mit der Bereitschaft, hin und wieder einen Fahrdienst für eine nicht motorisierte Familie zu übernehmen, eine alleinerziehende Mutter mit ihren Kindern beim Einkaufen zu begleiten oder ab und an für einige Stunden in der Woche eine Kinderbetreuung zu übernehmen, jemanden bei Verwaltungsgängen zu unterstützen oder einfach mal für ein Gespräch zur Verfügung zu stehen, wäre dem Verein weitergeholfen”, wirbt der Vorsitzende um soziales Engagement.

Darüber hinaus bringt die wachsende Mitgliederzahl und die damit steigende Anzahl an kleinen Diensten ein organisatorisches Problem für den Verein mit sich: Wer also hier sein Talent sieht und den Verein gerne unterstützen möchte, ist ebenfalls herzlich willkommen. (P. St.)

Am Mittwoch, 14. November um 19.30 Uhr, findet die Jahreshauptversammlung des Vereins Eifelfam im Vereinsheim von Germania Eicherscheid, Bachstraße, statt. Neben Berichten des Vorstandes zur Vereinsentwicklung und der Verwendung der Fördergelder stehen die Wahl des 1. Vorsitzenden, des Kassierers und des Schriftführers auf der Tagesordnung.

Kontakt: Andreas Giebler, Tel. 02472/940026

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