Eifeler Zwillinge müssen Fach Religion belegen

Von: gego
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Köln/Simmerath. Ein Zwillingspaar aus Simmerath-Kesternich, das gerade eingeschult worden ist, muss vorläufig am Religionsunterricht teilnehmen.

Das hat das Oberlandesgericht (OLG) Köln am Montag in einem Eilverfahren entschieden und damit einen Beschluss des Monschauer Amtsgerichts bestätigt. Die Mutter, die mit den Zwillingen getrennt von ihrem Mann lebt, hatte gegen einen Beschluss des Amtsgerichtes Beschwerde eingelegt. Die Mutter wollte den Kindern ermöglichen, später selbst eine Religion wählen zu können.

Das Amtsgericht hatte Ende Mai im Sinne des Vaters entschieden, der sich für eine Teilnahme der Kinder am Religionsunterricht ausgesprochen hatte, obwohl er wie seine Frau konfessionslos ist. Das Amtsgericht argumentierte, „eine Nichtteilnahme an Religionsunterricht und Gottesdienst” stelle „eine ,Ausgrenzung der Kinder in einem ländlich-katholisch geprägten Umfeld” dar. Das OLG, das sich mit dem Fall noch in einem Hauptsacheverfahren beschäftigen wird, appellierte an die Eltern, ihre Erziehungskompetenz wahrzunehmen und „einer Verunsicherung ihrer Kinder entgegenzuwirken”. Am Religionsunterricht teilzunehmen, entspräche im Moment dem Kindswohl.

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