Eifeler Wetterbilanz: Triste Tage, reichlich Regen, wenig Winter

Von: kjl
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Der November 2013 hatte auch viel Nebel im Angebot, der nicht immer so malerisch daherkam wie dieser Morgennebel zwischen Steckenborn und Woffelsbach mit dem Hechelscheider Hövel. Foto: Peter Stollenwerk

Nordeifel. In unserer Region zeigte sich der letzte Herbstmonat Grau in Grau. Ein milder Start wurde dabei kompensiert von einer kurzen, fast winterlichen Periode zum Monatsende. Mit einem sehr sonnigen Karnevalsauftakt am 11.11. kamen gleichzeitig die Nachtfröste.

In der Summe lag die Monatsmitteltemperatur nur geringfügig unter den 30-jährigen Mitteln: Kalterherberg 3,2 Grad (-0,7), Simmerath 3,4 Grad (-0,3), Roetgen 4,1 Grad (-0,2), Schmidt 4,8 Grad (-0,3) und Aachen 5,3 Grad (-0,9).

Im ersten Monatsdrittel schaffte der so genannte „Allerheiligensommer“ noch einmal Höchstwerte bis 14,8 Grad an der Eifelostseite (Windpark Schmidt). Auch sonst lagen die Maxima bis zum 8. November meist zwischen 10 und 15 Grad.

Die niedrigsten Temperaturen wurden allerdings in den beiden Nächten vom 25. bis 26. November gemessen: -5,4 Grad in Kalterherberg (am Boden -9,0 Grad), -5,3 Grad in Höfen, -4,8 Grad in Roetgen (am Boden -8,3 Grad), -4,3 Grad in Mützenich und -2,0 Grad in Aachen-Orsbeck. Die Zahl der Frosttage im November entsprach weitgehend den Mittelwerten (drei in Aachen, acht bis zwölf in den Höhengebieten rund um Monschau).

Extrem nasser Start

Die Niederschlagsmengen waren zum Herbstende trotz trockener zweiter Monatshälfte deutlich überdurchschnittlich. Hierfür war der extrem nasse Start in den ersten zehn Tagen verantwortlich (140 l/qm in Kalterherberg). Gut 75 Prozent der Niederschläge fielen in dieser Zeit, wobei der 7. November bis zu 33 l/qm in 24 Stunden zwischen Roetgen und dem Wahlerscheider Forsthaus lieferte.

Am 20. November setzten erstmals oberhalb von 400 m Schneefälle ein, und in der Folge zogen tausende Kraniche über unsere Region in den warmen Süden. Am 22. konnte man die Kraniche im Tiefflug über der Rur zwischen Einruhr und Monschau sehr gut beobachten, wenn der Nebel es zuließ. In Kalterherberg bildete sich am 21. erstmals eine zwei Zentimeter dünne, geschlossene Schneedecke – sehr wenig für einen November.

Die Niederschlagssummen waren wie üblich in den Höhengebieten deutlich höher, aber überall überdurchschnittlich. Neben 80 bis 95 l/qm rund um Aachen gab es folgende Stationen mit besonders viel Regen (in Klammer die Abweichungen gegenüber dem langjährigen Mittel): Kalterherberg 178 l/qm (140 ), Höfen 154 l/qm, Perlenbachtalsperre 151 l/qm, Roetgen 139 l/qm (143 ), Forsthaus Wahlerscheid 137 l (138 ), Strauch 128 l/qm (132 ) und Monschau (Schulzentrum) 118 Liter pro Quadratmeter.

In weiten Teilen des Raums Aachen hat sich die Sonne im November sehr rar gemacht und vielen Menschen ist dies sicherlich aufs Gemüt geschlagen. Folgende Stationen zeigen die geringen Summen im November: Kalterherberg 25 Stunden, Raum Steckenborn/Schmidt 29 Stunden, Aachen 30 Stunden, Windpark Schöneseiffen 32 Stunden und in Alsdorf-Warden 43 Stunden.

Die hinter Orkan Xaver eingeflossene Polarluft wurde am zweiten Advent rasch wieder durch milde Atlantikluft ersetzt. Bis zum dritten Advent werden wir keinen strengen Winter erleben, eher ruhiges, trockenes Hochdruckwetter mit Nachfrösten.

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