Eifeler Netzwerk hilft dort, wo es erforderlich ist

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Ob Hilfe bei den Hausaufgaben
Ob Hilfe bei den Hausaufgaben oder anderlei Untertstützung. „EifelFam” müht sich nach Kräften. Foto: EifelFam

Nordeifel. Seit 14 Monaten ist „EifelFam” auf der Bildfläche präsent. Der Verein Eifeler Netzwerk für Familien e. V. wurde im November 2010 in Eicherscheid gegründet und ging seinerzeit aus dem dortigen Förderverein Pfarrheim Eicherscheid hervor, wo sich eine Abteilung bereits intensiv der Förderung junger Familien zugewandt hatte, ehe sie schließlich den Weg in die Selbstständigkeit wählte.

Nachdem der Bekanntheitsgrad des Vereins mit inzwischen über 30 Mitgliedern und zehn Förderern weiter zugenommen hat und er bereits erste „Nachbarschaftshilfe” durch seine Netzwerktätigkeit per Internet und E-mail in den Eifelgemeinden Roetgen, Simmerath und Monschau leisten konnte, „nehmen nun die Anfragen von Hilfsbedürftigen stetig zu,” bilanziert der 1. Vorsitzende Andreas Giebler.

So konnte vor wenigen Wochen auf Nachfrage einer Sozialarbeiterin der Städteregion für eine Jugendliche, die eine Sonderschule besucht, kostenlos Nachhilfe in Englisch organisiert werden. Aus den Reihen des Vereins meldeten sich innerhalb weniger Tage gleich zwei Ehrenamtler, die bereit waren, zu helfen. „EifelFam” übernimmt nun die Fahrtkosten der Ehrenamtlerin.Weitere Beispiele für konkrete Hilfe sind eine alleinerziehende Mutter, der für Fahrdienste und gelegentliche Kinderbetreuung eine Ehrenamtlerin zur Seite gestellt werden konnte, sowie eine weitere alleinerziehende Mutter, für die man wegen ihres geringen Einkommens den Spielgruppenbeitrag eines Mutter-Kind-Kurses übernommen hat.

Diese Beispiele beschreiben auch exakt die Zielsetzung des Vereins. Giebler: „Das Netzwerk möchte schnell und unbürokratisch Nachbarschaftshilfe im besten Sinne leisten.”

Darüber hinaus bietet der Verein Unterstützung für Kindergärten und KiTas, die keinen eigenen Förderverein besitzen, indem ein Unterkonto für den jeweiligen Kindergarten eingerichtet wird, auf das die spendenwillige Eltern einzahlen können.

90 Prozent dieser Gelder werden dann für gemeinnützige Zwecke im Sinne der Satzung des Kindergartens verwendet - die restlichen zehn Prozent werden für ähnliche soziale Aufgaben in anderen KiTas in den drei Eifelgemeinden zurückgehalten.

Da Kindertagesstätten in der Regel eine der ersten Anlaufstellen für Familien sind und meist wissen, wo der Schuh drückt, ist der Verein um eine enge Zusammenarbeit mit den Kindergärten und KiTas bemüht.

Aktuell Hilfe gesucht

Um die niederschwelligen Angebote ausbauen zu können, wendet der Verein sich nun aufgrund der stetigen Zunahme der Hilfsanfragen an die Eifeler Bevölkerung und bittet in zwei aktuellen Fällen um zusätzliche Hilfe.

So wird für eine alleinerziehende Mutter in einem Monschauer Stadtteil eine regelmäßige Betreuung ihrer sechsjährigen, schulpflichtigen Tochter gesucht. Diese Betreuung/Beaufsichtigung ist in jeder zweiten Woche von 16 bis 18 Uhr nötig. Diese Hilfeleistung könnte auch auf zwei oder drei Familien oder unter ähnlich betroffenen Müttern aufgeteilt werden.

Der zweite Fall betrifft eine Familie in der Nähe von Lammersdorf. Hier hat sich die zuständige Sozialarbeiterin an den Verein gewendet, um eine regelmäßige Hausaufgabenbetreuung und gelegentliche Nachhilfe für einen Drittklässler zu finden.

Die Höhe der Kostenerstattung durch den Verein ist abhängig von der Bedürftigkeit der Hilfe suchenden Familien.

„EifelFam” möchte seine Arbeit in Zukunft auf ein noch breiteres Fundament stellen: Dem Verein anschließen kann sich auch, wer nicht direkt helfen kann oder möchte, denn der Verein lebt nur in zweiter Linie von den Mitgliedsbeiträgen.

Viel wichtiger sind die Menschen, die mit ihrem Wissen, ihren Erfahrungen und Verbindungen das so wichtige Netzwerk des Vereins bilden. Bei Anfragen nach Hilfsangeboten können diese dann einfach per E-Mail an die Vereinsmitglieder weitergeleitet werden und schon so manches Mal konnte in der Vergangenheit so entsprechende Hilfe gefunden werden.
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