Nordeifel - Eifeler Flüchtlingsunterkünfte bis Jahresende belegt

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Eifeler Flüchtlingsunterkünfte bis Jahresende belegt

Von: P. St.
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Bis Jahresende sind die Flüchtlingsunterkünfte in der Eifel noch belegt.

Nordeifel. Der große Ansturm von Flüchtlingen wie er noch von einem Jahr auch in der Nordeifel herrschte, hat sich stark beruhigt. In den drei Notaufnahmeeinrichtungen Einruhr, Monschau und Höfen sind aktuell zusammen 270 Personen untergebracht.

Im Herbst 2015 waren es noch insgesamt über 600 Personen in vier Einrichtungen. Die Landesregierung geht nun verstärkt dazu über, die Groß-Unterkünfte in der Region, wo bis zu 1000 Personen Platz finden könnten, wieder zu schließen.

Die Notunterkunft in einem Internatsgebäude des BGZ in Simmerath (90 Plätze) wurde bereits im Frühjahr aufgelöst. Derzeit sind in der Unterkunft Monschau-Haag (ehemalige Hauptschule), die als Erstaufnahmeeinrichtung vom Land NRW angemietet wurde, nur noch 56 Flüchtlinge untergebracht.

Die maximale Kapazität ist hier für 400 Personen ausgelegt. Wie die Bezirksregierung Köln auf Anfrage sagte, soll die Notunterkunft auf der Haag Ende März 2017 geschlossen werden. In der zweiten Nordeifeler Erstaufnahmeeinrichtung des Landes, im Sonnenhof in Einruhr, finden derzeit 90 Personen Platz.

In dem ehemaligen Hotel, bestehend aus zwei Gebäudekomplexen, auf dem Hostertberg war zunächst Platz für 130 Flüchtlinge, dann wurde ein weiteres Gebäude ertüchtigt, sodass die Kapazität auf 200 Personen erhöht wurde.

Auf dem Gelände der ehemaligen „Funk“ am Ortsrand von Höfen finden derzeit 121 Flüchtlinge vorübergehend eine Bleibe; die maximale Kapazität in der einstigen Bundesstelle für Fernmeldestatistik auf dem Heidgen liegt bei 172 Plätzen.

Seitens der Städteregion Aachen, die bei Unterbringung der Flüchtlinge Amtshilfe leistet, geht man davon aus, dass die drei Erstaufaufnahmeeinrichtungen auf jeden Fall noch bis zum Jahresende belegt sein werden.

Die Leiterin des Amtes für Ordnungsangelegenheiten, Rettungswesen und Bevölkerungsschutz bei der Städteregion Aachen, Marlis Cremer, sieht auch die Vorgehensweise des Landes, sich von Groß-Unterkünften, die in Leichtbauweise errichtet wurden, wieder zu verabschieden, aber an den anderen Unterkünften festzuhalten. Insgesamt werde die Kapazität deutlich verringert.

Derzeit kommen im Schnitt rund 1200 Flüchtlinge pro Woche nach Nordrhein-Westfalen. Im Januar und Februar 2016 waren es noch 4000 bis 5000 Menschen pro Woche.

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