Eifel: Kein Knick beim Geschäft mit den Kreuzfahrtkähnen

Von: Stefan Herrmann
Letzte Aktualisierung:
Kreuzfahrten: Bisher keine Kri
Kreuzfahrten: Bisher keine Krise trotz der beiden Costa-Unglücke. Foto: imago/imagebroker

Nordeifel. Zwei Kreuzfahrt-Unglücke innerhalb weniger Wochen: Wie reagieren Reisebüros und deren Kunden darauf? In der Nordeifel sehr besonnen. Kaum Nachfragen, keine Bedenken - das Geschäft läuft trotz der Negativ-Schlagzeilen der letzten Wochen wie gewohnt weiter.

„Wir haben keine rückläufigen Buchungszahlen”, erzählt Stefanie Borger von der Flugbörse Monschau. Erst vor kurzem habe ein Kundenpaar eine Kreuzfahrt gebucht. „Die hätten sogar Costa genommen”, sagt die Reiseverkehrskauffrau. Doch die Route passte nicht. „Jetzt haben sie ,Mein Schiff gebucht”, fügt Borger an.

Der Anteil an verkauften Kreuzfahrten pro Jahr ist überschaubar beim Monschauer Reisebüro: 10 bis 15 Mal wählen Kunden den Urlaub auf dem Meer. „Die, die Kreuzfahrer sind, buchen es auch nach den Unglücken ohne Sorgen”, sagt Borger und meint weiter: „Dagegen die, die noch nie auf einem Schiff waren, fragen schon mal nach und meinen, dass dieser Bereich doch nun nicht mehr so gut laufen könne.”

Tanja Knuppertz, Mitinhaberin des Reisebüros Roßbachs in Simmerath, sagt: „Besonders die Aida-Kreuzfahrten laufen bei uns nach wie vor sehr gut”. Nachfragen von besorgten Kunden aus der Nordeifel? Fehlanzeige.

Kreuzfahrt-Angebote seien in ihrem Laden in den letzten Jahren immer besser angenommen worden. „Wie sich das jetzt in der Zukunft entwickelt, wissen wir natürlich noch nicht”, sagt Knuppertz. Bisher sind die Tripps zu den exotischsten Orten der Welt wie gewohnt im Katalog - und werden auch verkauft. Verunsicherte Bucher, die nun statt Kreuzfahrt auf offener lieber Urlaub an Land machen, gebe es im Simmerather Reisebüro bislang nicht. Allerdings: „Die Costa-Reederei wird nun wohl sicher Einbußen hinnehmen müssen”, mutmaßt Knuppertz.

Doch auch wenn immer Menschen auch aus der Nordeifel eine Kreuzfahrt planen, der Hauptteil steuert immer noch andere Ziele an. Stefanie Borger vom Monschauer Reise büro: „Bulgarien ist dieses Jahr sehr stark nachgefragt.” Hier locken vor allem die günstigen Preise. Und sonst? „Mallora, Spannien generell - wie immer”, sagt die Expertin mit einem Lachen.
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