Eifel-Duo Hammerschmidt und vom Venn sagen Tschüss

Von: ho
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Schlagen am 25. September letz
Schlagen am 25. September letztmals gemeinsam in der Eifel auf: Jupp Hammerschmidt (links) und Hubert vom Venn.

Lammersdorf. Eine Ära geht zu Ende: Die Eifel-Comedians Jupp Hammerschmidt und Hubert vom Venn befinden sich auf ihrer Abschiedstournee und gastieren am 25. September zum letzten Mal im hiesigen Raum. Diese letzte Veranstaltung in der Nordeifel ist schon etwas Besonderes, immerhin ist praktisch Eifel-Kult hoch vier angesagt.

Hubert vom Venn und Jupp Hammerschmidt treten an diesem Tag ab 20 Uhr in „Joe´s Garage” von Franz Conrad in der Bahnhofstraße 12 in Lammersdorf auf, um schlicht und einfach Tschüss zu sagen.

Danach folgen noch zehn öffentliche Auftritte (u.a. in einem Bestattungshaus in Aachen) bis dann am 2. Dezember in Eschweiler endgültig der letzte Vorhang für die beiden bekannten Comedians fällt.

Seit 1993 sind die beiden als Eifel-Duo mit verschiedenen Programmen auf großen und kleinen Bühnen unterwegs gewesen und haben für beste Unterhaltung gesorgt. Ohne Zweifel haben sie hierdurch auch mit dazu beigetragen, dass die Eifel und die dort lebenden Menschen auch in etlichen Städten bekannter und beliebter wurden.

Als noch niemand daran dachte haben sie auf ihre charmante Art und Weise bereits das Produkt Eifel vermarktet.

Wobei ihr Programm eigentlich immer Nebensache war, da die von ihnen in unnachahmlicher Manier erzählten Geschichten von Menschen, Gegenständen (z.B. Frisierkommoden, Parfumzerstäubern), Nahrungsmitteln, Festen und Bräuchen das Salz in der Suppe waren, die das Publikum immer wieder begeisterten.

Viele werden sie vermissen

Bestimmte Redewendungen wie „Fritten für um hier zu essen” oder „Komm´ bis bei uns” tragen eindeutig ihren Stempel. Absoluten Hörgenuss konnte der erleben, wer Jupp Hammerschmidts „Möhren im Advent” oder die Gesangsdarbietung „Wenn bei Einruhr die weiße Flotte im See versinkt” auf sich wirken ließ.

Man wird sie vermissen und sollte deshalb ihr letztes Programm in vollen Zügen genießen. Dieses passt zum Abschied, denn nach Donner und Erdbeben sieht Pastor Hubert vom Venn das Ende der Welt nahen, was der rote Bürgermeister Jupp Hammerschmidt natürlich für blanken Unsinn hält. Die Geschichte schaukelt sich dann hoch mit apokalyptischen Reitern, den Trompeten von Jericho und dem Bau einer Arche.

Die Kontrahenten wünschen sich dabei gegenseitig die Pest an den Hals und hoffen, dass der Widerpart beim anstehenden Weltuntergang in einem aufbrechenden Krater verschwindet. Ob am Ende dann, sofern sich das Epizentrum an diesem Tag tatsächlich unter Lammersdorf befindet, von der wunderschönen Eifel und ihren Bewohnern nur ein Häufchen Vulkanasche übrigbleibt, muss abgewartet werden.
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