Konzen - Eifel-Comedy: Jupp Hammerschmidt präsentiert sein neues Programm

Eifel-Comedy: Jupp Hammerschmidt präsentiert sein neues Programm

Von: ho
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Jupp Hammerschmidt in seinem Element. Am Wochenende präsentierte er in Konzen vor ausverkauftem Haus sein neues Programm und begeisterte das Publikum erneut mit Anekdoten und Geschichten aus seiner wunderschönen Eifel. Foto: Karl-Heinz Hoffmann

Konzen. Schwein gehabt hatten die rund 120 Besucher, die am Sonntagabend im Konzener Saal bei „Achim & Elke“ eine Eintrittskarte zu Jupp Hammerschmidts neuem Programm ergattert hatten. Der Eifel-Comedian präsentierte in der ihm eigenen Art erneut Anekdoten, Geschichten und Gedichte, welche die Besucher im Saal immer wieder zu spontanem Beifall animierten.

Entzückt zeigte sich die versammelte Fangemeinde auch über seine „philosophischen Versenktexte“ und die mit Inbrunst eingestreuten Gesangseinlagen. In seinem neuen Programm zum halben Schwein und der ganzen Wahrheit über die Eifel glänzte „Don Jupp“ wie in alten Zeiten.

Hierzu braucht Hammerschmidt nach wie vor keine große Kulisse. Lediglich aus Tisch und Stuhl bestand die Bühnenausstattung, die noch von zwei Jugendbildern und natürlich einer Rurseelandschaft im Hintergrund ergänzt wurde. Damit kommt der in Aachen lebende und aus Höfen stammende Altmeister ohne jedes Backstage-Team problemlos aus, da er immer noch in der Lage ist, seinem Publikum eine rhetorische Show aus seiner wunderschönen Eifel zu bieten.

Wenn auch hier und da Bekanntes im neuen Programm dabei war, ist es immer wieder erstaunlich, welche alten Geschichten und Begebenheiten Hammerschmidt dem Publikum in Erinnerung ruft. Die frühere „Frisselei“ an den Johannisbeersträuchern, der hieraus resultierende „Wimmere-Gelee“, das Bad in Fichtennadeln und das Betttuchspannen auf der Hühnerwiese, alles Quantensprünge im Leben der Eifeler, seien hier nur als Beispiel genannt.

Das im Programmtitel genannte halbe Schwein durfte natürlich auch nicht fehlen. Laut Hammerschmidt war es in der Eifeler Historie früher Biotonne und Fleischlieferant zugleich und führte schließlich in Einmachgläsern ein Leben nah dem Tod. Die Geschichten und Anekdötchen aus der Zeit, als die Welt in der Eifel noch in Ordnung war, wurden auch an diesem Abend von Hammerschmidts Jupp mit feiner, hintergründiger Klinge bis hin zur rustikalen und derben Darbietung zum Besten gegeben. Dazu gehört zum Amüsement des Publikums dann auch, dass er in seiner Sturm- und Drangzeit einem Liebesrivalen am liebsten die „Klöhten“ abgerissen hätte.

Aus seiner Höfener Zeit mit der von ihm umworbenen Hedwig erinnerte er sich auch noch, an den in der Kirche aufgestellten „Nickneger“ mit implantiertem Geldschlitz, den man heute sicher als Geldautomat mit Nickfunktion bezeichnen würde. Seine Flamme Hedwig hätte er in späteren Jahren im Übrigen am liebsten in etwas Langem und Fließendem gesehen - dem Rhein.

Zum allgemeinen Trend des E-Bike-Fahrens stellte Hammerschmidt dann noch die Frage in den Raum: „Ist das noch Fahrradfahren oder aktive Sterbehilfe?“ Für viele Fans durfte an diesem Abend dann auch nicht die längere Persiflage auf Professor Grzimek mit seinen Abhandlungen über die Serengeti fehlen, wofür es wieder langen Beifall gab. Köstlich am Ende sein in der Höfener Sakristei entstandener Eifel-Rapp nebst den lyrischen Ausführungen zu Zimmermanns Jupp, bei dem konservativen Klerikern sicher unter ihrem Birett die Haare zu Berge gestanden hätten.

Vor der unausweichlichen Zugabe hörte das Publikum dann noch mit Genuss zur besinnlichen Melodie der stillen Nacht die Eifelhymne von Hammerschmidt.

Wer nun Appetit auf mehr und in Konzen keine Karte bekommen hat, kann den Eifel-Comedian demnächst in unserer Region nochmals erleben. Am 16. Januar gastiert er in Nideggen und am 14. März in Mützenich. Mehr Informationen gibt es unter www.jupphammerschmidt.de.

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