Nordeifel - Eichhörnchen: Aus der Natur unserer Heimat

Eichhörnchen: Aus der Natur unserer Heimat

Von: Günter Krings
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Markant für die Fauna unserer Breiten: das Eichhörnchen. Foto: Günter Krings

Nordeifel. Es gibt wohl kaum ein Säugetier, das so bekannt ist wie das Eichhörnchen, was wohl damit zusammenhängt, dass die Eichhörnchen sehr zutraulich werden können, dass sie toll und rasant klettern können und dass sie sich aufrecht setzen – sozusagen Männchen machen können.

Lebensräume von Eichhörnchen sind alte Bäume in Wäldern, Parks und Friedhöfen. Wichtig ist, dass die Baumkronen dicht genug sind, um dort das Nest, auch Kobel genannt, bauen zu können. Selbstverständlich muss auch ausreichend Nahrung vorhanden sein: Nüsse, Eicheln, Bucheckern, Samen von Fichten und Kiefern. Vor dem Winter legen sie sich eine Speckschicht an, verstecken Nüsse und andere Früchte im Boden, die sie bei Nahrungsknappheit wieder ausbuddeln, wobei natürlich nicht mehr jede Nuss gefunden wird, so dass die kleinen Nagetiere zur Ausbreitung von Pflanzen mitwirken.

Eichhörnchen sind tagsüber aktiv, besonders am Morgen und in der Dämmerung, mittags wird eine Pause eingelegt. Winterschlaf halten die Eichhörnchen nicht, ungemütliche und kalte Tage werden im Kobel verschlafen, aber nach wenigen Tagen müssen sie wieder raus auf Nahrungssuche.

Zwei Öffnungen am Nest

Die Eichhörnchen bringen auch im Kobel ihre Jungen zur Welt und säugen und füttern sie dort, bis sie selbstständig sind. Im Gegensatz zu Vogelnestern sind unten am Nest zwei Öffnungen angebracht, innen sind sie mit Gras und Moos ausgepolstert. Eichhörnchen paaren sich meist im Frühjahr beziehungsweise im ausgehenden Winter und im Frühsommer, so dass zwei Würfe von einem Weibchen pro Jahr geboren werden.

Jeder Wurf umfasst circa fünf Junge, welche nach vier Wochen Tragezeit nackt und blind auf die Welt kommen. Beim zweiten Wurf müssen die Jungen des ersten Wurfes das Nest verlassen, bleiben aber immer noch einige Monate in der Nähe der Mutter. Das Männchen hilft bei der Aufzucht der Junge nicht mit. Von diesen Jungtieren überleben das erste Lebensjahr im Durchschnitt nur zwölf Prozent, andererseits können Eichhörnchen durchaus zwölf Jahre alt werden.

Natürliche Feinde des Eichhörnchens sind Habicht und Baummarder, die das Eichhörnchen durch die Bäume jagen. Da dieses aber leichter ist als der Baummarder, kann es auch in die höchsten Spitzen der Bäume klettern und von dort in den nächsten Baum springen. Häufigste Todesursache heutzutage wird wohl der Tod durch Kollision mit einem Auto sein.

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