Eicherscheider Pfarrheim strahlt in neuem Glanz

Von: M. S.
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Eicherscheides „gute Stube”
Eicherscheides „gute Stube” strahlt in frischem Glanz. Nach gründlicher Renovierung wird das Pfarrheim am kommenden Sonntag ganz im Zeichen des Lucia-Marktes stehen. Foto: Manfred Schmitz

Eicherscheid. Nach menschlichen Zeitmaßstäben noch ein Jüngling, doch als Bauwerk im rauen Eifelklima und infolge reger Nutzung bereits in die Jahre gekommen und dringend reif für Kur und Regeneration: Nach gründlicher Renovierung des rund 25-jährigen Eicherscheider Pfarrheims Sankt Lucia strahlt die „gute Stube” christlichen Dorflebens, Vereinstreff und vielfunktionales Veranstaltungszentrum nun wieder in frischem Glanz.

Sprichwörtlicher Eescher Gemeinsinn, beträchtliche freiwillige Eigenleistungen der Bürger und zugeschossene öffentliche Mittel machtens möglich. Nach umfangreichen Instandsetzungsmaßnahmen und deutlichen Strukturverbesserungen des schmucken Fachwerkhauses nahe der Pfarrkirche wird das gelungene Werk mit einem vorweihnachtlichen Konzert im Gotteshaus (14 Uhr) und anschließendem Lucia-Markt samt adventlichem „Budenzauber” am Sonntag, 4. Dezember, von der gesamten Dorfbevölkerung im und vor dem Pfarrheim gebührend gefeiert werden.

Anspruchsvolle Leistungen

Unter künstlerischer Leitung ihres Dirigenten Harry Schaeps aus dem limburgischen Kerkrade werden die Blasmusikanten der „Eifelklänge”, im Duett mit den namhaften Instrumentalsolisten Jan van der Heijden (Gitarre) und Maarten Sonnenschein (Panflöte) Werke von Bach, James Last, José Feliciano und anderen international berühmten Komponisten und Interpreten zu Gehör bringen.

Um 16 Uhr schlägt die Premierenstunde und der Sankt-Lucia-Markt seine Zelte, sprich: Buden mit verlockenden Auslagen auf. Das zahlreich erwartete Publikum darf sich auf „Brüsseler Waffeln”, Glühwein, Reibekuchen und allerlei hübschen Accessoires sowie gut nachbarliches Beisammensein in heiterer Atmosphäre freuen.

Die durch Verzehr erzielten freiwilligen Spenden und Veranstaltungserlöse fließen in den Pfarrheim-Sanierungstopf, dessen Fütterung durchaus weiterhin Sinn macht. Das Projekt „Unser Pfarrheim braucht Hilfe”, mit einem zu veranschlagenden Gesamt-Investitionsvolumen von rund 50 000 Euro ausgestattet, wurde in enger Kooperation der Katholischen Kirchengemeinde Sankt Lucia und dem „Förderverein Pfarrheim Eicherscheid” vollendet.

Die technische Objektleitung oblag dem Fördervereins-Vorsitzenden Wilfried Huppertz. Er beschreibt die anspruchsvollen erbrachten Leistungen: „Die Sanierung des Fußbodens wie der Außenfassade wurden in Regie der Katholischen Kirchengemeinde ausgeführt. Diese beiden dringend notwendigen Erneuerungsabschnitte förderte das Bistum mit einem Zuschuss in Höhe von 40 Prozent.”

Architekt Huppertz umschreibt das durch den Förderverein und in Eigenengagement der Pfarrangehörigen absolvierte Aufgabenpensum in mehreren Stufen: „In nur fünf Wochen konnte die energetische Sanierung in Partnerschaft von Förderverein, Pfarrangehörigen, Trommlerkorps und Musikverein vollendet werden. Ihre Tätigkeiten umfasste Dämmung des Daches und den Innenanstrich. Außerdem wurden im Zuge der Fußbodenertüchtigung die Rohre für die Fußboden-Heizungsanlage verlegt. Die Kosten hierfür brachte der Förderverein noch aus eigenen Mitteln auf.”

Um jedoch die neu installierte Fußbodenheizung an das übrige Wärme-Energiesystem des Gebäudes anzuschließen, kündigt der Vorsitzende an, müssten zuvor noch diverse technische Änderungen vorgenommen werden. „Es wäre schön”, so Huppertz, „wenn noch die eine oder andere Spende dazu beitrüge, durch rationelle Installationen weitere Heizkosten zu sparen”.

Der Projektleiter erwähnt, bis zur Eröffnung des Lucia-Marktes dürften an die 600 freiwillige Arbeitsstunden der unermüdlichen Helfer erfüllt worden sein. Dieses positive gemeinnützige Beispiel werde von der Aktion „RWE vor Ort” mit einem Materialkostenzuschuss in Höhe von 2000 Euro belohnt.

Bernd Maaßen gehört - als Vertreter von Simmeraths GdG-Oberhaupt, Pfarrer Michael Stoffels, dem Kirchenvorstand Sankt Lucia an. Er ist erleichtert, „weil wir dank vollbrachter energetischer Sanierung des Hauses unsere zuvor enorm hohen Energiekosten drastisch senken können. Sie belaufen sich zurzeit auf jährlich 5000 Euro für Heizöl. Aufgrund sachkundig angebrachter Deckenisolierung erreichen wir fast Werte und Standards eines Niedrigenergie-Gebäudes. Diese Aktion geht übrigens auf eine Initiative unseres Fördervereins zurück und war keine Sache des Bistums”.

Maaßen anerkennt das vereinte Schaffen der tatkräftig an der guten Mission beteiligten „Dorfhandwerker, des gesamten Ortskartells, unserer Senioren, des Konsumteams inklusive Bäckerei, nicht zuletzt auch des Pfarrheim-Hausmeistehepaares Arno und Erika Hüpgens”.
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