Eicherscheider Eifelvereinsortsgruppe blickt auf erfolgreiches Jahr zurück

Von: M.S.
Letzte Aktualisierung:
9944136.jpg
Vorsitzender Herbert Franzen (2. v. r.) ehrte die eifrigsten Wanderer in Gemeinschaft des Eicherscheider Eifelvereins aus dem Jahr 2014. Foto: Manfred Schmitz

Eicherscheid. Seit mehr als 30 Jahren befreit die freiwillige Räumungskolonne der Eicherscheider Eifelvereins-Ortsgruppe regelmäßig das 25 Kilometer lange Wanderwegenetz rund um das Bundesgolddorf. Und zu Beginn der Aktion sammelte die „Waldbrigade“ um Wegewart Alfred Corda tonnenweise Unrat und entsorgte ihn. Inzwischen wurden aus den Riesenmengen Abfall nur noch Kilogramm. Tendenz gegen Null!

Hege und Pflege heimischer Wanderrouten bildeten einen Punkten der Tagesordnung, die der Verein im Rahmen seiner Jahreshauptversammlung abarbeitete. Vorsitzender Herbert Franzen begrüßte dazu rund 20 Mitglieder und Gäste im Eicherscheider Pfarrheim. Seine Stellvertreterin Vroni Scheidt verlas das Protokoll der Vorjahrestagung, ehe Geschäftsführer Manfred Schreiber die Höhepunkte eines ereignisreichen Vereinsjahres Revue passieren ließ.

Das Spektrum reichte von der anspruchsvollen, mehr als 20 Kilometer langen, Tagestour, über Exkursionen und Besichtigungen bis hin zum beschaulichen Altstadtbummel, zur Grillparty oder Weinprobe. Auch an der Anlage des Dorfrundganges waren Eicherscheids Eifelvereinler aktiv beteiligt. Unfreiwillig dagegen ihre Tätigkeit zur unermüdlichen Behebung von Schäden, entstanden durch unverständlich sinnlose Zerstörungswut. So rissen Unbekannte die komplette Sitzgruppe am Panoramablick aus ihrer Verankerung. Völlig zertrümmert wurde die Sitzgruppe „Lang Dröft“. Doch damit nicht genug, auch die Flyer aus den Infokästen zum Dorfrundgang wurden entnommen und wahllos in der Gegend verstreut.

Weit erbaulicher als solche Negativmeldungen ist die Leistungsbilanz der Ortsgruppenangehörigen. Herbert Franzen hatte statistisch erfasst, wann und wo insgesamt 19 Wanderführer per Pedes oder im Fahrradsattel unterwegs waren. Alle offerierten Unternehmungen wurden von Mitgliedern und Gästen überaus positiv angenommen. 21 Wanderungen und Bikertrips waren in froher Gemeinschaft und malerischer Landschaft bewältigt worden. Insgesamt 291 Wanderer legten 2709 Kilometer auf Schusters Rappen zurück. Vom guten alten Drahtesel keine Spur mehr, als 113 Velo-Spezialisten der Dienstagsrunde nach 4356 gestrampelten Kilometern ihre High-Tech-Geräte über die Ziellinie schoben.

Besonders erfreulichen Anklang fanden laut Franzens Notizen die live erlebte Abendstimmung in Monschau, die Teilnahme am Dreiborner Ginsterfest, die Mehrtagesfahrt in die Pfalz und die Erkundung der urigen Bachtäler nahe Ternell. Hauchdünn waren die Abstände auf der Ergebnisliste mit den eifrigsten Wandersleuten. Herbert Franzen belegte in der Tabelle vorbildlich den ersten Rang (18 Einsätze), auf den Plätzen dahinter nahezu gleichauf: Ingrid Boshof, Regina Reder, Anita Franzen, Sabine Nieman, Christel Hermanns, Ulla und Reiner Offermann. Kassiererin Anita Franzen erstattete den Versammelten einen von positivem Saldo geprägten Bilanzbericht. Revisorin Christel Hermanns befand die Arbeit der Schatzmeisterin Franzen als „korrekt und übersichtlich, der Kassenbestand geht in Ordnung“. Zur neuen Kassenprüferin wurde Lucie Kell bestellt.

Mit Berichten zum neuesten Planungsstand der Zweitagestour in die Südeifel am 17. und 18. Oktober klang die Versammlung aus. Eicherscheids Ortsvorsteher Günter Scheidt nutzte zuvor ein Pause zum Grußwort. Er wertete die Arbeit des Golddorf-Eifelvereins als „äußerst positiv, für mich wie in einer harmonischen Familie“. Ob Erhalt von Viehtränken, Instandhaltung von Rastplätzen oder Markierung reizvoller Wegstrecken - der Eifelverein sei stets für die Allgemeinheit zur Stelle. Die Gemeinde Simmerath, fuhr Scheidt fort, arbeite an einem neuen Wanderwegekonzept, „bei dessen Umsetzung es mit dem Dürener Hauptverein allerdings noch Differenzen gibt. Es geht im weitesten Sinn um die Finanzierung“. Dafür konnte er verkünden, dass sich etwas beim Eicherscheider Wunsch-Projekt „Flurheckenweg“ tue, „wenn auch noch viel Arbeit vor uns liegt“, so Scheidt.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert