Eicherscheid und Roetgen wieder in derselben Liga

Von: Kurt Kaiser
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Auch wenn es zur Halbzeit des Derbys in Rott so aussah, gibt es für den Roetgener Trainer Daniel Formberg keinen Blick zurück im Zorn. Foto: Kurt Kaiser
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Marco Kraß (r.) ist als Spielertrainer in der kommenden Saison für die sportlichen Erfolge von Germania Eicherscheid verantwortlich.

Nordeifel. Zuletzt spielten sie in der Saison 2013/14 in der Aachener Kreisliga A gegeneinander, dann trennen sich die Wege von Germania Eicherscheid und dem FC Roetgen. Die Eicherscheider stiegen in die Bezirksliga auf und schafften nach zwei Spielzeiten den Sprung in die Landesliga.

Aus der stiegen sie leider nach nur einem Jahr wieder in die Bezirksliga ab, in der die Roetgener nach der vergangenen Spielzeit aufgestiegen sind. In der Saison 2017/18 gibt es wieder das Derby zwischen den beiden Nordeifeler Traditionsvereinen.

Dann sitzt auf der Trainerbank des FC 13 mit Bernhard Schmitz der Trainer, mit dem die Eicherscheider in die Landesliga aufgestiegen sind, von dem sie sich aber vier Spieltage vor Saisonende trennten. Bei den Eicherscheidern übernimmt Marco Kraß den Trainerjob, der wohnt in Roetgen und spielte auch schon für die Schwarz-Roten. Sein Bruder Lukas wird ihn als Co-Trainer unterstützen.

FC Roetgen nicht zufrieden

Für die Roetgener endete mit der 1:5-Derbyniederlage in Rott am vergangenen Sonntag eine Saison, von der man nach dem Ende der Hinrunde mehr erwartet hatte, denn nach dem knappen 2:1-Sieg im Ortsderby gegen den SV Rott führten die Roetgener punktgleich mit Union Schafhausen die Tabelle der Bezirksliga an. In der Heimbilanz standen nach der Hinrunde sieben Siege und ein Unentschieden. Auswärts sah es mit zwei Niederlagen, drei Unentschieden und nur einem Sieg nicht so gut aus.

Leider fiel die Auswärtsbilanz in der Rückrunde noch schlechter aus. Auf fremden Plätzen gab es fünf Niederlagen, zwei Unentschieden und nur ein Erfolgserlebnis. An heimischer Hauptstraße kassierte der FC gegen Mitaufsteiger FC Wegberg-Beeck am 22. Spieltag die erste Heimniederlage, aber dennoch stellten die Roetgener die beste Heimmannschaft der Liga und beendeten die Saison in der Endabrechnung auf Tabellenplatz fünf.

So richtig zufrieden war Trainer Daniel Formberg, der sich nach nur einer Spielzeit wieder aus Roetgen verabschiedet, mit dem fünften Tabellenplatz nicht. „Zum Ende der Saison haben wir die Ziele immer mehr runtergebrochen. Zuerst wollten wir unter die ersten drei kommen, dann wollten wir bester Aufsteiger werden, haben aber keins der Ziele geschafft. Aber mit 60 Prozent Aufwand kann man keine 110 Prozent Leistung bringen“, führt der Coach die schwache Trainingsbeteiligung als ersten Grund für den Leistungsabfall an.

Sicherlich war das verletzungsbedingte Fehlen von Torjäger Alex Keller auch ein Grund für die schwache Rückrunde. Immerhin hatte der Torjäger in der Hinrunde in 13 Spielen 19 Tore erzielt.

Schade für den sympathischen Coach, dass zum Ende der Hinrunde überhaupt nichts mehr bei den Schwarz-Roten zusammenlief, denn in den letzten vier Spielen gab es drei Niederlagen und nur einen Sieg gegen Arminia Eilendorf, allerdings brauchte der „Effzeh“ auch für den Erfolg noch allen Beistand der Glücksgöttin. „Man hat in den letzten Spielen gemerkt, dass bei uns die Luft raus ist.“

Nach dem Aufstieg ging Germania Eicherscheid ohne Neuzugänge in das Abenteuer Landesliga, fand aber besser in die Saison als von den Pessimisten befürchtet. Aus taktischer Sicht stand für Trainer Bernhard Schmitz und dessen Co-Trainer Wolfgang Zimmer eine kontrollierte Defensive mit ganz viel Disziplin auf dem Matchplan.

Die verordneten Konzepte der Trainer gingen zumindest im ersten Saisondrittel auf, leider zog sich am siebten Spieltag Abwehrorganisator Lukas Kraß eine schwere Bänderverletzung zu und stand nicht mehr zur Verfügung. Für Mittelfeldspieler Kevin Jansen kam wenige Spieltage später auch noch das verletzungsbedingte Saisonaus. Die beiden Ausfälle waren nicht zu kompensieren.

Germania ohne Neuzugänge

Der kleine Kader der Germania sollte im Laufe der Saison noch zu einem größeren Problem werden, denn zu oft musste der Coach verletzungs- und urlaubsbedingt, oder aus beruflichen Gründen improvisieren. Mit einem noch kompletten Kader startete der Liganeuling prima in die Saison. Nach einem 2:2 bei Schwarz-Weiß Nierfeld folgte ein 2:1-Erfolg gegen den BC Kohlscheid und ein beachtliches torloses Remis bei Hertha Walheim.

Nach der ersten Saisonniederlage am vierten Spieltag gegen die SG GFC Düren 99 spielte die Germania eine erfolgreiche Serie und übernahm am achten Spieltag den dritten Tabellenplatz. Höhenangst bekam Trainer Bernhard Schmitz zwar nicht, jedoch warnte er schon im Oktober des vergangenen Jahres, das der Klassenerhalt das ausgemachte Saisonziel sei. Der 5:2-Sieg beim Tabellenletzten Alemannia Mariadorf war dann auch für lange Zeit das letzte Erfolgserlebnis.

15 Spieltage in Folge blieben die Blau-Weißen sieglos und wurden in der Liga nach unten durchgereicht. Primärer Grund für den Fall in die Abstiegszone waren die häufigen personellen Umbauarbeiten, durch die die Automatismen nicht mehr wie im ersten Saisondrittel griffen. Absoluter Tiefpunkt war die 0:2-Niederlage am Ostermontag beim bis dahin punktlosen Tabellenletzten Alemannia Mariadorf.

Wenige Tage später feierte man dann durch den 1:0-Sieg gegen Germania Teveren wieder den ersten Sieg, aber auch der reichte nicht, um den Schalter wieder in die richtige Richtung umzulegen. Ein Trainerwechsel von Bernhard Schmitz zu Wilfried Schmitz brachte auch nicht die erhofften Veränderungen, weil die Probleme die gleichen blieben. Am 11. Juni verabschiedet die Germania sich mit dem Spiel gegen den SV Eilendorf aus der Landesliga und hofft in der nächsten Saison in der Bezirksliga auf mehr Erfolgserlebnisse.

Es wird zwar noch einige Wochen dauern, bis feststeht wie die neuen Ligen aussehen, jedoch könnte es in der Staffel 4 Härtefälle geben, denn selbst, wenn Jugendsport Wenau als Mannschaft aus dem Fußballkreis Düren von der Bezirksliga Staffel 4 in die Staffel 3 wechselt, gibt es durch den Auf- und Abstieg aktuell noch folgende 17 Mannschaften die in der Saison 2017/18 in die Staffel 4 wollen: Alemannia Mariadorf, Germania Eicherscheid, Alemannia Aachen II (alle Absteiger aus der Landesliga), Columbia Donnerberg, Eintracht Verlautenheide (beide Aufsteiger Fußballkreis Aachen), Union Würm-Lindern, SV Millich (beide Aufsteiger Fußballkreis Heinsberg), Rasensport Brand, FC Roetgen, Arminia Eilendorf, FV Haaren, Germania Kückhoven, FC Wegberg Beeck II, Concordia Oidtweiler, Sparta Gerderath, Rheinland Dremmen, SC Kellersberg.

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