Roetgen - Ehrenamtlich gegen die Herkulesstaude

Ehrenamtlich gegen die Herkulesstaude

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Am Wegesrand der Ravel-Route ist die Herkulesstaude nicht erwünscht. Das Ordnungsamt der Gemeinde Roetgen setzt jetzt auf einen ehrenamtlichen Helfer, der die Besände erfasst.

Roetgen. Die Fertigstellung der Ravel-Route im Bereich Roetgen ist so weit fortgeschritten, dass schon jetzt viele Radfahrer und Spaziergänger diesen Abschnitt benutzen. Dies nimmt das Ordnungsamt der Gemeinde Roetgen zum Anlass, einmal mehr auf die Herkulesstaude aufmerksam zu machen, da gerade entlang der Ravel-Route diese Pflanze vermehr anzutreffen ist.

Die Herkulesstaude ist auch als Riesenbärenklau bekannt. Sie ist keine heimische Pflanze und sie ist zu Beginn ihrer Vegetation leicht mit heimischen Doldengewächsen zu verwechseln. Sie kann aber aufgrund ihrer Größe (zwei bis vier Meter) die komplette Bodenvegetation verdrängen. Ihr Pflanzensaft stellt für den Menschen bei Hautkontakt eine gesundheitliche Gefahr dar. In Verbindung mit der UV-Strahlung des Sonnenlichtes kommt es zu verbrennungsähnlichen Erscheinungen, die nur schwer abheilen. Bei Hautkontakt ist die Stelle sofort mit Wasser und Seife zu reinigen, sie darf 48 Stunden nicht dem Sonnenlicht ausgesetzt werden.

Inhaltsstoffe des Pflanzensaftes stehen sogar im Verdacht, krebserregend zu sein, und können zu Missbildungen bei Embryonen führen.

Kaum beizukommen

Der Pflanze ist durch bloßes Abmähen oder Abdecken der Triebe nicht beizukommen. Diese Maßnahmen führen - wenn überhaupt - erst nach Jahren zum gewünschten Erfolg. Die Herkulesstaude kann eigentlich nur durch entfernen der Wurzel (Ausstechen) erfolgreich bekämpft werden. Wo das nicht möglich ist oder bei einer zu großen Population muss auf das Heißwasser-Verfahren oder Herbizide zurückgegriffen werden. Auf jeden Fall ist rechtzeitig das Aussamen der Pflanze durch vorsichtiges Abschneiden der Blütendolde zu verhindern, da diese bis zu 100.000 Samen produzieren kann. Dies muss aber mehrfach pro Jahr geschehen, da die Pflanze eine enorme Regenerationskraft besitzt.

Um diesem Problem nachhaltig zu begegnen, kann die Gemeinde Roetgen jetzt auch auf die Unterstützung eines ehrenamtlich tätigen Helfers zurückgreifen, der die Bestände - zunächst auf öffentlichen Grundstücken - erfasst, entfernt und überwacht. Wenn ein Bürger sich bei der Gemeinde Roetgen meldet, bietet der Helfer unentgeltlich seine Hilfe an. Das Ordnungsamt bittet daher alle Mitbürger, Bestände zu melden.
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