Konzen - Ehrenamt: Konzen soll Beispiel für andere werden

Ehrenamt: Konzen soll Beispiel für andere werden

Von: rpa
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Der „Eifelblick” auf der Hoh
Der „Eifelblick” auf der Hohe ist derzeit das aktuelle Projekt von Ehrenamtlern in Konzen. Unser Bild zeigt von links: Martin Krings, Ortsvorsteher Matthias Steffens, Ernst Palm und Reinhold Krings (beide Eifelverein) sowie Theo Steinröx, Ehrenamtsbeauftragter der Städteregion. Foto: R. Palm

Konzen. Sportheim und Sportpark, der Musikpavillon auf dem Dorfplatz und gleich nebenan das Musik- und Kulturhaus, kurz MuK genannt, die gepflasterten Wege an der Kirche und auf dem Friedhof, die Sanierung der Pankratius-Kapelle und der Anstrich der Flure und Klassen in der Schule - dies alles und noch viel mehr war nur möglich, weil Konzener Bürger tatkräftig angepackt haben.

Ohne die eifrige Mitarbeit der engagierten Männer und Frauen wären der Vereinsraum über der Sparkasse, der Meilenstein im „Städtchen” und die Pfarrbücherei wohl nie saniert und aufgewertet worden: Dass Konzen in diesem Jahr im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft” „Gold” gewonnen hat, ist entscheidend auch dem ehrenamtlichen Engagement der Bürger zu verdanken. Konzen als Dorf für modernes Wohnen und Leben - das ist auch den vielen ehrenamtlichen Bauleuten und „Dorfgestaltern” zu verdanken. Immerhin wurden seit der kommunalen Neugliederung im Jahr 1972 rund 40 Projekte verwirklicht, die wesentlich dazu beigetragen haben, Konzen weiterzuentwickeln und auf die Zukunft auszurichten.

In einer Feierstunde am Freitag, 7. Oktober, wird die Arbeit der Ehrenamtler gewürdigt, Schirmherr des Festes unter dem Titel „Konzen baut (s)ein Dorf” ist Städteregionsrat Helmut Etschenberg. Initiator des Festes ist der frühere Monschauer Bürgermeister Theo Steinröx, heute Ehrenamtsbeauftragter der Städteregion.

In einem Rückblick wird in Wort und Bild an die vielen Projekte in den vergangenen Jahrzehnten erinnert. Doch von der Feierstunde (ab 18.30 Uhr im MuK) soll auch, so hofft und wünscht es Ortsvorsteher Matthias Steffens, ein kräftiger Impuls ausgehen: Konzener Bürger bringen neue Ideen für die Konzener Zukunft und engagieren sich, wenn es darum geht, Projekte (große und kleine Maßnahmen) umzusetzen.

Die Feier am 7. Oktober will aber noch mehr, so Theo Steinröx: Andere Orte können und sollen sich am Beispiel Konzen orientieren und ebenfalls aktiv und kreativ an ihrer Zukunft mitarbeiten. Steinröx sieht bereits „starke Aktivitäten” im Dorf Euchen im Nordkreis, auch dort werde die Bürgerarbeit forciert.

Zu den großen Projekten, die in Konzen mit finanzieller Hilfe des Landes, dem früheren Kreis Aachen und der Stadt Monschau umgesetzt wurden, gehören vor allem der Neu- und Umbau der Gymnastikhalle, die Erweiterung der Turnhalle, der Neubau des Gerätehauses der Feuerwehr Konzen/Imgenbroich, der Sportpark und die Sanierung des Familienzentrums. Das aktuelle Projekt des ehrenamtlichen Engagements in Konzen: Der „Eifelblick” auf der „Hohe”. Der Eifelverein ist derzeit dabei, den kleinen Aussichtsturm zu bauen. Ortsvorsteher Matthias Steffens hat ungefähr ausgerechnet: Seit 1972 haben Konzener Bürger weit mehr als 100 000 Stunden ehrenamtlich für ihr Heimatdorf gearbeitet.

Auf dem „großen Abend der Ehrenamtler” werden Männer gewürdigt, die mit ihrer ehrenamtlichen Arbeit ein Vorbild sind, so Josef Schmitz (80), Ewald Blumensath (78) und auch Norbert Palm. Seit gut zehn Jahren, so würdigte Theo Steinröx, wird die ehrenamtliche Arbeit in Konzen von Martin Krings organisiert. Ihm gelinge es immer wieder, Männer und Frauen zu animieren, sich ehrenamtlich zu engagieren. Dies war auch beim Projekt U2-Betreuung der Fall: Räume in der Schule wurden so hergerichtet, dass sie nun dem Kindergarten zur Verfügung stehen. „So wurden der Stadt erhebliche Ausgaben erspart”, betonte der Ortsvorsteher. Und der frühere Bürgermeister Steinröx fügt hinzu, durch die ehrenamtliche Arbeit sei es immer wieder möglich, „für kleines Geld große Projekte” zu verwirklichen. Beispielhaft nannte er hier den Neu- und Ausbau der Turnhalle und den Bau des Sportparks.

Eine Folge dieser Projekte: Der TV Konzen könne auf diesen Sportstätten ein breites Sportangebot bieten, was sich deutlich auf die Mitgliederzahl auswirke, immerhin sei der TV Konzen mit etwa 1300 Mitgliedern der größte Verein in Konzen. Zur Feierstunde am 7. Oktober ab 18.30 Uhr im MuK gehören Berichte über die Dorfentwicklung seit 1972, aber auch Gespräche mit den Bürgern, die sagen können, welche Projekte künftig wünschenswert sind, um Konzen weiterzuentwickeln.

Ein Wunsch von Matthias Steffens ist, dass die Gehwege entlang der Trierer Straße im Ortsbereich „vernünftig” hergerichtet werden. Die Bürgersteige seien derzeit, so beklagt der Ortsvorsteher, in einem „katastrophalen Zustand”. Auf einem „vernünftigen” Gehweg können sich zum Beispiel Senioren besser und sicherer bewegen. Auch Kinder könnten dort sicherer mit dem Rad fahren. Mit Blick auf die desolate Finanzlage der Stadt Monschau befürchtet Matthias Steffens jedoch, dass die Gehwege in der Ortslage Konzen zumindest vorerst nicht erneuert werden können.

Martin Krings, Stadtverordneter und „Manager” der ehrenamtlichen Arbeit und Projekte, hat auch einen Wunsch: Den Zeltplatz gegenüber der Turnhalle zu einem Spielepark und Treffpunkt für Jung und Alt auszugestalten. Der Platz dort sei einfach zu schade, um nur zwei- oder dreimal im Jahr genutzt zu werden. Der Platz, der mit Schule, Kindergarten, Turnhalle und MuK mit zum Dorfmittelpunkt gehöre, könnte als Treffpunkt der Generationen hergerichtet werden mit allerlei Spielgeräten und Angeboten für Familien, Jugendliche und Erwachsene.
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