Ehemalige Junker-Kantine: Ab August wird aufgeräumt

Von: jpm
Letzte Aktualisierung:
Die Gießerei der Otto Junker
Die Gießerei der Otto Junker GmbH: Nachdem die Krise dem Unternehmen schwer zusetzte, werden wieder schwarze Zahlen geschrieben. Die positive Entwicklung soll sich auch zunehmend in der Optik des Firmengeländes niederschlagen. Foto: J. Mönch

Lammersdorf. Die Firma Otto Junker hat schwere Zeiten hinter sich. Die Wirtschaftskrise erwischte den Lammersdorfer Edelstahlgießer und Hersteller von Industrieofenanlagen mit großer Wucht.

Wie in zahllosen anderen Unternehmen auch, mussten weite Teile der rund 500-köpfigen Belegschaft in Kurzarbeit gehen, bis das Gröbste überstanden war. Dies ist mittlerweile der Fall: „Seit 2009 machen wir wieder Gewinn, wenn auch noch auf reduziertem Niveau”, sagt Geschäftsführer Dr. Hans Rinnhofer.

Dass das Innenleben des Traditionsunternehmens wieder intakt ist, soll nun auch nach außen hin zunehmend sichtbar werden. Eine Halle auf dem westlich der Jägerhausstraße gelegenen Teil des Firmengeländes beispielsweise wurde bereits mit einem modernen Dach versehen, weitere Gebäude sollen auf Vordermann gebracht, andere abgerissen werden - „entweder Planieren oder Sanieren”, fasst Rinnhofer zusammen.

Auf den Zustand eines Gebäudes allerdings, dem zuletzt - im negativen Sinne - Aufmerksamkeit zuteil wurde, hat die Chefetage bis auf weiteres keinen Einfluss: Die ehemalige Firmenkantine an der Stüttgesgasse. Schon lange erregt der mit Eternitplatten verkleidete Bau das Missfallen etwa von Spaziergängern, die sich auf dem Weg ins Kalltal befinden. Auch unsere Zeitung berichtete bereits über den verwahrlosten Zustand des als Lagerfläche für allerlei Schutt und Aushub genutzte Areals.

Dieses nimmt nur einen vergleichbar winzigen Teil ganz am Rande des weitläufigen Firmengeländes ein. Dass dieser allerdings weiß Gott nicht den schönsten Anblick bietet, bestreitet man auch im Hause Otto Junker nicht. Bloß: Verantwortlich fühlt man sich für den Zustand nicht. Denn die Junker-Kantine ist vermietet an ein Simmerather Garten- und Landschaftsbauunternehmen. „Und der Mieter hat sich auch darum zu kümmern”, stellt Rinnhofer seine Sicht auf die Dinge klar.

Lagerung im Trockenen

Allerdings nur noch bis August, dann nämlich endet der Mietvertrag. Natürlich ist der Mieter angehalten, seine Hinterlassenschaften beiseite zu räumen, anschließend schreitet dann der Eigentümer zur Tat: Der Außenbereich wird hergerichtet, Mutterboden aufgeschüttet.

Dann will man die alte Kantine selbst als Lager nutzen, beispielsweise für Gussformen. Skeptiker können sich aber darauf verlassen, dass dafür nur noch das Innere des Gebäudes als Lager herhält. Denn die Lagerung der Formen muss im Trockenen erfolgen.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert