Edle Handwerkskunst in Huppenbroich

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Abseits herkömmlicher Strukturen, Formen und Kombinationen fertigt die ausgebildete Goldschmiedin Ilona Braun außergewöhnlichen Unikatschmuck.
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Der Drechsler Bernd Schmidt zeigt die hohe Kunst der Holzeverarbeitung.

Huppenbroich. Zum elften Mal lädt das Atelier „drehsinn“ an den kommenden beiden Wochenenden zu seiner Hausausstellung unter dem Titel H 11 in den kleinen Ort Huppenbroich ein. Dazu haben die Keramikerin Karin Schmidt und der Drechsler Bernd Schmidt wieder anregende Gastkünstler gewonnen.

Ilona Braun aus Simmerath mit Schmuckkreationen und Christoph Erhardt aus Roetgen mit Webkunst sind in den Ausstellungsräumen in der Kapellenstraße 7 vertreten. Die Ausstellung ist am 21./22. und 28./29. September, jeweils von 11 bis 18 Uhr zusehen.

Die keramischen Arbeiten von Karin Schmidt befassen sich mit dem Thema „Gefäß“. Sie können Orte des Bewahrens für liebe Dinge oder Erinnerungen, für Schmuck, Liebesbriefe oder das kleine Geheimnis sein. Großformatige Dosen in Pastellfarben, teilweise mit plastischen Modellierungen versehen, erlauben den Gebrauch als Urnen.

Kleinere Objekte mit polierten Porzellanengoben oder aus dem Rakubrand lassen sich als Schmuckkästen, als Minnedose denken. Alle Arbeiten weisen eine kreative Vielfalt an Formen und Farben auf.

Der Drechsler Bernd Schmidt stellt Objekte vor, die auf den ersten Blick geradlinig und kantig erscheinen und nicht wie von einem Drechsler zu erwarten als rund gedrehte Arbeiten.

Erst auf den zweiten Blick erschließt sich dem Betrachter die Arbeit des Drehens: aus Hölzern wie Eibe, Ahorn, Buche oder historischen Eichenbalken werden von ihm Teile gefügt und ineinander vertauscht gedreht, um dann rückgetauscht mit Zapfen verbunden zu werden.

So entstehen nahezu skulpturale Objekte, die aber auch in die Funktion Hocker, Beistellablage oder Podest treten können. Die Charakterspuren der Hölzer wie auch die Bearbeitungs- und Zeitspuren der historischen Eichenbalken sind stets als gestalterische Merkmale hineingearbeitet. Mit der samtigen Oberfläche wird die Eigenheit und Schönheit des Werkstoffes Holz optisch und haptisch erlebbar.

Transparenz und Dichte

Die Gegensätzlichkeit von Transparenz und Dichte regen den Webermeister und Meisterdesigner Christoph Erhardt zu Webexperimenten an. Inhalt seiner aktuellen Arbeiten sind Schals als ‚Hülle mit Fülle’ zum Schutz und Schmuck für den Menschen wie auch Stoffe für Damen- und Herrenbekleidung.

Filz- und Walkexperimente von Gebrauchstextilien in Wolle und natürlichen Mischgeweben und die Verarbeitung von heimischem Alpaka- und Lamahaar gesellen sich zu gewebtem Kupferschmuck.

Abseits herkömmlicher Strukturen, Formen und Kombinationen fertigt die ausgebildete Goldschmiedin Ilona Braun außergewöhnlichen Unikatschmuck. Dabei kombiniert sie Edelmetalle mit Edelsteinen und lässt sich von ungewöhnlichen Materialien zu phantasievollen Ensembles anregen. Die Ausstellung in Huppenbroich wird die letzte öffentliche Ausstellung von Ilona Braun sein.

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