Edeka in Roetgen: Rosentalstraße oder Vennhof?

Von: Ernst Schneiders
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Roetgen. „Da könnte ich Ihnen auch sagen, welche Lottozahlen am Samstag gezogen werden.” Gerd-Michael Peters, Betreiber des Edeka-Marktes an der Rosentalstraße in Roetgen, weiß zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht, ob es ihn und sein Geschäft zum Vennhof verschlägt, oder ob er an der - bis dahin erweiterten - Rosentalstraße bleibt.

Immer wieder wird er nach eigener Darstellung von Kunden auf das Thema angesprochen und kann ihnen dann jeweils nur lapidar antworten, „dass ich das beim besten Willen nicht weiß”.

„Locker aus dem Handgelenk wird diese Frage sowieso nicht beantwortet”, beschreibt Peters das Prozedere: Zunächst wird die Edeka-Standortabteilung Rhein/Ruhr in Duisburg mit dem Thema befasst. Anschließend gehen die Planungen zur Zentrale nach Hamburg. Und weil das alles Geld kostet, muss dort der Aufsichtsrat die Sache noch abnicken.

„Mein Mitspracherecht besteht darin, dass ich unter den jetzigen Bedingungen einen noch fünf Jahre gültigen Mietvertrag für die Rosentalstraße habe”, so Peters weiter. Sobald es um Investitionen gehe, sei er auf Edeka angewiesen.

Verständnis hat Gerd-Michael Peters dafür, dass die Projektentwickler Egon Schreck für die Rosentalstraße und Stefan Schepers für den Vennhof ihre Pläne umsetzen wollen: „Das ist legitim.” Verständnis hat Peters auch, dass die beiden Projektentwickler mit anderen Handelsketten, beispielsweise mit Rewe, das Gespräch suchen. Denn angesichts der noch völlig unklaren Gemengelage sei es nicht klug, „nur auf ein Pferd zu setzen”.

Fest steht für Peters indes, dass in Roetgen zwei Vollsortimenter nicht überlebensfähig sind. Fest steht für ihn ferner, dass der Edeka-Markt an der Rosentalstraße angesichts des aktuellen Sortiments „aus allen Nähten platzt” und dringend erweitert werden muss. Fest steht schließlich, dass „die Bundesstraße ein erheblich attraktiverer Standort ist als die Rosentalstraße”. Gerd-Michael Peters würde seinen Edeka-Markt am liebsten an der Bundesstraße ansiedeln, „und zwar in der richtigen Fahrtrichtung”. Will sagen, Richtung Eifel.

Dass nämlich Netto dort bleibt und Aldi dorthin will, ist kein Zufall. Wenn die „halbe Eifel” nachmittags von der Arbeit aus Aachen kommt, kann man bequem auf dem Nachhauseweg einkaufen. Für einen dritten Einkaufsmarkt ist dort aber „beim besten Willen kein Platz mehr”, wie Peters festgestellt hat. Auch wenn es für ihn noch nicht sicher ist, ob der Aldi-Markt tatsächlich an die untere Bundesstraße kommt, „wegen der vielen Proteste”.
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