Echter Wintermonat mit ordentlich Sonne

Von: kjl
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Bis zu minus 20 Grad am Boden wurden im Januar 2017 in der Eifel gemessen. So konnte man auf dem fest zugefrorenen Obersee bei Pleushütte für ein paar Tage das nicht alltägliche Wintervergnügen genießen. Foto: P. Stollenwerk

Nordeifel. „Endlich mal wieder ein winterlicher Monat“ – das werden die Fans von Schnee und Eis gedacht haben. In der Statistik nimmt der Januar 2017 im Raum Monschau sogar Platz sechs in den letzten 50 Jahren bei den kältesten Januaren ein.

Hier eine Auflistung mit den Mitteltemperaturen aus dem Raum Kalterherberg: 1987 mit -6,1 Grad, 1985 mit -5,9 Grad, 1979 mit -5,7 Grad, 2010 mit -3,4 Grad, 2009 mit -2,8 Grad, 2017 mit -2,7 Grad. Die Stationen Mont Rigi im Venn und Schneifelforsthaus zeigen, das es noch kältere Wintermonate im Zeitraum 1889-2017 im Höhengebiet der Eifel gab: den Januar 1963 mit -8,2 Grad und noch kälter der Februar 1956 mit -10,1 Grad.

Eisige Luft von Anfang an

Der Januar 2017 begann richtig kalt. Schon am 5. Januar drehte der Wind hinter Sturmtief „Axel“ auf Nordost und eisige Luft strömte ein. Noch heftiger war der Vorstoß polarer Kaltluft zu Beginn der zweiten Monatshälfte. Vom 15. bis 28. Januar gab es eisige Nächte und viel Schnee auf den Eifelhöhen. Erst zum Monatsende wurde es milder und der Schnee schmolz bis auf 600 Meter herauf.

Die niedrigsten Werte des Monats wurden über den frischen Schneedecken zwischen dem 17. und 23. des Monats erzielt (2-Meter-Lufttemperaturen und in Klammer Bodentemperaturen): Küchelscheid Rurtal -18,5 Grad (-19,5 Grad); Kalterherberg -14,9 Grad (-20,6 Grad); Höfen -14,3 Grad; Einlauf Oleftalsperre -13,0 Grad; Roetgen -11,1 Grad (-14,3 Grad); Mützenich Schulzentrum -11,3 Grad; Strauch -10,5 Grad; Kermeter -10,1 Grad; Windpark Schmidt -9,3 Grad (-16,7 Grad); Aachen -8,7 Grad (-15,0 Grad).

Nach dem sehr trockenen Dezember war der hohe Luftdruck auch im Januar ein Garant für geringe Niederschläge rund um Aachen (39 Liter pro Quadratmeter). Die Hochlagen zwischen der Oleftalsperre und Monschau erhielten im Nordoststau der Wolken mehr Niederschlag, meist in Form von Schnee: Mont Rigi im Venn (111 l/qm), Roetgen 96 l, Höfen 82 l, Mützenich 68 l, Kalterherberg (54 l), Strauch 53 l und Windpark Schmidt 46 l. Nur 40-60 Prozent des Normalwertes fielen verbreitet vom Himmel.

Mit der Höhe nahmen auch die maximalen Schneehöhen deutlich zu. Während in Aachen maximal 7 Zentimeter lagen, waren es oberhalb von 300-400 Meter ski- und rodeltaugliche 25 bis 50 Zentimeter: Windpark Schmidt 20 cm, Kalltalsperre 25 cm, Strauch 27 cm, Roetgen 29 cm, Kalterherberg 37 cm, Höfen 38 cm und Mont Rigi 48 cm. Rund um Kalterherberg war die Schneedecke zu Weihnachten 2010 deutlich höher (Kalterherberg 57 cm und Höfen 55 cm).

Der Januar 2017 hatte dank sehr vieler Sonnenstunden auch eine gute Seite, die in Erinnerung bleiben wird. Fast überall wurde ein Überschuss von 30 bis 40 Prozent abgelesen. Hier einige Summen: Kalterherberg 88 Stunden, Schmidt und Aachen 87, Windpark Wahlerscheid 86 und Mützenich 72 Stunden.

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